ELBA-Talk mit Bahar Çelik

Shownotes

Bahar Çelik ist Geschäftsführerin der Alten Feuerwache. 2009 hat sie als Praktikantin angefangen, heute leitet sie ein Team von rund 50 Menschen. Im ELBA-Talk erzählt die Pädagogin, wie aus einem Praktikum eine Lebensaufgabe wurde.

Die Alte Feuerwache ist seit 35 Jahren ein Begegnungszentrum im Mirker Quartier der Elberfelder Nordstadt. Ihr Ansatz: lückenlose biografische Begleitung - von Säuglingen bis zu Jugendlichen. Zum Angebot gehören das Café Kinderwagen mit Familienhebammen, ein täglicher Mittagstisch (für viele Kinder die einzige warme Mahlzeit), ein Nutzgarten auf der Nordbahntrasse, eioder Indoor-Spielplatz.

Bahar Çelik spricht über Kinderarmut, die emotionale Belastung der sozialen Arbeit, die Bedeutung von Ehrenamt - und darüber, wie es sich anfühlt, wenn Kinder nach einer eskalierenden Situation am nächsten Tag sagen: „Danke, dass du das ausgehalten hast."

Außerdem: Warum „We Will Rock You" von Queen zum Soundtrack der Alten Feuerwache wurde.

Transkript anzeigen

00:00:00: Der Elbertalk ist das ausführliche Interview bei Radio Wuppertal jeden Freitag um fünfzehn Uhr live aus unserem Studio in der alten Elberfabrik in Wuppertaal-Elberfeld und hier als Podcast mit exklusiven Bonusfragen, für die in der Live Sendung keine Zeit mehr war.

00:00:17: Ich bin Michael Brockhardt und heute isst mein Gast Barhard Schelig Geschäftsführerin der Alten Feuerwache.

00:00:23: Schön guten Tag!

00:00:24: Hallo!

00:00:25: Bevor es losgeht, in die Sendungen kurzer Checkin?

00:00:28: Wie war Ihre Woche?

00:00:30: Heiß, warm.

00:00:32: Ganz was Besonderes in der Woche?

00:00:34: Ja

00:00:35: viele neue Entscheidungen die wir getroffen haben im Team immer wieder über neue Projekte gesprochen war eine turbulente Woche.

00:00:43: Über die Projekten können wir gleich nochmal ausführlich sprechen im Elbertock.

00:00:46: wo kommen Sie jetzt gerade her

00:00:48: aus der Feuerwache.

00:00:49: Also von der Arbeit, ja genau!

00:00:50: Und ist es bei Ihnen auch so warm auf der Arbeit?

00:00:52: Ja sehr warm.

00:00:53: also wir haben da nur ein paar Ventilatoren in den Büros stehen und das ist ziemlich heiß.

00:00:58: Das

00:00:59: ist das Hitze-Wochenende in ganz Deutschland.

00:01:04: Wir starten gleich mit dem Elber Talk.

00:01:06: Was verbinden Sie so mit Radio Wuppertal?

00:01:09: Ja Radio Wippertal ist ja irgendwie die Stimme in Wuppertaal.

00:01:14: sie berichten ja über alles und man kriegt viel mit Und wer sie hört ist auf dem aktuellen Stand.

00:01:20: Sehr

00:01:21: gut, danke für das Lob!

00:01:23: Was erwarten Sie jetzt vom Elbertalk?

00:01:25: Ich hoffe dass wir die Arbeit der alten Feuerwache vielen Menschen näher bringen können.

00:01:31: Super

00:01:31: ich bin sehr gespannt was wir so erfahren werden über die so wichtige Arbeit was da passiert in der alten Feuervache.

00:01:37: dann starten wir in die Live Sendung Heute mit Baha Tshelik, Geschäftsführerin der Alten Feuerwache.

00:01:52: Schönen guten Tag!

00:01:52: Herzlich willkommen.

00:01:53: Hallo!

00:01:54: Wie warm ist denn bei Ihnen in der Feuerwuche?

00:01:56: Gefühlt vierzig Grad wie wir

00:01:59: alle haben uns erhebt

00:02:00: oder?

00:02:00: Ja.

00:02:00: So,

00:02:01: Geschäftswührerin der alten Feuerwacher was ist so das beste an Ihrem Job?

00:02:05: Das beste an meinen Job?

00:02:06: ja ich bin zwar Geschäftsführerin aber ich bin noch im Haus und kriege die Menschen die Kinder mit.

00:02:13: Und wer kommt da so in die alte Feuerwache?

00:02:15: Was machen die da jeden Tag, wer nutzt das Angebot?

00:02:18: und wie hat man hartschädig es geschafft von der Praktikantin zur Geschäftsführerin.

00:02:24: Darüber sprechen wir im Elber-Talk.

00:02:26: Wenn Sie neue Leute treffen auf einer Party oder so was sagen sie denen was sie beruflich machen?

00:02:34: Ja dass ich Pädagogin eigentlich bin, aber jetzt in der Geschäftsführung der alten Feuerwache arbeite.

00:02:42: Und ich bin dafür da, Menschen in unserem Stadtteil also im Micker-Quartier zu unterstützen und eine Hand zu reichen.

00:02:50: Jetzt

00:02:51: kennen ja viele das Gebäude.

00:02:52: Also man weiß, da ist diese ehemalige Feuerwche an der Garte.

00:02:56: Vielleicht waren sie auch welche im Obenerkino da?

00:02:59: Was sind denn so die Angebote jeden Tag?

00:03:01: Oh ganz viel!

00:03:02: Wir haben ganz viele Bereiche Jetzt im Haupthaus in der alten Feuerwache, da haben wir einmal den Kinder- und Jugendbereich.

00:03:11: Dann das Café Kinderwagen wo dann Kinder von null bis drei mit ihren Familien da sind ein ganz niederschwelliges Angebot mit Frühstück Und dann haben wir noch das Flüchtlingscafé.

