Farbe, Sauna und 60 Bücher: Illustratorin Ulrike Möltgen

Shownotes

Illustratorin Ulrike Möltgen spricht mit uns über ihren Werdegang: Schwierige Grundschulzeit, Studium bei Wolf Erlbruch, Nebenjob im Trickfilm-Atelier bis zur Buch-Illustratorin. Sie erzählt von ihrem analogen Arbeitsprozess mit Ölfarben, Kreiden und Collagen, den sie digital zusammenfügt, sowie von ihrer kreativen Methode, Ideen oft in der Sauna oder beim Spazierengehen zu entwickeln. Aktuell erscheinen von ihr die Bücher "An Großvaters Hand", "Vorfreude auf Weihnachten" und "Runa und die Nebelwanderer". Das Gespräch zeigt eine erfahrene Künstlerin, die nach über 60 Büchern gelassen, reflektiert und mit viel Liebe zum Detail über ihr Handwerk spricht.

Transkript anzeigen

00:00:00: Im Elba-Tonk heute Illustratorin Ulrike Möltgen.

00:00:03: Herzlich willkommen!

00:00:04: Ja, hallo!

00:00:05: Bevor

00:00:05: es losgeht in die Live Sendung, kurz checken wie war deine Woche?

00:00:10: Meine Woche?

00:00:10: Ah eigentlich ganz entspannt.

00:00:12: also ich habe im Moment kein aktuelles Buch und dadurch kann ich mehr mit dem Hund spazieren gehen.

00:00:17: Ich genieße den Regen.

00:00:23: Was riecht das auch sofort?

00:00:25: Das riech total würzig und ist wunderbar mit dem Regen.

00:00:29: Richtig schön, wo kommst du jetzt gerade her?

00:00:31: Von zu Hause!

00:00:33: Und was verbindest du mit Radio

00:00:37: Wuppertal?

00:00:38: Vor allem hat ich mich gefreut dass ihr bei dem Hochwasser die Einzigen gesendet haben.

00:00:49: Ja

00:00:50: vor fünf Jahren, als das Wuppa-Hochwasser kam haben wir die Nacht durchgesendet.

00:00:53: Bis quasi der Strom war weg bis dann auch unser Notstromaggregat zu Ende war.

00:00:57: Solange konnten wir senden und die Stadt auch warnen, haben dafür zum Beispiel auch den deutschen Radiopreis dann bekommen?

00:01:04: So mit welchem Gefühl gehst du in den Elba Talk?

00:01:08: Ja, ein bisschen aufgeregt ist mein Mann.

00:01:10: Kann aber nichts passieren!

00:01:11: Aber

00:01:11: ja, wir gucken alles gut.

00:01:13: Ich bin auch sehr gespannt was wir erfahren über das Leben und den Job als Illustratorin.

00:01:17: der Elba Talk is das ausführliche Interview bei Radio Wuppertal jeden Freitag um fünfzehn Uhr live aus unserem Studio in der alten Elba Fabrik in Wupperteile-Elbafeld Und eben hier als Podcast mit exklusiven Podcast Bonusfragen für die in der Live Sendung keine Zeit mehr war.

00:01:34: Ich bin Michael Brockhort, dann starten wir die Live-Sendung.

00:01:43: Das ist unser großes Interview

00:01:45: zum Start ins Wochenende!

00:01:46: Heute ist mein Gast Illustraturin Ulrike Möldken.

00:01:49: Hallo herzlich willkommen.

00:01:50: wie schön dass du da bist.

00:01:51: Ja hallo Was

00:01:52: ist das letzte was Du gemalt hast?

00:01:54: Ähm...das war glaube ich ein Karton für die WZ.

00:01:58: Okay Wie

00:01:59: würdest Du so Deinen Stil beschreiben?

00:02:02: Ah, der Stil!

00:02:03: Ja das ist sehr unterschiedlich.

00:02:05: Also wenn man die drei Bücher nimmt, die ich dieses Jahr gemacht habe sind eigentlich alle drei in einem anderen Stil.

00:02:11: Das ist aber immer schön für mich und auch spannend also immer anders zu arbeiten.

00:02:16: Es ist ja nicht so eine klassische ganz einfache Kinderbebilderung sondern richtig ein bisschen aufwändig auch?

00:02:25: Also, ich hab ja früher angefangen mit dem Mondbär.

00:02:28: Ich weiß nicht, ob das jemand noch was sagt?

00:02:30: Ja, eine Fernsehserie.

00:02:32: Genau!

00:02:33: Und da war das so, dass es immer gleich war und ich genau wusste worauf es hinausläuft.

00:02:40: Nach einer Zeit habe ich mich dann aber auch nach etwas Spannenderem gesehen also eben nicht genau zu wissen wo ich lande.

00:02:47: Nimm uns mal mit, wo gehst du hin zum Arbeiten?

00:02:50: Ich arbeite in meiner Wohnung.

00:02:51: die ist groß Und früher habe ich größer gearbeitet, auf riesen Formaten.

00:02:58: Da musste die ganze Wohnung herhalten sozusagen aber jetzt arbeite ich kleiner weil das auch für den Rücken langsam wirklich wehtut wenn man immer knien muss und so weiter.

00:03:09: Ja, ich hab ein Arbeitszimmer eigentlich und da arbeite Ich

00:03:12: also gar nicht so ein klassisches Künstlerinnen-Atelier sondern einfach in der Arbeit.

00:03:16: Ja oder kann ich zwischendurch die Wäsche auffängen und dann weiter arbeiten?

00:03:19: Das ist ganz gut!

00:03:20: Wie geht das technisch?

00:03:21: Auf was malst du

00:03:23: Ich ... auf was?

00:03:25: Ach so, ja.

00:03:26: Auf Papier und Pappe mit unterschiedlichen Materialien.

00:03:30: Und das kenne ich dann immer ein.

00:03:33: Und setz das am Computer meistens zusammen.

00:03:36: Also es ist so, dass ich alles mit der Hand arbeite nicht am Tablett oder so.

00:03:42: Dann füge ich im Rechner alles zusammen.

