Kim Münster: Behind the Scenes - das Leben als Filmemacherin

Shownotes

Kim Münster erzählt, wie aus dem Camcorder ihres Vaters eine Karriere im Dokumentarfilm wurde, warum Ton für sie oft wichtiger ist als Bild, und weshalb Dokumentarfilm nie wirklich objektiv sein kann. Es geht um Drehs mit 10 Terabyte Material in China, ihre Wuppertal-Doku "Inside Oberbarmen", das Buch "Erde, Arbeit, Leidenschaft" über Landwirtschaft, die Namensfindung ihrer Produktionsfirma Treibsand Film sowie ihren kommenden Kinofilm "Stille zwischen uns" über Kontaktabbruch in Familien. Ein Gespräch über Verantwortung, Nähe zu Protagonist:innen und die Kraft echter Geschichten.

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00:00:00: Im Elba Talk heute Dokumentarfilmerin Kim Münster aus Wuppertal.

00:00:04: Bevor es losgeht in die Sendung, kurzer Check-In!

00:00:07: Wie war deine Woche?

00:00:08: Oh meine Woche war ganz schön toblich weil ich mehrere Projekte parallel habe.

00:00:12: das ist nicht selten aber dann kommen ja auch manchmal so unvorhergesehene Sachen dazwischen und dann ist plötzlich der Plan etwas durcheinander geraten.

00:00:20: Dann hast du auch noch hier den Termin bei uns im Studio.

00:00:22: Das kommt auch noch dazu.

00:00:23: Ja was vielleicht ganz gut, dann dass etwas hinter sich zu lassen.

00:00:26: Und jetzt wo kommst Du gerade her?

00:00:29: Jetzt gerade komme ich von einer Projektbesprechung mit Heike Fink, auch Wuppertallerin, Drehbuchautorinnen und Autoren.

00:00:37: Und wir arbeiten an einem neuen Projekt.

00:00:39: Das habt ihr hier bei euch im Büro gemacht?

00:00:41: Ihr seid ja quasi um die Ecke bei uns am Ahrenberg.

00:00:44: Tatsächlich war ich jetzt gerade ausgerichtet bei ihr.

00:00:48: Genau!

00:00:48: Ich selber habe beim Büro hier oben eine Ecke.

00:00:51: Jetzt bist du also zu Gast bei uns im Elber-Talk bei Radio Wuppertaal.

00:00:54: Was verbindest du so mit Radio Wippertaal?

00:00:57: Radio Wuppertal, das höre ich sehr oft im Auto tatsächlich.

00:01:03: Ich verbinde damit Musik natürlich aber auch das natürlich lokale Nachrichten und den Elbertalk.

00:01:12: Den hör' ich tatsächlich eher über den Rechner dann so wie es mir gerade passt.

00:01:16: Klar

00:01:17: dafür haben wir ja den Podcast genau.

00:01:19: mit welchem Gefühl gehst du jetzt in den Elber-Talk?

00:01:24: Kann nicht ganz schwer beschreiben!

00:01:25: Ich bin auf jeden Fall neugierig Und ich bin gespannt, was ich so erzähle.

00:01:34: Manchmal weiß man das ja erst nachher

00:01:35: dann

00:01:36: und die Reise hingeht im Gespräch.

00:01:38: Ich bin auch sehr gespannt!

00:01:39: Der Elba Talk ist das ausführliche Interview bei Radio Wuppertal jeden Freitag um fünfzehn Uhr live aus unserem Studio in der alten Elba Fabrik in Wuppertaal-Elberfeld und eben hier als Podcast mit exklusiven Podcastbonusfragen für die In The Live Sendung keine Zeit mehr war.

00:01:54: Ich bin Michael Brockhort, dann gehen wir in die Live-Sendung.

00:02:04: Heute ist der Gast Dokumentarfilmerin Kim Münster.

00:02:07: Herzlich willkommen, wie schön du da bist!

00:02:09: Ja hallo ich freu mich auch.

00:02:11: Was ist der letzte Film, den du selber gesehen hast?

00:02:14: Oh... Der letzte Film... In White.

00:02:18: Okay, wie war er für dich?

00:02:22: Ja, ich hatte so Lust auf Kino und ja... Ich fand den Film jetzt nicht so überraschend wie in der Kritik stand.

00:02:31: Wie bist du das eigentlich geworden?

00:02:33: Dokumentarfilmerin!

00:02:35: Das ist eine gute Frage.