00:03:26: Ach, ganz viele Bereiche.

00:03:28: Gucken

00:03:28: wir uns gleich genauer an und sprechen ein bisschen darüber.

00:03:31: Es gibt Angebote, da haben wir jetzt schon ein bisschen rausgehört vom Säugling bis zum Jugendlichen.

00:03:36: Warum ist denn dieser lange Zeitraum so wichtig?

00:03:39: Ja also unser Aufhänger ist ja die lückenlose biografische Begleitung, also Präventionsarbeit.

00:03:46: das heißt je früher wir anfangen Familien Kinder zur Unterstützung desto mehr stecken wir auch sie in ihrer Zukunft.

00:03:55: Unterschützten heißt, es sind Familien die haben gewisse Probleme.

00:03:59: Da kann man das so sagen?

00:04:00: Genau!

00:04:01: Die aus verschiedensten Lebenssituationen kommen aus schwierigen Familienverhältnissen, die Schwierigkeiten im Alltag haben auch da Unterstützung brauchen.

00:04:12: dann sind wir da und gucken je nachdem mit welcher Problemlage die kommen dass wir da quasi für die da sind.

00:04:21: Dazu muss man ja erst mal wissen, dass es Angebote gibt in der Altenfeuerwache?

00:04:25: Wie erfahren die Menschen davon?

00:04:27: Ja, erstens ganz viel über Mundpropaganda, muss ich sagen.

00:04:30: Die Feuerwache ist schon in unserem Quartier bekannt.

00:04:33: also uns gibts ja seit fünf dreißig Jahren und mit immer mehr wachsenden Projekte und Aufgaben, die wir uns auf die Fahne geschrieben haben und durch die Homepage, durch Social Media und auch die verschiedensten Einrichtungen Schulen, die machen viel auf uns aufmerksam.

00:04:55: Und ist das denn nur für Menschen aus dem Quartier?

00:04:58: oder dürfen auch andere Wuppertaler quatschen?

00:05:00: Selbstverständlich.

00:05:01: Es dürfen auch anderen uns besuchen, haben wir auch.

00:05:04: also Wir haben auch Kinder und Jugendliche die aus anderen Stadtteilen kommen und sind auch herzlich willkommen.

00:05:10: Aber überwiegend sind es meistens die kinder in aus dem quartieren.

00:05:13: Die Feuerwache is an der garte.

00:05:15: Das ist ja Also die hat jetzt ich sag mal so nicht unbedingt dass allerbeste Image.

00:05:19: So insgesamt die Garten warum ist das eigentlich so?

00:05:21: die

00:05:22: Elbefelder Nordstein also die garte Potenzial, aber auch besondere Herausforderungen.

00:05:27: Ja sehr

00:05:28: gut!

00:05:29: Das heißt eine sehr stark bebaute Gegend und auch viele Kinder- und Familien aus Armutsverhältnissen und deswegen ist umso wichtiger ist das dann der Träger also die alte Feuerwache da ist und quasi die Bedarfe dieser Menschen auffängt.

00:05:49: Und es ist gut dass die Feuerwach halt genau auch da ist?

00:05:53: Vor Ort?

00:05:53: Ja, weil erstens das Fußläufig erreichbar ist.

00:05:57: Also

00:05:57: d.h.,

00:05:58: da gibt es barrierefrei natürlich die Kinder und Familien können uns jederzeit erreichen.

00:06:06: Und wer die alte Feuerwache kennt, dann sieht auch das Mitten in der Garte.

00:06:13: Wir sind ja grün um Zäun quasi.

00:06:15: Dann noch so eine kleine grüne Oase.

00:06:18: Auch ein öffentlicher Spielplatz, das heißt auch Familien kommen so mit ihren Kindern dahin.

00:06:23: Auch abends ist da viel los auf unserem

00:06:25: Gelände.".

00:06:37: Sie sich noch an den ersten Tag da?

00:06:49: Ja, also ich kam in die Feuerwache und hatte... Da standen viele Kinder und Jugendliche, die dann wild gespielt haben.

00:06:57: Und auch die natürlich ... Den fällt natürlich auf wenn neue Personen dadurchs Haus laufen und ein sehr herzlicher Empfang vom gesamten Team.

00:07:08: Warum haben sie sich entschieden?

00:07:09: Ich möchte da unbedingt mal einen Praktikum machen!

00:07:12: Ich hatte tatsächlich meine Ausbildung angefangen, um ursprünglich im Kindergarten zu arbeiten.

00:07:18: Aber ich habe viele über die Feuerwache gehört und gelesen gehabt und ich fand es einfach interessant, die Entwicklung der Kinder zu sehen – überall die Jahre bis ins Jugendalter, bis zur Verselbständigung.

00:07:33: Praktikum dient ja auch dazu so ein bisschen sich zu orientieren.

00:07:35: was möchte man beruflich machen?

00:07:37: Das hat ja hundert Prozent funktioniert für ihn!

00:07:40: Genau.

00:07:40: Ich bin da geblieben, der Feuerwache treu gebliebend

00:07:44: als Erzieherin und Familienpädagogin.

00:07:46: was ist in ihrer Arbeit am wichtigsten?

00:07:49: Als Erziehrerin und Pädagogin ist meine Arbeit für mich am wichtigste natürlich die Kinder dort abzuholen wo ihre Bedarfe sind also sie Unterstützung brauchen.

00:08:01: das heißt

00:08:01: aber Sie müssen erst mal wissen was brauchen wir eigentlich

00:08:03: genau?

00:08:04: wie kriegen sie es raus

00:08:05: Das sieht man.

00:08:07: Es kriegt man

00:08:08: mit, also das kriegt ... Wir sind ja begleiten das Kind dann über mehrere Jahre täglich.

00:08:14: Also bis aufs Wochenende sind die quasi bis siebzehn- dreißig bei uns im Haus und durch ihr Verhalten, durch Beobachtungen viele Kinder sagen auch was sie brauchen.