00:03:44: Manchmal muss ich einen Kopf riesengroß meinen Ganz klein, aber ich muss ihn größer malen damit er so wird wie ich mir das vorstelle und dann setze sich das im Rechner zusammen.

00:03:53: Und

00:03:54: wie aufwendig ist das oder?

00:03:55: Wie lange brauchst du für einen Bild für ein Kinderbuch?

00:03:58: Ja es kommt drauf an.

00:03:59: also wenn ich weiß wie ich's machen will, wenn ich sozusagen weiß wie der Stil sein soll, dann geht das schon so dass ich am Tag ein Bild mache vielleicht in achtzehn Stunden manchmal sechszehnt Stunden.

00:04:10: Oh mein Gott!

00:04:11: Aber wenn ich noch nicht weiß, wie es aussehen soll, dann ist's schlimm.

00:04:16: Was ist das für Farben mit denen du malst?

00:04:18: Auch unterschiedlich.

00:04:20: Manchmal Ölfarben oder Kreiden, schwarze Fettstifte, schwarz Kreiden ... Ich kulagier auch teilweise, schneide Sachen aus und setz sie anders wieder zusammen.

00:04:35: Das sind ganz unterschiedliche Materialien.

00:04:38: Und die hast du alle zu Hause irgendwo in einem großen Schrank, oder?

00:04:41: Ja, die liegen so rum da.

00:04:43: Da ist es ziemlich unordentlich

00:04:44: dort!

00:04:45: Okay okay, dann darf man wahrscheinlich sonst niemand rein,

00:04:47: oder?!

00:04:48: Also mein alter Hund wusste dass er nicht auf die Bilder treten darf und auf nichts was in diesem Raum ist.

00:04:54: aber der neue weiß das noch nicht.

00:04:56: Ist auch egal.

00:04:57: Der wird doch erzogen.

00:04:59: Wo kaufst Du das nach?

00:05:00: Da brauchen wir ja speziellen Fachhandel,

00:05:02: oder!?

00:05:05: Del Arte in der Hofaut.

00:05:07: Auf jeden Fall, ich kaufe da meine Sachen weil man muss das ja auch angucken und genau die Farbe überprüfen und so.

00:05:14: Und das ist schon am besten wenn man das vor Ort macht dann nicht bestellen.

00:05:18: Ja auf jeden Fall!

00:05:19: Ich mein vor Ort unter Einzelhandel unterstützen ja immer gut.

00:05:22: Wenn du neues Material brauchst also weißt du dann schon okay ich möchte das und das jetzt herstellen?

00:05:26: Dafür brauche ich das und dass oder wie gehst du daran?

00:05:28: Ja genau ich stelle mir dann vor eine Zeit lang was ich in welchen Farben mich arbeiten will.

00:05:34: Das lege ich dann so gedanklich fest, die Fahrpalette.

00:05:37: Und dann geh ich zu ihr und kaufe mir alles Mögliche in ... Keine Ahnung.

00:05:43: Blau in Ölkreide, blaue in Pastellkreide.

00:05:46: Also verschiedene Blautöne, die ich noch nicht hab.

00:05:49: Dazu wollte ich z.B.

00:05:50: Wein rot und dann auch alles in Wein rot oder keine Ahnung?

00:05:53: Ich probiere dann rum.

00:05:54: Manches kaufe ich dann auch, was ich doch nicht brauche aber... Das ist auch, brauche ich dann das nächste Mal.

00:05:58: So blaue Farbe kaufen könnte ich auch noch?

00:06:00: Bei mir hört es dann in dem Moment auf für den Podcast gefragt.

00:06:03: Wann war denn der Moment als du gesagt hast, dass das genau das was sich kann?

00:06:08: Was will ich machen?

00:06:09: Ja also bei mir war's in der Grundschule so, dass ich eigentlich nichts besonders gut konnte.

00:06:14: Es war eine ziemliche Katastrophe.

00:06:18: Ich habe alles in Spiegelschrift geschrieben.

00:06:20: Und ja, also über das erste zweite Schuljahr hinaus dann auch im dritten Schuljahre hab ich das dann perfektioniert weil ich dachte aha anscheinend mache immer Fehler!

00:06:29: Ich muss halt nur perfekter in Spiegelschrift schreiben.

00:06:32: Aber warte mal das war so versehentlich gemacht in SpIEGELSCHRÜFT

00:06:34: oder was?

00:06:35: Ja,

00:06:36: das Falschrum geschrieben.

00:06:36: Ich

00:06:36: habe es einfach falsch rumgemacht und nicht begriffen wo der Fehler ist.

00:06:39: Ich dachte nur ich müsste irgendwas perfektionieren und habe es dann in die falsche Richtung gemacht.

00:06:44: Meine Mutter sollte dann in die Schule kommen und sich das angucken.

00:06:47: Da hat die Lehrerin einen Spiegel vor den Aufsatz gehalten, ja so kann man's lesen aber ansonsten nicht.

00:06:53: Und ich sollte eigentlich auf die Sonderschule

00:06:54: ... Was?

00:06:55: Ja!

00:06:56: Und meine Mutter hat gesagt am besten geben wir ihr noch ein Jahr Zeit und da bin ich ein Jahr sitzengeblieben sozusagen.

00:07:03: Dann hab' ich mich auch tatsächlich beruhigt und hab' das hing mit Stress zusammen.

00:07:08: Trotzdem war das Positivste was bei dem Grundschulzeugnis am Ende hinauskam besondere musische Begabungen im Bereich der Kunsterziehung, den Satz weiß ich noch ganz genau.

00:07:20: Also habe ich gedacht wenn das das Beste ist dann hab' ich da eigentlich schon beschlossen dass sich da irgendwie weitermachen

00:07:26: muss.".

00:07:26: Jetzt ist ja die Frage wie geht man daran?

00:07:28: Es is ja kein klassischer IHK-Ausbildungsberuf ne?

00:07:32: Wie hast du gesagt okay so mache ich das jetzt!

00:07:34: Ja, ich wurde dann immer besser im Malen und Zeichnen.

00:07:37: Und hab dann auch Fachabbi gemacht gleichzeitig eine Ausbildung als technische Assistent für Gestaltung im Bereich Medienkommunikation.