00:02:39: Auf jeden Fall schon mit sechzehn gerne irgendwas mit Filmen machen wollen und habe dann einen Kamerastudium in Dortmund begonnen Und während dieses Studiums habe ich tatsächlich alle Seminare belegt Richtung Spielfilm.

00:02:53: Ich wollte gerne mal Geschichten erzählen und zum Spielfilm, dann kam der Dokumentarfilm irgendwie zu mir und ich hab gemerkt dass die Geschichten aus dem Alltag aus dem wahren Leben doch auch sehr spannend sein können und da bin ich dort gelandet.

00:03:11: Also Bildgestaltung, auch wir haben viele Filme geguckt.

00:03:15: Auch verschiedene Sehgewohnheiten aber dann natürlich ganz viel technische Dinge.

00:03:18: Verschiedene Kameras kennengelernt Lichtsetzung wie man mit Bildern Geschichten erzählt

00:03:24: Und bei angefangen hat alles bei dir beim Wuppertalermedienprojekt?

00:03:28: Genau da war ich schon auch als Jugendliche Da bin ich ja mittlerweile auch schon seit Jahren freie Mitarbeiterin und da habe Ich mich ausprobiert und eine Kurzfilme gemacht.

00:03:37: Das war quasi so der Start, da hast du Feuer gefangen?

00:03:42: Da habe ich auf jeden Vergleichgesinnte gefunden.

00:03:44: Das kann man definitiv sagen.

00:03:45: Vorher habe ich auch schon vorher ... Also mein Vater damals hatte ja gar nicht jeder Haushalt eine Kamera oder Handys gab es da tatsächlich noch gar nicht selbst mobil, also testen Handys noch nicht und mein Vater hat aber einen Camcorder Auch viel gefilmt und auch versucht, kleine Geschichten mit meinen Freunden zu filmen.

00:04:08: Und dann muss man ja entscheiden, okay das mache ich jetzt beruflich?

00:04:11: Das soll mein Job werden!

00:04:13: Wie war der Moment?

00:04:14: Da gibt es gar nicht ein Moment... Ich wollte gerne... Also ich habe schon während der Schulzeit viel gefillmt und hab mich früh recherchiert was kann man eigentlich machen?

00:04:27: also welche Ausbildungswege gibt es?

00:04:31: Und ich bin ja gar nicht sofort genommen worden.

00:04:33: Das heißt, waren echt dann doch ein langer Weg und ich bin das dann glaube ich geworden?

00:04:38: Ich hatte keinen Plan B also noch gebe ich nicht auf.

00:04:43: Ich weiß gar nicht was ich anderes machen soll.

00:04:46: Aber das zeigt dir auch dran bleiben kann sich manchmal lohnen oder?

00:04:51: Dieser Start hat sich tatsächlich bewährt weil fast jedes Projekt genau so aussieht nackig sein und an das Projekt glauben.

00:04:59: Und dann vielleicht ein bisschen ändern, aber nicht das komplett verändern, weil man glaubt es muss so sein.

00:05:08: Das hat sich bewährt!

00:05:10: Du hast in der Schule angefangen mit dem Campcorder deines Vaters?

00:05:14: Warst du dabei den anderen immer die nervige Kim mit der Kamera?

00:05:18: oder fanden die das

00:05:18: cool?!

00:05:20: Das kann ich gar nicht sagen, da müsste man die fragen.

00:05:23: Ich weiß dass sie sich sehr über die Filme gefreut haben also ich habe ja dann schon auch geschnitten.

00:05:30: Also wenn ich das mir heute überlege mit so einem VHS-Rekorder also wirklich manuell geschnitte immer vorgespult zurückgespulen Manchmal dann auch irgendwas aus Versehen gelöscht und mich sehr geärgert.

00:05:40: aber ich hab schon kleine Filme von Klassenfahrten oder von irgendwelchen Aufführungen zusammengeschnitten Und darüber haben Sie sich gefragt?

00:05:47: Gibt's die noch die Filmen

00:05:49: Die gibt es noch, die sind tatsächlich sehr beschädigt.

00:05:53: Weil ich irgendwie damals die Idee hatte, der VHS ist doch eigentlich eine super Speichermöglichkeit aber das geht ja irgendwann kaputt.

00:06:01: Ich hab's dann digitalisiert... Aber es ist auch von der Qualität her.

00:06:06: Man muss schon wissen was drauf ist um die einzelnen Leute zu erkennen.