00:08:27: Das kriegen wir einfach so mit.

00:08:31: Wir haben es gerade mal so angedacht.

00:08:32: Viele, also in Anführungszeichen-Problemenfälle im Haus krachts da nicht auch mal untereinander richtig?

00:08:38: Ja, das ist ziemlich laut bei uns in der Feuerwache.

00:08:41: Es kracht untereinandert die Kinder... ...es gibt immer wieder Streitsituation wo wir dann eingreifen.

00:08:49: aber die Kinder wissen auch schon okay jetzt gab's Streit, jetzt werden wir abgeholt, jetzt müssen wir ins Büro und dann wird darüber gesprochen.

00:08:56: Und

00:08:56: sind Sie denn da auch richtig streng?

00:08:58: Ja, müssen wir natürlich.

00:08:59: Also die Kinder wissen, dass wir da streng sind weil wenn alle Kinder jetzt anfangen würden sich da die ganze Zeit zu zoffen dann wird es schwierig.

00:09:10: und das ist quasi das was man in der Ausbildung lernt oder was jetzt.

00:09:14: Eltern sind ja quasi Laien in der Kindererziehung.

00:09:16: Die müssen einfach wissen wie sie einmal klarkommen.

00:09:17: Sie haben das richtig gelernt.

00:09:19: Wir haben es richtig gelernt, aber ich muss sagen, Theorienpraxis ist schon anders.

00:09:23: Also das ist nochmal wenn man dann in der Praxis ist hat man natürlich viel was man greift man viel was Man in der Ausbildung lernt Natürlich auf Aber Es Ist In der praxis Man Muss Individuell Auf Die Kinder Eingehen Man Muss Ja Gucken Warum Gabs Diesen Streit?

00:09:41: und Dann Handelt Man Auch Zwischendurch Intuitiv.

00:09:44: ja

00:09:45: Und Wann Haben Sie gemerkt?

00:09:46: Das ist Genau Der Job Den Ich Machen will.

00:09:48: Das habe ich gemerkt, als die ersten Kinder auch nach so Streit-Situationen wirklich eskalierende Situationen am nächsten Tag dann in der Einrichtung stand und gesagt haben danke dass du das ausgehalten hast.

00:10:03: Danke dass sich hier darf bleiben weiterhin bleiben darf.

00:10:06: Also sie sind schon auch bewusst, dass das ein großes Angebot ist für die?

00:10:09: Ja das wissen die.

00:10:10: Super!

00:10:11: Sie sind ja selber Mutter von zwei Kindern nutzen die das Angebot auch

00:10:15: der alten Feuerwache.

00:10:16: Also ich bin Ronstorberin, immer wieder sind sie mit in der Feuerwahre, insbesondere der kleine.

00:10:23: Der Kleine ist auch bei uns im Kulturkindergarten und er freut sich immer wenn ich ihn abholen sage wir gehen jetzt erstmal in die Feuerwuche.

00:10:32: Das heißt, die haben wir auf der Arbeit immer in der Nähe.

00:10:36: Ja das ist so praktisch als berufstätige Mutter in einem Bereich zu arbeiten wo man die Kinder mitnehmen kann.

00:10:44: Was machen sie am liebsten?

00:10:46: Die Kinder?

00:10:47: Ach ich, was ich am alle liebsten mache ist mich mit den Kindern zu unterhalten.

00:10:52: Also ich bin viel im Büro leider jetzt seit einem Jahr viel in Büro... Jetzt

00:10:56: als Geschäftsführerin sind

00:10:57: Sie vorhin über

00:10:58: ein etwa mehr als ein Jahr geworden genommen

00:10:59: und dann freue ich mich jedes Mal wenn ich mit den Kindern Kontakt aufnehmen kann.

00:11:04: mein Bürotür ist generell offen.

00:11:06: dann kommen die so selbstverständlich natürlich in meinem Büro und unterhalten sich mit mir.

00:11:10: also der Kontakt mit den kindern ist mehr Am liebsten.

00:11:13: Und wie ist der Umgang?

00:11:14: Sind Sie da die Frau Schelig oder sagen die Hallo Baha?

00:11:17: Baha, ja.

00:11:18: Klar!

00:11:19: Wir duzen uns, ja...

00:11:21: Zurück in die Live-Sendung.

00:11:23: Seit twenty-fünfundzwanzig sind sie jetzt Geschäftsführerin.

00:11:26: Wie war der Moment als Sie gefragt wurden?

00:11:30: Ich bin aufgestanden und habe erst mal meinen Händen über den Kopf überschlagen und gesagt, oh Gott, wie soll ich das machen?

00:11:38: Das war meine erste Reaktion.

00:11:40: Und für lange haben Sie dann überlegt.

00:11:42: Ähm, ein Tag.

00:11:43: Also ich musste natürlich das auch mit meinem Mann einmal absprechen.

00:11:47: einen Tag weil mir war es sehr wichtig dass die alte Feuerwache noch mal weiterhin von jemanden geleitet wird geführt wird der die DNA von der alten Feuerwaffe kennt die Philosophie.

00:11:59: Das

00:11:59: heißt nicht dass jemand von außen kommt der zwar den Job kann aber sie das ganze ganze Team gar nicht kennt und so

00:12:03: Genau.

00:12:04: Ja

00:12:05: Und jetzt ist es etwas mehr als ein Jahr her.

00:12:08: wie fühlt es sich jetzt an?

00:12:10: Etwas sicherer.

00:12:12: Also ich fühle mich etwas sicherer als vor einem Jahr, aber wenn Sie mich fragen sind sie jetzt soweit?

00:12:19: Haben sie jetzt alles gelernt?

00:12:20: Nein das nicht!

00:12:21: Aber ich fühl mich... habe schon viele Erfahrungen in diesem einen Jahr gemacht wirklich viel gewachsen und ich weiß dass das weiter noch lange dauern wird und ich noch viele Erfahrung sammeln werde.