00:07:44: so hieß das da?

00:07:46: Und eben Fachabi und habe mich mit einer Wartbewerbung hier bei Kommunikationsdesign, weil ich dachte, Illustration ist nicht freie Kunst, dass es nicht so brotlos wird dann tatsächlich genommen hat mich sehr gefreut.

00:08:03: Meine Eltern haben das schon akzeptiert.

00:08:04: Die wollen ja auch, dass ich glücklich bin und ich konnte das ja schon ganz gut so mit dem Zeichnen und so.

00:08:12: Also Kommunikationsdesign an der Uni dann studiert?

00:08:15: Hier in Wuppertal darf es ja Kommunikation desigern gibt's jetzt leider nicht mehr.

00:08:18: Und was lernt man im Studium?

00:08:21: Ja, das ist so ein bisschen bauhausmäßig aufgebaut.

00:08:23: Im Grundstudium lernt man erstmal alles.

00:08:25: also Lernte es gibt ja wirklich nicht mehr Fotografie Zeichnen, Gestaltungstheorie, Ästhetik keine Ahnung Alles mögliche Kunstgeschichte und so.

00:08:37: Und dann im Hauptstudium spezialisiert man sich War Erlbruch bei uns?

00:08:42: So,

00:08:43: Wolf-Erlbruchs.

00:08:44: Ja, das ist mir noch so nach Highlight!

00:08:46: Bei ihm hast du ein Diplom gemacht.

00:08:48: Ein superterer

00:08:49: Kinderbuchautor und Künstler.

00:08:51: Sehr bekannt der Maulwurf...

00:08:54: Der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht

00:08:56: hat.

00:08:56: Genau,

00:08:57: das kennen die meisten ja

00:08:58: Da sind Diplom gemacht.

00:09:00: Was war es für ein Typ?

00:09:03: Der war streng, viele haben nicht Diplomen bei ihm gemacht weil die Füße in die Hand genommen haben und weggelaufen sind.

00:09:10: Nein er war wirklich sehr anspruchsvoll das war schon so und er wollte eigentlich auch dass ich in die freie Kunst gehe.

00:09:18: also er meinte das wäre meine Verantwortung.

00:09:21: ich müsste halt Freie Kunst machen.

00:09:22: aber Es gibt tausend Argumente gegen die freie Kunst.

00:09:26: Allein schon, weil ich nicht wusste was sich dann machen sollte.

00:09:28: also mit der Illustration hat man einfach ein Anker und einen Anhaltspunkt in welche Richtung man geht.

00:09:35: Denkst du heute noch oft an so Dinge wie du da gelernt hast bei Wolf Elbruch?

00:09:39: Natürlich

00:09:40: ja!

00:09:40: Der ist... Ich vermisse ihn auch immer noch.

00:09:43: Also auch wenn ich in die Ecke gehe oder sonst auch Ich hatte den immer so ein bisschen auf der Schulter sitzen als strengen Beobachter.

00:09:52: Und er hat immer gesagt, Ulrike ist es erst dann gut wenn du wirklich findest dass es gut isst.

00:09:58: Also er wusste schon das ich selber kritisch bin.

00:10:01: und ja Wenn man dann drauf guckt und sagt, ja ist es wirklich gut so.

00:10:06: Ich könnte es nicht besser machen, dann ist das erst.

00:10:09: Aber das macht es eigentlich aus dass er ein sehr guter Lehrer war oder sehr streng?

00:10:13: Und du nattest ihn quasi auf der Schulter sitzen.

00:10:15: also er war immer präsent bei dir.

00:10:17: Das heißt ja hat schon auch eine Bedeutung

00:10:19: Ja auf jeden Fall da hat auf jeden fall eine Beteutung.

00:10:22: Also es war mein großes Vorbild.

00:10:24: immer Ist ja eigentlich immer noch also Klar der hat ne große Bedeitung der ist einfach supergut.

00:10:30: Und wie kam es dann wirklich zu der Schiene, Kinderbücher zu illustrieren?

00:10:36: Das kam eigentlich komischerweise anders.

00:10:37: Als ich angefangen habe zu studieren, hab' ich gedacht, ich brauche jetzt noch einen Nebenjob um mich zu finanzieren.

00:10:43: halt und dann habe ich mich beim Atelier Rolf Fenger vorgestellt.

00:10:46: er hat damals Trickfilme für die Sendung mit der Maus gemacht und da war ja dann der Autor von Mondbär und wir waren dann ein paar und haben dann Kind zusammen und wir haben dann Kinderbühne gemacht.

00:10:59: Aber das erste Kinderbuch kam eigentlich als Anfrage vom Verlag, ob er nicht Lust hätte ein Buch zu illustrieren.

00:11:07: Und ich als Trickfilm-Mensch war völlig ungeeignet weil man musste unheimlich sauber arbeiten und fast mathematisch mitten ausrechnen und so.

00:11:14: Ich hab immer nur Chaos abgeliefert und der war schon ganz unglücklich.

00:11:18: aber durch dieses eine Buch was wir dann zusammen gemacht haben das war dann sehr erfolgreich und dann konnten wir immer weiter machen.

00:11:23: Super!

00:11:24: Weißt du noch womit du dein erstes Geld verdient hast?

00:11:26: Mein allererstes, als Tellerwäscher.

00:11:30: Oder

00:11:31: als Künstler.

00:11:35: Moment!

00:11:36: Was war das?

00:11:38: Also okay ... Ich meine gut vielleicht das erste Buch.

00:11:43: Das erste Buch war wahrscheinlich irgendwas zwischendurch, wo ich ein Bild verkauft habe oder so.

00:11:50: Ich weiß es nicht mehr.

00:11:51: War ein gutes Gefühl, oder?

00:11:53: Ja, auf jeden Fall.

00:11:55: Endlich für das was man schon so lange machen wollte dafür bezahlt werden ist doch perfekt?

00:11:58: Ja total.

00:12:00: Wunderbar!

00:12:01: Wir gehen zurück in die Live-Sendung.

00:12:03: Nimm uns mal mit in deine kreativer Arbeit.

00:12:05: wie startest du denn eigentlich so eine Illustration für ein Kinderbuch?