00:06:10: Okay

00:06:10: okay und wenn du die Filme heute so anguckst denkst du an, ah okay, was habe ich denn damals da gemacht?

00:06:16: Also kommt darauf an!

00:06:17: Sachen, wo ich dann selber denke.

00:06:18: Ach das ist ja irgendwie interessant dass ich da schon so verschiedene Perspektiven gefilmt habe und andere Dinge die sich finde ich dann schon sehr peinlich.

00:06:28: Die möchte ich eigentlich keinem zeigen.

00:06:30: Exklusiv für den Podcast gefragt wie macht man denn so ein Dokumentarfilm?

00:06:34: Also wie geht es technisch mit wieviel Leuten erst mal drehst du da?

00:06:38: Ja es gibt einige Filme, die ich komplett alleine umgesetzt habe also von Dann Idee, Regie, Kamera und Schnitt und Ton.

00:06:49: Im Idealfall sind wir mehr und dann das hängt davon ab meistens vom Budget und auch vom Umfang des Projektes.

00:06:59: also und dann können es dann manchmal drei Leute sein, manchmal zehn aber manchmal auch zwanzig.

00:07:06: Und mit welcher Ausrüstung ziehst du denn los?

00:07:09: Also ist das nur eine Kamera oder brauchst du noch mehr?

00:07:11: Also das finde ich das Schöne am dokumentarischem Arbeiten, wobei da gibt es natürlich auch Möglichkeiten mit großem Equipment was zu machen.

00:07:20: Aber Ich mag es mit kleinem Equifiment unterwegs sein.

00:07:23: also ich habe eine Kamera und eine eigene Kamera und dann stativ.

00:07:27: natürlich ist ganz wichtig Ton und dass sich flexibel unterwegs sein kann.

00:07:33: Dann hab' ich wenn nicht jemanden dabei hat dann wird's ein bisschen mehr.

00:07:36: aber ich mag Ja, dass ich dann bei jemandem auch zu Hause bin oder jemanden begleite und sehr schnell darauf reagieren kann was passiert.

00:07:47: Und mit welcher Datenmenge kommst du denn dann zurück wenn du jetzt so ein Film drehst?

00:07:54: Das ist jetzt so allgemein, kann ich das gar nicht sagen.

00:07:58: also beim langen Dokumentarfilm... Also ich weiß ja ich habe ja einen Dokumentarfilm produziert, der wurde in China gedreht.

00:08:11: Da gab es zwei drei Drehblöcke und man musste das natürlich nutzen da vor Ort.

00:08:19: Und das war ein Zehnterabyte im Material.

00:08:25: Das ist sehr viel.

00:08:26: also so ein Handy was hat das?

00:08:27: vielleicht ein paar Gigabyte?

00:08:29: Also schon krass!

00:08:31: Wie viel davon landet denn dann am Ende in dem Film?

00:08:35: Also das war jetzt ein Extrembeispiel.

00:08:38: Weil man auch von der Übersetzung viel machen musste, obwohl ihr Regisseurin Chinesien ist.

00:08:43: aber in China gibt es sehr viele verschiedene Sprachen und da musste auch sie selber als Chinesian das dann übersetzen lassen vor Ort.

00:08:50: Und ich habe das damals aber so lange her auch das Drehverhältnis dann sogar mal ausgerechnet Aber meistens dann ein Viertel oder auf jeden Fall ein Vielfaches wird gedreht an Material und manchmal drehe ich auch ganz viel, was gar nicht reinkommt.

00:09:11: Und wie behältest du da den Überblick?

00:09:13: Also welches Szene du dann am Ende wirklich für den Film verwenden möchtest?

00:09:17: Weil mehr so viel Material, so viel Filmzeit auch.

00:09:21: Ja im Schnitt entsteht ja auch nochmal die Geschichte und dann gibt es auch einige Entscheidungen... die dann auch die erste Idee ändern lassen, also die im Konzept stand quasi.

00:09:35: Also ich bin sehr dankbar wenn ich jemanden habe der auch schneidet weil man dann im Dialog dann auch so ein bisschen festlegt wo soll denn die Reise hingehen?

00:09:43: Also auch im Dokumentarfilm gibt es ja eine Dramaturgie wie beim Spielfilmen und auch so einen Thema und auch eine Fragestellung die sich eigentlich durch den Film zieht und natürlich Hauptprotagonistinnen und Nebenprotagonisten Und dann muss man eine Entscheidung fällen.