00:12:33: Es macht mir auch unheimlich viel Spaß, diese Erfahrung zu machen.

00:12:37: Jetzt heißt ja Chefin auch sie sind nicht mehr so viel im Alltagsgeschäft sondern auch viel dann im Büro wo man Sachen koordinieren muss.

00:12:45: Wie schlimm ist das?

00:12:46: Schlimm.

00:12:47: Aber es muss so sein, ich hatte mir am Anfang vorgenommen du gehst jetzt in jede Teamsitzung weiterhin rein bleibst im Namen Kontakt mit dem Team und bist immer präsent im Team.

00:12:58: aber so ist das einfach nicht.

00:12:59: Das kriege ich nicht alles unter einem Hut.

00:13:02: Ich versuche natürlich immer wieder Kontakt aufzunehmen Themen in allen Bereichen auf dem neuesten Stand zu sein, das schaffe ich nicht.

00:13:11: Wie war das überhaupt auch für das Team wenn jemand von ihnen jetzt ja die Chefin dann ist?

00:13:18: Also ich habe viel Unterstützung bekommen, auch von Kollegen die auch älter als ich sind oder auch länger als ich da sind.

00:13:28: Habe ich viele Unterstützung bekommen und auch viel Zumut Motivation, das hat mir schon Rückendeckung gegeben.

00:13:35: Und es ist ja ein relativ großes Team, wie viele Menschen sind da?

00:13:38: Also insgesamt um die fünfzig Mitarbeiter

00:13:42: und da sind sie aber der Boss.

00:13:43: also wenn Sachen entschieden werden müssen am Ende dann sind Sie das

00:13:46: Da bin ich die Entscheidungsträgerin genau und

00:13:50: man nennt das Entscheidungsträgerin

00:13:53: Genau.

00:13:53: wir versuchen natürlich viel im team zu besprechen besprechen und Es gibt auch teamentscheidungen Aber letztendlich Da entscheide ich am Ende.

00:14:03: Und was sind Sie denn für eine Chefin?

00:14:05: Sind sie da genauso streng wie mit den Kindern in der alten Feuerwache?

00:14:09: Tatsächlich nicht, bei den Kindern bin ich strenger.

00:14:14: Bei meinem Team versuche es immer abzuholen.

00:14:16: also wir versuchen... Wir haben da eine sehr schöne Teamkultur, Gesprächskultur, eine sehr offene Gesprächs-Kultur und nein dann bin ich nicht streng.

00:14:25: Vielleicht müsste sich an einer oder anderen Stelle strengger werden Und ich versuch das noch ein bisschen mit Humor, sag' ich zwischendurch.

00:14:33: Noch rüberzubringen aber wenn's drauf ankommt bin ich auch streng.

00:14:36: So!

00:14:36: Das ist ja auch der Job der Chefin.

00:14:38: dafür hat man sie ja zur Chefin gemacht.

00:14:40: Wir spielen gleich noch ihr Lieblingslied.

00:14:42: Baha Czelik ist heute bei uns die Leiterin der Alten Feuerwache.

00:14:45: Wenn jetzt bei euch im Radio Musik läuft dann reden wir hier weiter.

00:14:48: Mich interessiert zum Beispiel wie Sie das mit den vielen Schicksalen machen Die sie da jeden Tag sehen wenn Kinder aus schwierigen Verhältnissen zu entkommen?

00:14:56: Dass heut ihr dann im Elbertalk Podcast.

00:14:58: einfach abonnieren in jeder Podcast-App.

00:15:01: Weiter geht's im Podcast, ja wie gesagt Sie sehen ja viele Probleme, Problemfälle auch?

00:15:07: Wie machen sie das, dass sie das nicht mit nach Hause nehmen?

00:15:10: Es ist nicht einfach das Nicht mit nachhause zu nehmen weil wir sind alle Menschen und vor allem sind wir alle soziale Menschen haben Empathie.

00:15:19: Wir versuchen natürlich viel im Team aufzuarbeiten sehr viele Teambesprechungen, sehr viele Fallbesprechung und auch Einzelgespräche mit Kolleginnen und Kollegen.

00:15:32: Und Supervisionen?

00:15:35: Sonst würden wir die vielen schwierigen Fälle, also die Geschichten der Familien und der Kinder nicht so gut unterstützen können und helfen können wenn wir da nicht untereinander einen guten Austausch sind und auch Unterstützung von außen wie zum Beispiel einer Supervisorin bekommen.

00:15:53: Und können Sie dann nach der Arbeit abschalten?

00:15:55: Ich persönlich nicht, immer noch nicht in all den Jahren.

00:15:59: Es kommt darauf an welche Geschichte das Kind mitbringt.

00:16:04: Aber ich

00:16:05: bin auch d'accord damit weil ich zu Hause in einer ruhigen Minute genau darüber nachdenken kann und mich selber reflektiere und gucke was könnte man machen wo könnte man sich Unterstützung holen?

00:16:20: Aber für viele jungen Kolleginnen ist das natürlich eine Belastung, wenn sie das mit nach Hause nehmen.

00:16:25: Und wo merken Sie denn auf Ihre Arbeit?

00:16:27: Oh da war mir jetzt aber erfolgreich!

00:16:30: Erstens bei mir.

00:16:31: die Familien uns das zurück melden natürlich oder am Kind selber.

00:16:35: Wenn das Kind wieder aufblüht... ...wenn das Kind regelmäßig da ist, wenn das Kind Vertrauen zu uns gefunden hat und über alles spricht Das ist ja schon ein Erfolg weil nicht jedes Kind redet über Probleme.

00:16:46: Schon gar nicht über Probleme Zuhause.

00:16:49: Wenn wir so eine gute Beziehung zu dem Kind aufgebaut haben, sodass es uns vertrauen kann.

00:16:54: Das ist ein Riesenerfolg für uns.

00:16:55: Und wenn's da Probleme zu Hause gibt?