00:12:09: Ich mache mir erstmal lange Gedanken... Wie man das darstellen könnte.

00:12:14: über Farben mache ich mir Gedanken über die Typen die vorkommen aber am meisten eigentlich bei den Farben.

00:12:22: Ich hör immer so ein bisschen rein ins Buch und denk mir, welche Farben könnte das wohl gebrauchen.

00:12:27: Und vielleicht auch ... Was hab ich noch nicht so gut drauf?

00:12:31: Und was ist eine Herausforderung?

00:12:32: Weil dann wird's auch spannend.

00:12:34: Ich habe ja schon sechszig Bücher gemacht.

00:12:36: Da muss man irgendwie die Spannungslatte hochsetzen.

00:12:40: Genau.

00:12:41: Dann gehe ich meistens in die Sauna und denke nach, weil es da so heiß ist und man nichts machen kann außer vielleicht nachdenken wie man ein Buch machen könnte.

00:12:50: Hände

00:12:50: ihr davon auch nicht mit rein nehmen?

00:12:54: Und dann hast du dann wenn du startest zu malen sagst jetzt schon das Bild im Kopf oder gibt sich das im Prozess?

00:13:01: eigentlich habe ich's im Kopf aber dann ist es so ein bisschen wie Schach spielen gegen sich selbst.

00:13:05: also Das Material hat dann so eine Art eigenen Willen.

00:13:10: Oder irgendwas kommt mir in die Quere, eine Struktur oder ein Material und dann denke ich eigentlich wollte ich's so.

00:13:15: aber irgendwie sagt das Material es ging auch so und dann finden wir einen Kompromiss oder ich entscheide mich für die Gegenmannschaft oder so.

00:13:23: Und wann weißt du denn, wenn so'n Bild fertig ist?

00:13:25: Da könntest du da noch was ergänzen, da noch ein Stern rein malen.

00:13:28: Ja

00:13:28: ja, das ist schwer!

00:13:30: Genau Man muss dann immer wieder das Bild umdrehen oder im Spiegel angucken.

00:13:36: Dann sieht man es besonders kritisch, also wenn man ein Bild auf den Kopf dreht kann man gut alle Fehler sehen und kurz liegen lassen und dann wieder drauf gucken.

00:13:45: oder auch schräg drauf gucken und scharf drauf gucken geht auch Wenn man denkt dass ist vielleicht zu viel oder zu wenig alles mögliche.

00:13:52: da gibt's so Tricks Genau.

00:13:55: Und dann entscheidest du irgendwann so, jetzt ist aber fertig oder gehst du am nächsten Tag noch mal ran wenn du es nochmal siehst?

00:13:59: Ja ich doch, ich warte... also früher habe ich immer alles sofort rausgehauen weil ich begeistert war, aber ich weiß jetzt dass die Begeisterung, die man im Jugendlichen Alter hat nicht unbedingt von Lager dauer ist und deswegen warte ich jetzt doch ein bisschen ab und gucke am nächsten tag noch mal kritisch drauf.

00:14:15: eigentlich schon ja.

00:14:18: Wann kannst du am besten arbeiten zu welcher Tageszeit?

00:14:21: Ich weiß auch nicht.

00:14:23: Im Moment bleibe ich immer unheimlich lange wach, aber ich weiß gar nicht, ob das so sinnvoll ist.

00:14:28: Man merkt's am nächsten Morgen?

00:14:30: Ja genau dann muss man länger schlafen und es sind andere schon wieder bei der Arbeit und da hat man auch ein doofes Gefühl.

00:14:36: eigentlich will ich mir immer angewöhnen dass ich morgens arbeite sowie Thomas Mann von neun bis elf oder bis zwölf.

00:14:43: Aber das krieg' ich wohl nicht hin so richtig!

00:14:44: Das soll wahrscheinlich auch so gar nicht sein, oder?

00:14:48: Und wie oft landet denn eigentlich so ein Bild von hier, so einen Versuch im Papierkopf wo du sagst Nee, das läuft gar nicht jetzt gerade bei mir.

00:14:55: Passiert es überhaupt?

00:14:56: Also ich sag eigentlich immer dass kein Bild verloren ist weil man hat erstmal ein Bild Man kann alles übermalen und man kann froh sein wenn schon mal was drunter ist.

00:15:06: also das weiße Blatt ist ja wirklich schlimm Ja.

00:15:08: Und wenn ich schon mal etwas gemacht habe dann kann Ich auch wütend da drüber malen und Dann noch Mal besonnen drauf gucken oder Was könnte man da noch machen?

00:15:20: Und eigentlich ist kein Bild verloren und man kann dasselbe immer weiter erarbeiten, bis es irgendwann oder dann alles abreißen.

00:15:28: Dann hat man vielleicht auch eine interessante Struktur.

00:15:30: also ich fange ungern ganz von null nochmal an wieder weiß

00:15:37: Man glaubt gar nicht, wenn man so ein Kinderbuch in der Hand hat.

00:15:39: Wie viel Arbeit wie viele Gedanken auch dahinter stecken?

00:15:42: Das ist ganz spannend dass du uns heute mitnimmst in dein Job und in deine Welt.

00:15:46: Wir gehen doch mal exklusiv in den Podcasts.

00:15:48: Du malst also jeden Tag Bilder für Kinderbücher, für Erwachsene, soviel Kreativität.

00:15:54: Wie schaltest du da ab?

00:15:56: Ja ich hab das letzte Jahr eigentlich wirklich jeden Tag gemalt und das steigert sich dann dummerweise immer mehr.

00:16:04: schon an einem Tag, wo man nicht arbeitet denkt also sowas Foul ist habe ich ja auch schon lange nicht mehr gesehen.

00:16:10: Das dauert dann derzeit lang bis man wirklich entspannen kann.

00:16:14: Also jetzt hab ich ein paar Monate tatsächlich nicht gearbeitet und hat mich auch echt erholt.

00:16:20: Ich war im Münsterland im Urlaub und hab einfach nur Natur gesehen und bin viel spazieren gegangen.

00:16:26: das war total schön.