00:10:00: Das ist nicht, umsonst sagt man ja manchmal Killio Darlings ... Dann sind die schönen Bilder aber gar nicht so förderlich für die Geschichte und da müssen sie raus.

00:10:11: Aber das heißt auch die andere Person, die schneidet, die muss sich erst mal alles angucken was du so mitgebracht hast oder?

00:10:18: Ja!

00:10:18: Das ist dann viel Arbeit.

00:10:20: also man kann natürlich dann auch scrollen.

00:10:21: ich mache dann auch bei den großen Kino- Projekten mache ich auch ein gutes Protokoll, weil ich natürlich weiß.

00:10:26: Das ist jetzt jemand anderes aber weiss das auch zu schätzen dass da jetzt jemand unbefangendes Material schaut.

00:10:33: also die weiß nicht was außerhalb der Dreharbeiten passiert ist was mein Blick manchmal färben könnte.

00:10:38: und technisch wie machst du das?

00:10:39: wo schneidest du den Film?

00:10:40: Also gibt es einen Schneideraum?

00:10:41: Machst du das am Computer?

00:10:42: Nimm uns da mal mit!

00:10:44: Ja das klingt dann auch immer so groß.

00:10:45: Ich habe früher auch mal gedacht ah dann ist das so ein extra Riesenraum.

00:10:48: Gibt's ja aber ich schneide tatsächlich ganz viel auch Zuhause Und manchmal auch woanders im Büro.

00:10:55: Meine Katerin hat dann auch ihr Büro bei sich zu Hause.

00:10:59: Und wann weißt du, so jetzt haben wir genug geschnitten?

00:11:01: Jetzt ist fertig!

00:11:03: Ja da muss ich rumzwitschen auf Produkzenten und sagen Wir haben ja auch einen Zeitplan und wir haben ja ein Budget.

00:11:10: Es muss eingehalten werden und da muss man irgendwann einen Punkt setzen.

00:11:13: Ich habe auch dann eine Festivalauswertung festgelegte Strategie.

00:11:20: Da hängt vieles so miteinander zusammen.

00:11:22: Und dann bin ich schon auch jemand, der sehr in so Deadlines setzt und sagt jetzt ... In der Woche muss der Ruhschnitt stehen.

00:11:33: Manchmal wird's doch verlängert aber irgendwie ist es noch eine gemeinsame Entscheidung.

00:11:39: Die beim letzten Film fiel mir sehr schwer.

00:11:42: Weil?

00:11:44: Die Katterin, die sehr gut ist und das ist auch eine richtige Entscheidung hat.

00:11:49: Ich wollte da unbedingt noch ein Feld des Themaes Kontaktabbruch in der Familie und ich wollte unbedingt noch das Thema Bindung zwischen Eltern und Kind reinbringen wie das überhaupt entsteht und wie sich aber auch im Laufe des Lebens verändern kann.

00:12:04: Ich finde es aber noch eine höchst spannende Geschichte und auch ein Thema und sie hat gesagt Rund, wenn man das alles rausnimmt.

00:12:15: Das ist zu viel und wir müssen uns auf die und die Protagonisten konzentrieren und da ist soviel auch in ihrem Leben los – das muss raus!

00:12:24: Und dann war so ein ganz aufwendiger Dreh dann in Österreich erst mal gefühlt umsonst.

00:12:34: ich habe sehr viel gekämpft und das habe ich jetzt anders ausgewertet.

00:12:38: Du hast gerade noch angedeutet, dass der Ton auch sehr wichtig ist.

00:12:42: Wie wichtig ist denn der Ton bei deinen Filmen?

00:12:44: Also ich finde den sehr sehr sehr wichtig weil über den Ton ja auch viel transportiert wird und grade beim Dokumentarischen weiß man ja gar nicht was da passiert und da sind dann auch einzelne Sätze können die Szene super einer einführen oder dann passiert genau da irgendwas in den Zwischentönen Und deswegen arbeite ich ganz viel mit Funken.

00:13:09: Und... Ich mag es ja auch wenn's Gespräche sind, also wirklich echte Gespräche zwischen den Protagonisten und im Idealfall vergessen die ja auch so ein bisschen die Kamera.

00:13:21: und wenn sie dann aber... Also die sind natürlich informiert ne?

00:13:23: Ich mach das ja nicht heimlich.

00:13:25: Aber dann kommen Gespräche zustande und man hat sich dann aufgezeichnet.