00:16:57: Nehmen Sie dann auch Kontakt auf zu dem Zuhause oder bleibt das exklusiv an dem Kind bei Ihnen?

00:17:03: Nein!

00:17:03: Wir haben regelmäßigen Kontakt zur Familien.

00:17:06: Wir haben wie gesagt mehrere Bereichen in den einen Bereich mehr und in den anderen Bereichen weniger.

00:17:11: Der Kontakt zu den Familien besteht immer.

00:17:14: Unser erster, also der erste Impuls ist immer Kontakt zu die Familien aufzunehmen weil Wir können Stabilität in der Feuerwache bieten, aber die Stabilkeit zu Hause.

00:17:23: Damit brauchen wir die Eltern im Boot und da müssen wir sie

00:17:27: mitnehmen.".

00:17:28: Jetzt sind Sie als Chefin haben sich ja noch mehr Verantwortung auch über das Team?

00:17:33: Wie kommen Sie damit klar?

00:17:37: auch nicht einfach einmal die Verantwortung über die Kinder und den Jugendlichen im Haus.

00:17:42: Und dann über das Team, ja ich versuche immer wieder ein offenes Ohr zu haben.

00:17:48: Meine Tür ist wie gesagt immer offen.

00:17:51: Ich versuche team Tage mit einzubeziehen.

00:17:54: Ich versuch auf Wünsche mit einzugehen.

00:17:56: Ich Versuche wenn es irgendwie Probleme gibt Wie sie schon als Beispiel genannt haben dass die Mitarbeiter da Fälle mit nach Hause nehmen auch da nochmal Wege zu finden, aber es ist nicht einfach.

00:18:11: Aber was ich so rausgehört habe, einfach miteinander reden, das ist glaube ich da sehr wichtig oder?

00:18:15: Genau!

00:18:16: Also reden... Das bitte, das sage ich auch immer meinen Team bitte.

00:18:19: also ich bitte die mein Team immer darüber offen Dinge anzusprechen sonst weiß ich nicht stimmt da irgendwas nicht?

00:18:26: das krieg' ich halt nicht mit wenn da irgendwie irgendwas im Magen ist.

00:18:31: und deswegen ist meine große Bitte immer, dass die mich offen ansprechen.

00:18:35: Das können wir glaube ich grundsätzlich alle mal mitnehmen oder vielmehr miteinander reden auch Probleme quasi offen ansprechend.

00:18:41: nur dann kann man die ja lösen

00:18:42: Genau!

00:18:43: Dann kann man sie lösen, dann kann Man zusammen gucken was man vielleicht ändern könnte.

00:18:49: So wie wir den Kindern unterstützen, müssen wir auch natürlich gucken dass wir uns gegenseitig unterstützen.

00:18:55: Und gab es eigentlich eine Sache die Sie sich ganz anders vorgestellt hatten vorher als Rolle der Geschäftsführerin?

00:19:01: Ja tatsächlich wusste ich ja immer das krieg man auch als Pädagogin mit, dass die strukturellen Mittel nicht ausreichen...

00:19:10: Also Geld?

00:19:11: ne?

00:19:11: Genau!

00:19:13: Die Finanzen das ist ein großer Brocken ist, dass man da wirklich immer wieder mal an den Punkt der Verzweiflung kommt.

00:19:22: Wenn man so bewährte Projekte hat die sich an dem Bedarfen der Kinder orientieren es dann aber an den Mitteln fehlend und daran scheitert das wusste ich Aber jetzt erlebe ich noch einmal konkret wie schwierig da ist Mittel zu finden um Kinder und Jugendliche noch mehr irgendwie aufzufangen, die Problemlagen noch mehr aufzufahren.

00:19:46: Wie gehen zurück in die Live-Sendung?

00:19:47: Und meine Gäste dürfen sich ja immer ein Lied wünschen, einen Song mitbringen.

00:19:51: bei ihnen ist es We Will Rock You von Queen.

00:19:55: Warum?

00:19:56: Ja, das Lied erinnert mich an meine Anfänge in der alten Feuerwache.

00:20:00: Wir haben täglich um drei Uhr den sogenannten Drei-Uhr-Kreis wo die Kinder im gesamten Haus einmal zusammenkommen unten in der offenen Tür und die Angebote besprochen werden.

00:20:12: Und das war dann so quasi unser Startlied.

00:20:15: wir haben mit diesem diesen Song, der ist unkomponiert worden von einer Kollegin damals Das alte Feuerwachen-Lied.

00:20:24: Deshalb verwinne ich das gerade mit Beagle Rock U. War da mein Wunschlied?

00:20:30: Und verraten Sie uns, welchen Text sie darauf gemacht gesungen haben?

00:20:35: Also der Refrohr ging wirklich alte Feuerwache, wache, alte Feuer-Wache...

00:20:41: Sie haben den jetzt auch immer noch im Kopf wenn er läuft also den Text.

00:20:45: Dann machen wir das mal!

00:20:46: We Will Rock You von Queen.

00:20:58: Habt ihr auch mitgesungen?

00:20:59: Den neuen Text, alte Feuerwache.

00:21:02: Schelig ist heute bei uns die Geschäftsführerin der alten Feuerwche.

00:21:05: Wir haben schon ein bisschen über die Angebote gesprochen oder das angedeutet lassen und sagen vielleicht noch mal so ein bisschen reingehen.

00:21:11: Zum Beispiel haben Sie gerade das Kaffee-Kinderwagen einmal angesprochen.

00:21:14: was ist das für eine Angebot?

00:21:16: Ja das gehört mit zu den frühen Hilfen.

00:21:18: wir haben Familienhebammen die im Kaffeekinderwagen dreimal die Woche die Familie braten.

00:21:25: Das ist ein kostenloses niederschwelliges Angebot.

00:21:29: Da können Schwangere hin, da können Väter mit Kindern hin bis zum dritten Lebensjahr.

00:21:34: Und warum ist das so wichtig?