00:16:29: Aber normalerweise in den Arbeitsphasen kann man eigentlich gar nicht entspannen.

00:16:32: Dann bin ich irgendwie auch aufgezwirbelt und will immer weiterarbeiten.

00:16:37: Wie ist das

00:16:37: für dein Umfeld?

00:16:39: Ich glaube, die kennen das schon ... Mein Hund ist zum Glück geduldig so.

00:16:45: Und mein Freund auch.

00:16:49: Außerdem wohnen wir nicht zusammen, deswegen geht das sowieso besser.

00:16:53: Ach doch!

00:16:53: Meine Freundin meckern natürlich manchmal.

00:16:56: Ja, ja, natürlich.

00:16:58: Das ist dann ...

00:17:00: V.a.,

00:17:01: ist das echt komisch?

00:17:02: Wenn man zu Hause arbeitet, rufen alle an und denken, man hätte E-Zeit.

00:17:07: Ja!

00:17:08: Das haben viele in der Corona-Zeitung im Homeoffice erlebt, weil man dann eh zu Hause ist und alle denken, komm, da rufe ich jemanden, die eine Zeit ist zuhause.

00:17:15: Du hast es immer sozusagen.

00:17:17: Ja ja genau.

00:17:19: Wir haben gerade deine Freundinnen angesprochen.

00:17:21: Hast du viele Künstlerinnen und Künstlern eigentlich im Freundeskreis?

00:17:25: Kein.

00:17:25: Nein wirklich jetzt.

00:17:28: Moment mal, also ich finde eine Freundin von mir hat echt Talent.

00:17:32: Aber niemand die es beruflich macht oder so wie du?

00:17:35: Ah nein!

00:17:36: Tatsächlich nicht.

00:17:37: Du

00:17:37: bist nämlich die Künstlerin im Freundeskreis.

00:17:39: Wie

00:17:39: schön das darf sein.

00:17:42: Ja komisch, ne wirklich nicht ja.

00:17:43: Aber

00:17:44: du hast schon auch Kontakt zu anderen weiß ich nicht.

00:17:46: Malerinnen-Malern in Wuppertal?

00:17:48: Äh

00:17:48: nee...

00:17:49: Auch nicht.

00:17:50: Nee,

00:17:50: ich bin überhaupt oft alleine so.

00:17:54: Ich bin gar nicht immer so Unterweg.

00:17:56: Ja,

00:17:57: aber das sagst du ohne Bedauern?

00:17:59: Ohne Bedauer!

00:18:00: Na, auf jeden Fall ja ich brauche meine Ruhe.

00:18:02: Ja

00:18:02: klar, da sind wir uns sehr ähnlich.

00:18:06: Aber wenn du so viel arbeitest und selten Freundinnen und Freunde triffst wo kriegst du deine Ideen her?

00:18:13: Also ich muss einfach irgendwo in Ruhe entweder spazieren oder wirklich komischerweise in der Sauna sein wo es dann total heiß ist der Körper ausgeschaltet ist und ich einfach nur an ein Buch denken kann oder an die Farben von dem Buch.

00:18:28: Und dann kommen da Ideen manchmal, aber man weiß es auch gar nicht so genau.

00:18:33: Es ist nur so, dass ich mir in der Sauna das auch vornehme, jetzt eine Idee zu kriegen und das klappt ja meistens.

00:18:41: Hast du denn Angst, dass mir doch nix einfällt irgendwann?

00:18:45: Also das hatte ich früher total oft sogar und auch sogar so, Das hatte ich früher extrem.

00:18:56: Immer wenn es ernst wurde, dann ist alles lockere was man vorher hatte wird auf einmal total verkrampft.

00:19:01: aber das habe Ich nicht mehr.

00:19:02: sehr

00:19:03: gut also auch die erfahrung.

00:19:04: oder ja ich kann mich auf mich verlassen so

00:19:06: Ja und außerdem ist ja quatsch Man muss ja nicht genau dass was man jetzt gerade gemacht hat sofort zeigen Und so.

00:19:11: also man ist ein so komisch unterdruck als wär mal als wer einer mit der pistole hinterher im her.

00:19:16: aber Es ist ja nicht so

00:19:17: So nämlich genau Dann gehen wir zurück in die live Sendung.

00:19:21: meine Gäste dürfen sich immer einen song wünschen mit ihm.

00:19:24: Sie was verbinden oder dienen sie besonders mögen?

00:19:27: Du sagst, es ist von Cesario Evora, Soldat.

00:19:30: Warum?

00:19:31: Also das habe ich eigentlich für meinen Sohn ausgesucht.

00:19:34: der Konrad geht nämlich jetzt ein Jahr nach Spanien und studiert dort.

00:19:41: Soldat heißt glaube ich so übersetzt ungefähr Heimweh, Fernweh alles zusammen und ist ein melancholischer Zustand sozusagen in dem Mütter natürlich sind wenn ihre Kinder einfach ein Jahr weggehen.

00:19:54: Und deswegen habe ich das Lied ausgesucht

00:19:57: genau.

00:19:57: Aber wie schön.

00:19:58: oder hast du selbstständig Anja in Spanien was für eine Chance?

00:20:00: Ja also der war davor schon mal anderthalb Jahre in Südamerika nach dem Abi halt, um da zu arbeiten.

00:20:11: Und also ich bin schon gewöhnt.

00:20:13: aber

00:20:15: ja

00:20:15: es ist trotzdem natürlich immer wieder oder?

00:20:18: Ja und wie sich das anfühlt das hören wir jetzt hier.

00:20:21: Soldat von Césaria Ewocha Nimm uns noch mal mit, an das Kinderbuch.

00:20:37: Wie entscheidest du denn ... Also ist ja eine Geschichte.

00:20:39: dann?

00:20:39: Wie entscheidet man welche Szene aus der Geschichte jetzt ein Bild fühlt?

00:20:43: Ja, genau!

00:20:45: Man liest sich das Buch immer zweimal durch.

00:20:48: Das bei dicken Büchern natürlich aufwendig, muss man aber trotzdem machen.

00:20:52: Beim ersten Mal einfach nur um so einen Eindruck eine Stimmung zu kriegen und beim zweiten Mal sucht man sich eben die Stellen raus wo man denkt, dass es echt ne Kernstelle.