00:21:36: Weil das einfach auch wieder sehr fußläufig erreichbar ist also dass es dann auf der Garte die Familien kommen und Es sind tatsächlich nicht nur Familien aus dem Quartier.

00:21:48: Das ist zum Beispiel ein Beispiel, wo ich sage das ist ganz wuppertal.

00:21:51: Da kommen aus den verschiedensten Stadtteilen die Familien zu uns in die Feuerwachen, die sich connecten, die sie gegenseitig austauschen.

00:21:59: Da gibt es auch Kleidertausch und das ist genau das was wir wollen dieses Netzwerken unter den Familien.

00:22:06: Also

00:22:06: das ist ja sehr schön dass da geht er sogar noch weiter als nur eigentlich ihr Angebot.

00:22:09: wie gehen dahin und treffen da die Profis?

00:22:11: Genau!

00:22:13: Einfach Networking unter den Familien.

00:22:16: Mittagstisch gibt es auch noch in der Altenfeuerwache, für wen ist das?

00:22:20: Genau!

00:22:21: Das ist so eins der wichtigen Bausteine der alten Feuerwache.

00:22:25: Der mittagstich findet täglich da, also Montags bis Freitags.

00:22:29: Das Brot nur auf Spenden... Also für viele Kinder aus der alten Feuerwache ist das die einzige warme Mahlzeit, die sie bekommen.

00:22:36: Und

00:22:36: das müsst ihr euch mal überlegen?

00:22:37: Das schon wirklich auch krass oder?

00:22:39: Ja also wenn man das so hört vielen Menschen ist es gar nicht so bewusst.

00:22:44: und da ist das Thema Kinderarmut.

00:22:46: nochmal wollte ich dann noch einmal betonen dass es Kinder gibt die keine warme Malzeiten bekommen oder die frisch gekochtes Essen die gar nicht kennen.

00:22:57: Wir haben eine Köchin- und eine Hilfskraft die täglich frisch kochen dass die Kinder, also es riecht schon wenn man ins Haus kommt und die Kinder haben einen Ansprechpartner so familienähnlich dann halt.

00:23:08: Und was gibt's da?

00:23:09: Da gibts jeden Tag Promis und Nudeln.

00:23:11: Nein!

00:23:12: Es gibt feste Tage natürlich wo auch Nudeltag, Eintopf und Suppentag und Fischtag aber... ganz verschiedene Gerichte, wo die Kinder auch nicht immer mit glücklich sind.

00:23:25: Insbesondere wenn es Eintopf gibt.

00:23:27: aber unsere Köchin besteht darauf, die nicht zu purieren.

00:23:30: Sie sagt ich püriere den einfach.

00:23:32: Ich püliere die Suppe nicht!

00:23:33: Die Kinder sollen sehen was sie essen.

00:23:37: Wie ist ja so die Stimmung bei diesem Mittagstisch?

00:23:39: Ach das ist... Es gibt Gruppen.

00:23:41: Da essen die Kinder in Gruppen an einem großen Ess-Tisch.

00:23:45: An dem Tisch wird dann über den Tag gesprochen, die kommen nach der Schule zu uns und berichten über den tag wie es in der Schule war.

00:23:52: So kann man sich vorstellen wie abends wenn man am Tisch mit der Familie sitzt.

00:23:57: Wir haben auch eine Cafeterie wo die Kinder sitzen und Mittagessen.

00:24:02: Das ist der Punkt wo die Erwachsenen zur Ruhe kommen und sich unterhalten können.

00:24:08: Die erwachsen essen meistens ein Häbchen mit Einfach eine schöne Atmosphäre.

00:24:14: Jetzt haben Sie gerade gesagt, die Kinder sollen sehen was da im Eintopf ist?

00:24:17: Es wird nicht püriert.

00:24:18: Da ist ja möglicherweise Gemüse drin.

00:24:20: Gute Stichwürde!

00:24:20: Es gibt doch ein Gemüsekarten.

00:24:23: Was macht der denn da?

00:24:24: Ach der Nutzgarten, der ist hier oben auf der Nordbandrasse und da sind.

00:24:29: die Kinder gehen da immer wieder regelmäßig hin und können da Gemüseinpflanzen und auch wieder ernten.

00:24:38: Und das bringen die dann runter mit in den Mittagstich, also unsere Küchen verwertet das dann.

00:24:43: Richtig

00:24:44: gut oder?

00:24:44: Ja!

00:24:45: Das ist toll.

00:24:45: als wir damals gestartet haben, waren wir alle total happy darüber dass es überhaupt geklappt hat.

00:24:53: Da können jetzt seitdem wie den Nutzgarten da oben haben... Also das ist ja nicht nur Gemüse einbauen und ernten sondern auch die Kinder spielen hier auch da oben im Nutzkarten

00:25:05: Also quasi ein Multifunktionsnutzgarten, wie schön.

00:25:08: Und

00:25:08: gerade bei uns hier in der Mirke-Quartier ist das nochmal so eine kleine grüne Oase.

00:25:14: Kurz

00:25:14: für den Podcast exklusiv gefragt die Feuerwache Das Gebäude an sich.

00:25:18: merken Sie da noch dass da mal ne Feuerwehr drin war?

00:25:21: Ja wir haben die Wagenhallen noch Wir haben die großen Türen Die großen Grünentüren und wir haben ja den Turm.

00:25:30: Und in den Turmen haben wir, also da ist auch ein Sandraum mit einem Turm wo die Kinder durchklettern können.

00:25:36: Also nachgebildet sozusagen im Kleinen?

00:25:38: Ja super!

00:25:39: Wie zufrieden sind Sie damit der Unterbringung so allgemein?

00:25:43: In der alten Feuerwehrwache.

00:25:44: Ach das ist schön, ich finde das Gebäude an sich und den Flair im Haus wunderschön.

00:25:50: Wenn ich da reinkomme zum Beispiel nach meiner Elternzeit als ich wieder im Gebäud war Zuhause ankommen.

00:25:56: Also der Geruch ist anders, ich finde es sehr als positiv.

00:26:00: den Geruch Es sind diese großen Türen, das den Turm.

00:26:05: Wir haben auch einen Innenhof.

00:26:06: Ich find' das sehr schön.

00:26:08: Das hat noch mal was anderes

00:26:09: Wenn ihr ihn noch nie drinnen wart.

00:26:10: man kann ja da auch Räume mieten zum Beispiel Was für was?

00:26:15: Für ganz viele Zwecke kann man die mieten Man kann ganz normal Parties da Feiern.

00:26:23: Die wird auch für Workshops Seminare gemietet und wir haben das neue Café, also das Café ist zu alt aber neu noch mal hergerichtet.

00:26:32: und da es ist besonders schön zu feiern.

00:26:34: gerade die Anfragen sind immer höher geworden.

00:26:38: Das

00:26:38: heißt aber die Räume werden dann genutzt?

00:26:40: Die werden genutst und das Geld der Miete wird natürlich nochmal für unseren pädagogischen Bereich kommt das zugute.

00:26:47: Und wir haben es gerade kurz angedeutet.

00:26:49: Es gibt den Erlebnisraum, das ist quasi so ein Indoor-Spielplatz.

00:26:53: Genau!

00:26:53: Richtig

00:26:53: mit Sand?

00:26:54: Mit Sand wie auf dem Spielplatz mit Rutsche und Klettermöglichkeiten.

00:27:01: Das wird auch vom Kindergeburtstag sehr gerne gesehen.

00:27:04: Aha man kann in der Altenfeuerwache Kindergeburtsag feiern.

00:27:06: Guter Tipp ja.

00:27:07: Ja

00:27:07: das ist viele kennen die alte Feuerwache durch den Erlebnissraum.

00:27:12: Ich habe mir eine Kollegin heute noch darüber gesprochen, die hat gesagt ich war da ein paar Mal mit den Kindern Geburtstag feiern.

00:27:17: Das stimmt.

00:27:19: Wie kommt der an bei den Kindern, dieser Indoor-Spielplatz?

00:27:22: Wie draußen nur drinnen halt!

00:27:23: Und bei dem Wetter gerade ist das ein Segen.

00:27:27: Es ist so schön kühl da drin.

00:27:29: die Kinder lieben es darin zu spielen auch mein Kind übrigens.

00:27:33: Infos

00:27:33: findet ihr auf der Homepage Der Alten Feuerwache.

00:27:36: Da gibt's auch Fotos von den Räumen.

00:27:38: einfach da mal nachgucken.

00:27:40: Wir gehen zurück in die Live Sendung.

00:27:41: Die Frage ist ja, wie finanziert sich eigentlich die alte Feuerwache?

00:27:45: Ihre Arbeit.

00:27:46: Wir haben natürlich strukturelle Mittel also städtische Mittel.

00:27:51: wir haben Bundesmittel aber auch viele Projekte, die durch Stiftungen finanzieren werden und Fördermittel, die wir dann jährlich beantragen.

00:28:01: Also wenn Sie mich jetzt fragen würden was ist Ihr Hauptshop mein Hauptstadt?

00:28:05: es ist gerade irgendwie Gelder für unsere Projekten zu akquirieren.

00:28:08: Und

00:28:08: wie erfolgreich sind sie denn da?

00:28:10: Also die Feuerwache hat tatsächlich einen sehr guten Ruf.

00:28:14: Das heißt, erfolgreich sind wir schon.

00:28:17: aber man muss sich irgendwie immer wieder auch neu beweisen und immer noch mal zeigen wie wichtig unsere Arbeit ist um welche Kinder und Jugendliche Familien in der Einrichtung haben warum diese Projekte sehr wichtig für diese Familien sind.

00:28:35: Und wichtig sind ja auch die Ehrenamblichen, weil erst mal kosten die kein Geld helfen.

00:28:39: Aber trotzdem wie wichtig sind sie denn?

00:28:42: Sehr wichtig!

00:28:42: Also die sind in uns Alltag unterstützen die uns in vielen Bereichen in der Hausaufgabenbetreuung zum Beispiel da haben wir Keine hauptamtlichen Kräfte, auch keine Mittel, das mit Personal zu finanzieren.

00:28:56: Da unterstützen die uns und beim Mittagessen unterstützen sie uns in der Küche.

00:29:01: Wir haben viele Helfer, die im Nutzgarten sind, weil der Bereich ist gar nicht finanziert zum Beispiel.

00:29:08: Das heißt, dass wir viele Ehrenamtliche haben, versuchen den Nutzgaarden auf dem Vordermann immer zu bringen.

00:29:16: Und was motiviert die Ehrenamblichen damit zu machen?

00:29:20: Die Kinder, die Jugendliche wollen helfen.

00:29:24: Sie wollen Kindern und Jugendlichen eine Hand reichen.

00:29:26: Und dann finde ich, dass wir ein sehr aufgeschlossenes Team haben.

00:29:31: Also Wertschätzung ist schon sehr wichtig, weil sie machen das in ihrer Freizeit.

00:29:37: Das heißt, wir haben auch da immer wieder, kommen wir ins Gespräch, in Gespräche ... Ich denke einfach etwas Gutes zu tun!

00:29:45: Das

00:29:45: tut einem selbst dann ja auch ganz gut, oder?

00:29:47: Ja.

00:29:47: Natürlich!

00:29:48: Und es heißt ja immer, Wuppertal sei so gut in Sachen Ehrenamt.

00:29:51: Das läuft hier so gut.

00:29:52: Merken Sie das?

00:29:53: Auf jeden Fall.

00:29:54: Also bürgerliches Engagement.

00:29:56: Das spüre ich gerade bei uns im Mirker-Quartier und sehe das sehr oft also... Gerade in unserem Haus, aber auch wie gesagt im Nutzgarten.