00:21:02: Gut, was illustrieren.

00:21:04: Und es ist vor allem nicht eine Stelle die aus dem Text schon deutlich wird.

00:21:08: Also wenn da steht ein blauer Tisch und ein roter Stuhl ... mach ich nicht genau das!

00:21:13: Aber ich muss versuchen etwas zu zeigen, was nicht genau im Text vorkommt, was aber den Text irgendwie trotzdem zuspitzt oder wiedergibt oder erkenntlich macht, was daran wichtig ist.

00:21:25: Das heißt du erweitert quasi die Geschichte auch so ein kleines bisschen?

00:21:28: Ja, ein bisschen schon.

00:21:30: Es kommt auf das Alter an für das man illustriert.

00:21:33: Bei den Kleineren kann man nicht groß erweitern, bei Erich Kessner zum Beispiel beim Märchen vom Glück oder der Vernunft habe ich extrem erweitert weil der Text insgesamt auch nur eine DINA IV-Seite lang war und die Säten haben sollte hinterher.

00:21:47: Also da musste ich eine Menge erfinden und interpretieren.

00:21:50: Das ist immer unterschiedlich.

00:21:52: Und das darfst du dann selbst entscheiden?

00:21:53: Oder kommt der Verlag und sagt so wir brauchen das, dass,

00:21:57: Nee, der Verlag war glücklich.

00:21:59: Also ich weiß noch bei dem Kestnerbuch ... haben die mir so ein bisschen bedröppelt?

00:22:03: Die eine, die in der Vierseite gegeben hat und dann meinten sie, wir können das auf forty-seitend.

00:22:10: Und wie waren da denn deine ersten Reaktionen?

00:22:13: Ich war erst mal verzweifelt.

00:22:14: Ich hab das Uwe vorgelesen und er hat es mir noch mal vorgelessen.

00:22:17: Da habe ich gesagt, wie soll man denn da thirty- sei-, äh, fünfvierzig Seiten von machen?

00:22:21: Das kann überhaupt nicht sein!

00:22:24: habe ich mir aber einfach ... Ja, es hat dann geklappt.

00:22:27: Ich wollte auch gar nicht mehr aufhören!

00:22:29: Ich hätte auch achtzig Seiten machen können hinterher als ich drin war.

00:22:31: Vielleicht für die zweite große Auflage oder so?

00:22:35: Und ist das anders für Kinder jetzt Illustrationenmals oder für Bücher Verwachsene?

00:22:40: Ja total anders.

00:22:41: Kinder verzeihen nichts.

00:22:43: Wenn da steht der hat rote Rummistiefel an mit einem Mini-Aufkleber in blau, muss unbedingt der kleine blaue Aufkleber da sein oder so.

00:22:52: Da muss man total aufpassen.

00:22:54: Das sind die größten Polizisten, die Kleinen und ... Verwachsene hat mal viel mehr Spielraum natürlich und kann viel gewagter illustrieren.

00:23:02: Aber manchmal ist die Kinderwelt auch sehr schön zu illustriern, weil sie eben unschuldig ist und ganz schön zu Illustrieren ist.

00:23:10: Und

00:23:10: dann hast du jetzt sechsundvierzig Seiten quasi gemalt illustriert?

00:23:15: Dann ist das fertige Buch da.

00:23:16: Was ist das für ein Gefühl?

00:23:18: Ja, früher.

00:23:19: Ach, das war früher toll!

00:23:20: Also ich hab jetzt schon sechzig Bücher gemacht ne?

00:23:22: Deswegen alles was man Millionen mal hintereinander macht ist eben nicht mehr so supertoll wie das erste Mal oder?

00:23:29: Ist halt auch ein Job, ne genau ja

00:23:30: und äh... Ich weiß noch, früher war das total toll.

00:23:34: wenn dann das gedruckte Buch kam und ich habe mir das angeguckt und immer wieder angegückt und oh da es war im Schaufenster, da hab' ich Fotos gemacht Das ist im Schofenster Und jetzt muss schon mehr kommen um zu kicken.

00:23:45: Sooo, das is leider so.

00:23:47: Eigentlich so, dass die Bilder im Druck dann auch wirklich so aussehen wie du dir vorgestellt hast.

00:23:51: Auch die Farben kommen diese raus in die Materialien?

00:23:53: Ja das gute ist jetzt, dass ich immer selber einscannen weil ich hatte mal ein ganz schwieriges Buch was mit reflektierenden Folien war und dicker Ölfarbe.

00:24:04: Das wurde ganz komisch reproduziert und seitdem habe ich mir angewöhnt das selber zu scannen.

00:24:09: Und dadurch, dass ich das selber skenne mache.

00:24:12: Ich auch immer Probeausdrucke bei mir und so ungefähr ... So kommt es dann.

00:24:16: Wir gehen noch mal kurz in den Podcast.

00:24:17: Woran merken eigentlich Freunde, Freundinnen?

00:24:20: Nachbarn

00:24:21: usw.,

00:24:22: dass du Künstlerin bist?

00:24:24: Ja also ich merke daran, dass Sie merken, dass sich Künstlerin sind indem sie mir viel nachsehen.

00:24:29: wenn zum Beispiel morgens um elf Uhr einer von den Nachbaren klingelt Ich bin noch im Schlavernzug sozusagen.

00:24:35: Dann ist das nicht komisch, sondern es ist okay.

00:24:38: Ach, der hat wieder die ganze Nacht gemalt?

00:24:40: Ja

00:24:41: genau oder ... Woran merken die das?

00:24:44: Also ich höre eigentlich überhaupt keine Musik.

00:24:47: Ich weiß jetzt nicht was Lautes mache ich nicht, was sie merken könnten.

00:24:51: Was mache ich denn?

00:24:53: Ja, manchmal sieht man mich vielleicht weniger und manchmal öfter.

00:24:56: Ach ich bin nicht besonders auffällig ehrlich gesagt.

00:24:59: Okay, das ist doch gut!

00:24:59: Oda ist es vielleicht nicht so gut.

00:25:00: immer sagt ja die war immer so unauffällig oder nicht?

00:25:05: Nee,

00:25:05: ich putze den Flur und so.

00:25:06: Ich bin da total ganz normal!

00:25:08: Ich will ja auch nicht, dass die einen dreckigen Flur haben.

00:25:10: Aber

00:25:11: mir ist es halt krusig aber auch nicht so das man denkt um Himmels willen.

00:25:15: Hier kommt man überhaupt nicht klar.

00:25:17: Und wenn du so neue Leute kennenlernst hat man ja manchmal auf einer Party oder im Urlaub?

00:25:21: Wie stellst du dich vor was du machst?

00:25:24: Das mache ich erst mal gar nicht.

00:25:26: Ach dann dreht sich da nur alles ... Also wenn man neugieriger auf andere Leute sein will muss man das einfach erstmal weglassen.

00:25:34: Weil ...

00:25:35: Die wollen ja immer alles wissen, ne?

00:25:36: Ja.

00:25:37: Erst mal das und dann geht es direkt wieder nur um mich und so.

00:25:41: Und das hab ich manchmal auch ganz gerne.

00:25:43: Also, ich krieg gerne Preise oder so, kein Ding.

00:25:46: Aber ich muss jetzt nicht in jedem Alltagsgespräch unbedingt so, ha-ha!

00:25:49: Ich hab übrigens den Mund weggemacht, den könnt ihr bestimmt.

00:25:53: Nee, das ist irgendwie allwarnend.

00:25:54: Man lernt die Leute auch nicht richtig kennen.

00:25:56: also... Da ist es spannender wenn man sich darauf einlässt was sie zu erzählen haben eigentlich.

00:26:02: Und wirst du privat auch manchmal gefragt, wir haben hier den nächsten Geburtstag.

00:26:08: Du kannst uns eine Einladungskarte herstellen?

00:26:11: Ja das ist immer sehr schwierig.

00:26:13: Ich kriege auch viele Anschriften von... Menschen, die schreiben.

00:26:20: Und dann eine Geschichte haben ... Schön schön,

00:26:22: aber du wusst nicht Autorin oder Autorun?

00:26:25: Ich hatte in der Zeit lang ne Agentin.

00:26:27: da war das ganz einfach.

00:26:28: Da hab ich immer gesagt Es muss erst mal über meine Agentin gehen und dann kann ich gucken wenn diese Ja sagt.

00:26:35: Aber es sind bestimmt manchmal auch ganz schöne Sachen dabei.

00:26:38: Also ich will jetzt gar nicht disqualifizieren oder abwerten.

00:26:42: Ist es super wenn Leute kreativ sind?

00:26:44: Das ist immer gut

00:26:46: So, da bist du eine davon.

00:26:47: Wir gehen nochmal in die Live-Sendung.

00:26:49: Sprechen wir mal über die aktuellen Bücher, die es von dir gibt im Handel jetzt schon aktuell rausgekommen an Großvaters Hand?

00:26:56: Genau!

00:26:59: Das ist schön dass du das ansprichst weil das braucht unbedingt auch noch einen Push.

00:27:03: Da ist es von Michael Krüger geschrieben.

00:27:05: Michael Kruger is ja echt ne Nummer.

00:27:07: Der war früher Hansa Verlagsleiter und hat Millionenpreise gekriegt, ist ein super Autor.

00:27:13: Also hat viel bei Soekampf veröffentlicht ... Und der hat jetzt eben seine Lebenserinnerungen als an seine Kindheit aufgeschrieben.

00:27:22: Das ist super spannend wie er aufgewachsen ist in der Natur usw.

00:27:27: Und das ist seit einer Woche draußen, glaub ich?

00:27:30: Und der

00:27:30: ist auf dich zugekommen.

00:27:31: oder wie lief das?

00:27:33: Ich war auf der Buchmesse mit einem ... Buchhändler verabredet, komischerweise.

00:27:37: Und dann sind wir ein bisschen rumgelaufen und er meinte, er wollte unbedingt noch zu Monika Ostberghaus vom Klettverlag ... Willst du mit?

00:27:45: Ja, hab ich gesagt, komm' ich mit!

00:27:46: Warum nicht?

00:27:47: Dann hat die gesagt, ah, sind Sie Ulrike Möltgen?

00:27:49: Ich hätte da vielleicht was für sie.

00:27:51: Da habe ich schon an Sie gedacht.

00:27:52: Und dann hat sie mir dann zwei Wochen später oder so die Geschichte geschickt.

00:27:57: Das heißt aber wirklich, du bist in der Buchszene schon irgendwie so ein Promi?

00:28:01: Oder wenn Sie schon deinen Namen kennen?

00:28:04: Ja anscheinend doch!

00:28:04: Die kennt mich die Leute... In der Buch Szene ist ja auch nicht so riesig groß und da kennt man sich irgendwie und ich arbeite ja für viele Verlage und so.

00:28:14: Doch ich glaube schon... Na ja, also die meisten wissen schon ungefähr wer ich bin.

00:28:20: oder dann muss man doch ... Ich glaube schon.

00:28:22: Ja,

00:28:22: so ein anderes Jahr, genau.

00:28:24: Ein anderes Buch noch ist ja noch nicht soweit aber Vorfreude

00:28:28: auf Weihnachten.

00:28:29: Genau das ist wieder ein Inselbuch?

00:28:31: Ich glaub mein... Ich weiß gar nicht was wievielte eigentlich war habe ich die immer mitgezählt weil ich super stolz war dass ich bei der Inselbücherei bin.

00:28:38: Aber ich glaube, es ist das Sübte.

00:28:40: Das ist eine

00:28:41: Sammlung von Weihnachtsgeschichten?

00:28:42: Ja genau.

00:28:43: Also das ist schön!

00:28:44: Das ist von Ringelnatz und Axel Hacke... Reusler und alle möglichen kommen da drin vor.

00:28:52: Und genau, das kommt jetzt im September irgendwann.

00:28:56: Da

00:28:56: hast du zu jeder Weihnachtsgeschichte eine Illustration

00:28:59: gemacht?

00:29:00: Ja ich habe so ungefähr rumgerechnet, ich glaube zwei drei oder so zu jeder.