00:30:08: Auch mit Menschen die dann begrünen und auch die Straßen sauber halten.

00:30:14: das bürgerliche Argentinium war gerade bei uns in Belka-Quartier da kann ich was zu sagen ist sehr groß.

00:30:19: Und wer sind also die Ehrenamtlichen?

00:30:21: Kann man das so grob sagen?

00:30:23: Einfach Menschen, die in der Umgebung wohnen.

00:30:26: Also Berufstätige Rentner, Rentnerinnen

00:30:28: oder... Rentner!

00:30:29: Also überwiegend Rentner berufstätig.

00:30:33: Auch wir haben auch Social Days, wo die uns da auch unterstützen.

00:30:37: Aber die Ehrenamtler sind natürlich überwiegend Rentner.

00:30:40: Wie gesagt, ehrenamt heißt ja mal macht das für die Ehre bekommt kein Geld.

00:30:44: wie können sie die motivieren zu ihnen zu kommen?

00:30:48: Ich glaube wenn die schon in die pädagogische Arbeit mit einbezogen werden Wenn die sehen was die für Erfolge bei den Kindern haben.

00:30:56: Das ist schon eine große Motivation.

00:30:59: Wir Pädagogen, also wie alle aber auch die Ehrenamtler sehen ja, wie die Kinder unsere Hilfe annehmen.

00:31:06: Wie bedürftig sie sind und was wir Entwicklungen die Kinder machen.

00:31:10: Und das ist schon ... Wir haben Ehrenamter, die wirklich seit Jahren dabei sind.

00:31:14: Das ist das, was die glaub ich an dem Haus hält.

00:31:17: Werden Sie von ihnen ein bisschen eingearbeitet oder sind die völlig leihen?

00:31:21: Nein,

00:31:21: die werden natürlich eingearbeitete.

00:31:23: Wir können nicht jeden annehmen, wir gucken natürlich.

00:31:27: zum Beispiel ein erweitertes Führungszeugnis.

00:31:29: Viele kommen auch durch Bekannte, ein Arbeit muss sein.

00:31:33: also die sind auch nicht völlig auf sich alleine gestellt.

00:31:36: da ist meistens immer einen Hauptamtler mit dabei.

00:31:42: Was melden sie zurück?

00:31:42: Wie ist für Sie die Arbeit, die Ihren Amtler in der allen Feuerwache?

00:31:46: Es gibt schon die Rückmeldung, dass die Kinder anstrengend sind.

00:31:49: Gerade wenn es um Hausaufgaben geht ... Dass das nicht immer reibungslos läuft?

00:31:55: Dass sich die Kinder auch manchmal verweigern oder wenn die Termine absprechen, weil die eine Klassenarbeit schreiben, dass sie dann plötzlich nicht da sind aber der Ehrenamtler sitzt dann da und ... Das ist nicht immer sehr schön diese Situation.

00:32:09: Aber auch da haben wir Ehrenamter Familienhintergründe, die Geschichte, die Hintergründe kennen und dann auch mit Verständnis daran gehen.

00:32:20: Schön, dass Sie uns heute mitgenommen haben in Ihrer Arbeit.

00:32:23: In der alten Feuerwache!

00:32:25: Der Elba Talk – heute mit Bahar Caelig, der Geschäftsführerin – abonniert den ElbaTalk als Podcast.

00:32:31: Da sprechen wir über viele Dinge die wir hier in der Live-Sendung nicht mehr geschafft haben zeitlich.

00:32:36: Findet Ihr in jeder Podcast App?

00:32:38: Danke, dass sie da waren heute.

00:32:39: Und danke,

00:32:39: dass ich da sein durfte.

00:32:40: Noch kurz für den Podcast das war's…der Elbatalk.

00:32:44: Wie war es?

00:32:45: Aufregend wirklich sehr aufregend.

00:32:48: Den ganzen Tag aufgeregt hin und her gelaufen muss ich sagen.

00:32:52: Viele die Kollegen, die dann mich so erlebt haben gesagt haben jetzt beruhigt dich du schaffst das schon aber Ich muss sagen dass es eine wundervolle Atmosphäre hier im studio.

00:33:01: Sie haben mich da wirklich sehr gut abgeholt.

00:33:03: Danke,

00:33:04: ja!

00:33:04: Ja an die Kollegen sie hat es geschafft.

00:33:07: Ich war super spannend.

00:33:08: wir haben so viel erfahren über die alte Feuerwache was viele vielleicht noch gar nicht wussten.

00:33:11: das ist eine tolle so eine wichtige Arbeit ist die sie machen.

00:33:14: das haben wir glaube ich sehr gut hinbekommen.

00:33:17: würden sie den Elbertalk weiter empfehlen?

00:33:19: Ja natürlich also der elbertalk.

00:33:22: er erreicht ja so viele Menschen hier in Wuppertal und sie haben ja viele Gäste die aus verschiedensten Bereichen kommen sich empfangen, aber auch hier schon wirklich motiviert und dass ich das schon schaffe.

00:33:37: Und bei einem alles sehr angenehm.

00:33:39: Habt ihr

00:33:40: auch funktioniert?

00:33:40: Genau!

00:33:41: So wo geht es für Sie als nächstes jetzt hin?

00:33:43: Erst mal nach Hause zu meiner Familie.

00:33:46: Dann wünschen wir

00:33:46: da ein schönes Wochenende.

00:33:47: Dankeschön.

00:33:48: Leben so.

00:33:49: Der Elbertalk ist eine Sendung von Radio Wuppertal, jeden Freitag um fünfzehn Uhr live aus unserem Sendestudio in der alten Elbarfabrik in Wupperteil-Elberfeld.

00:33:59: Wir wiederholen die Sendungen sonntags um zwölf Uhr und jeden Montag um achtzehn uhr!

00:34:04: Den kompletten Mitschnitt inklusive Bundesmaterial findet ihr in unserer Mediathek auf radiowuppertall.de und als Podcast in jedem Podcastplayer.

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