00:29:06: Aber in Weihnachten ist ja noch ein anderes Thema, oder?

00:29:08: Dann geht man doch mit den Farben und so auch ganz anders heran.

00:29:10: Eigentlich muss sich das im Sommer machen.

00:29:12: Nein!

00:29:13: Im Sommer kann man echt keinen Weihnachtsmuch machen.

00:29:15: Das ist ganz schlimm Weil ich hab einmal in Spanien, bei wirklich forty-fünf Grad, saß ich schon ganz unten.

00:29:23: Wo es nur weiter nicht unten geht und da muss sich dem Mondbär machen der ... Mundbär Adventskalender mit Eis zapfen und der friert und hat die Decke um die Schultern.

00:29:33: Mir ist so

00:29:33: gold!

00:29:34: Dann bin ich heulend rumgelaufen weil's nicht ging.

00:29:37: Ich konnte das nicht machen und deswegen habe ich gewartet.

00:29:40: Hab den letzten Sommer abgewartet und bin dann im Herbst angefangen.

00:29:45: Du wolltest auf die Farbigkeit.

00:29:46: Ja,

00:29:46: genau.

00:29:47: In anderen Farben.

00:29:47: Weihnachten ist ja eine spezielle Atmosphäre.

00:29:50: Weißt du was?

00:29:50: Ich habe es aber einfach... Das ganze Buch ist ungefähr rot-braun mit ganz leichten grünen.

00:29:57: Ich hab's mir rot-braun vorgestellt, diesmal.

00:29:59: Deswegen ist es so und das kommt total weihnachtlich.

00:30:01: Total?

00:30:03: Ja wirklich!

00:30:03: Das sind so Sepia Farben oder so.

00:30:06: Super.

00:30:07: Noch ein Buch was du über was aktuell

00:30:09: ist?

00:30:10: Warte kurz... Ah ja dann gibt es noch Runa und die Nebenwanderer bei Jacoby & Stuart.

00:30:14: Das ist eine Geschichte für Jugendliche.

00:30:17: Es war so dass der Autor gleichzeitig geschrieben hat und ich gleichzeitig die Illustration gemacht habe Und wir sind so von zwanzig Kapiteln ausgegangen und ich wollte für jedes Kapitel ein Bild machen als Anfangsbild.

00:30:30: Also eigentlich nur als Anfangswignette, ich hab's dann wieder übertrieben, habe ein Anfangs-Bild gemacht.

00:30:34: Dann ging es immer weiter bis zu fünfzig Kapitelen und ich hab wirklich fünfzig Bilder dazu gemacht.

00:30:39: also das... und sogar noch mehr weil es gibt innen auch noch Aufklappbilder.

00:30:43: Das war wirklich viel Arbeit, aber ich war total bei Runa und die Nebelwanderer.

00:30:47: Da war ich drei Monate abgetaucht im Nebel mit Runa.

00:30:50: Und das war auch schön!

00:30:51: Wie schön dass du aus dem Nebel wieder aufgetauchten bist.

00:30:54: Wie schön, dass du Zeit hattest für uns.

00:30:56: also wenn ihr euch interessiert für Ulrike Möltgen einfach mal googeln.

00:30:59: Auf den Bücher alle aufgelistet.

00:31:01: geht einfach mal in den Buchhandel in Wuppertal und fragt nach den Büchern.

00:31:04: Die sind ja fast alle available über sechzig Bücher.

00:31:07: Ja nein Manche gibt's nicht mehr.

00:31:12: Aber hier bei Lawrence und Louise, da hab ich gerade auch zwei Bilder zu dem Großvaterbuch.

00:31:20: Sind da vielleicht schon ausgestellt oder noch nicht?

00:31:24: Super!

00:31:25: Vielen Dank, dass du Zeit hast für den Elbertalk heute.

00:31:28: Danke

00:31:28: auch.

00:31:29: Dann gehen wir noch einmal in den Podcast.

00:31:31: Das war der Elbertork.

00:31:33: Und wie war es?

00:31:34: Das war echt schön.

00:31:36: Ich finde ... Also auch, wo dieses Gebäude hier ist so toll.

00:31:44: Das ist genau das, was ich an Wuppertal mag eigentlich.

00:31:48: Diese Industrie und die Fernwärmerrohre, die Schwebebahn ... Und gleichzeitig die Natur, die sich alles zurückerobern will.

00:31:56: So ein Kampf zwischen den ... Wie nennt man das?

00:32:00: Elementen.

00:32:01: Ja, natürlich!

00:32:04: Ich sollte was mit Wörtern machen in der Arbeit.

00:32:06: Wir sind ja in der alten Elba-Fabrik in Wuppertal-Elba.

00:32:09: Da wurden früher in der Tat die Elba Aktenordner hergestellt bis sie die Firma dann leider schließen musste.

00:32:14: Würdest du den Elba Talk weiter empfehlen?

00:32:17: Auf jeden Fall doch, doch, auf jeden Fall weil ... Weil das einfach... Ja, weil das einfach eine total gute Atmosphäre ist hier.

00:32:26: Und weil diese Stunde jetzt so schön vergangen ist mit dir und so weiter...

00:32:29: Das geht schnell oder ja?

00:32:30: Bin ich auch!

00:32:30: Super!

00:32:31: Wo geht es für dich von hier aus direkt hin?

00:32:33: Ja, das weiß ich auch nicht genau.

00:32:35: Entweder ich fahre nach Hause ... Oder ich gehe noch den Uwe besuchen mal gucken.

00:32:41: Vielen Dank.

00:32:42: Danke auch!

00:32:43: Der

00:32:43: Elbertalk ist eine Sendung von Radio Wuppertal, jeden Freitag um fünfzehn Uhr live aus unserem Sendestudio in der alten Elbarfabrik in Wupperteil-Elberfeld.

00:32:53: Wir wiederholen die Sendung sonntags um zwölf Uhr und jeden Montag um achtzehn Ur.

00:32:58: Den kompletten Mitschnitt inklusive Bonusmaterial findet ihr in unserer Mediathek auf radiowuppertall.de Und als Podcast in jedem Podcast.

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