00:13:32: Wir gehen zurück in die Live-Sendung.

00:13:34: Sag mal ganz kurz, welche Themen du nimmst?

00:13:35: Das ist immer sehr menschlich und privat zwischenmenschlich.

00:13:41: Wenn mich jemand fragt, dann antworte ich oft, dass ich mich auf psychologische, gesellschaftspolitische und sozialrelevante Themen konzentriere.

00:13:52: D.h.,

00:13:52: du filmst also die Beziehungen von Menschen untereinander, so kann man im Groben sagen.

00:13:58: Wie gehst du daran mit dem Konzept dran?

00:14:00: oder gehst einfach hin und sagst jetzt machen

00:14:01: wir mal!

00:14:02: Ja, das ist auch mal so.

00:14:04: Mal findet mich ja auch ein Thema.

00:14:05: Mal interessiert es mich dann ein Thema und dann recherchiere ich erst dazu oder ich begegne Menschen.

00:14:12: Aber das stimmt!

00:14:13: Das sind oft Themen die so zwischenmenschlich sind.

00:14:19: Und das heißt...das ist ja doch sehr persönlich was wahrscheinlich deine Protagonistinnen und Protagonisten, die erzählen.

00:14:25: Das ist ja auch eine große Verantwortung, die du hast.

00:14:28: Ja, das ist auf jeden Fall so.

00:14:31: Also ich lass auch jeden Film von den Protagonisten auch sehen, quasi abnehmen bevor der veröffentlicht wird und spreche auch mit ihnen davor viel darüber.

00:14:45: Auf jeden Fall!

00:14:46: So eine Kamera, ich duziere ja auch an der Bergischen Unimopertal und da ist dann in dem Produktionsmanagement-Seminar von mir immer ein Teil Medienethik Weil es gibt halt einen Unterschied zwischen, was gesetzlich erlaubt ist und was einfach ethisch dann auch vertretbar ist oder welche Verantwortung man hat.

00:15:04: Also jeder der Content kreiert und konsumiert oder teilt – also da steckt immer eine Verantwortung mit drin.

00:15:13: Und dürfen denn die gefilmten Menschen aussagen, oh nee das möchte ich lieber nicht drin haben?

00:15:17: Das finde ich nicht so gut!

00:15:18: Das muss da wieder raus.

00:15:20: Wir vereinbaren ja vorher das dass ein Film darüber gedreht wird und dann wenn so was aufkommt, also wenn natürlich jemand etwas sagt oder was passiert.

00:15:36: Was sie nicht möchte?

00:15:41: Ich überprüfe das immer ist er so relevant für mein Thema oder für meine Geschichte weil manchmal sind es ja auch Dinge die jetzt die was mit anderen Dingen zu tun haben, wo man sich nicht wohlfühlt.

00:15:52: Und dann ist das gar keine Frage, dann kommt das raus.

00:15:55: und wenn es aber sehr eng verknüpft ist mit dem, was ich erzählen möchte und ich das als wichtig empfinde, dann gehe ich auch ins Gespräch und entweder ist die Person dann überzeugt oder man findet einen Mittelweg ... Ich hab's noch nie erlebt, dass jemand das irgendwie so ... Dass ich ... Dass jemand das gar nicht möchte Irgendein Teil, wo ich das Gefühl habe jetzt ist der Film gar nicht.

00:16:22: Obwohl doch eine wollte da nicht gesehen werden dann das war ein sehr... Ich hab's verdrängt!

00:16:28: Also da haben wir eine Lösung gefunden gemeinsam mit dass sie jetzt anonymisiert ist aber so dass man Emotionen sieht.

00:16:37: Jetzt gibt es ja auch das Phänomen vor der Kamera Verhalten sich Menschen anders als wenn keine Kamera dabei ist.

00:16:44: wie verhinderst du das denn?

00:16:46: Ja Das kann man gar nicht verhindern.

00:16:51: Ich glaube, ich habe tatsächlich meine schriftliche Diplomarbeit genau über dieses Thema geschrieben, dass das wahrhaftige am Dokumentarfilm eigentlich ... Also es kann immer nur nah dran kommen aber es funktioniert nicht weil sobald eine Kamera im Raum ist hat man ja die Realität verändert und dann jeder Schnitt, jeder Bildausschnitt Nimmt zeigt ja auch Dinge anders als dann vielleicht jemand anderes, der im Raum ist.

00:17:20: Deswegen ist auch Dokumentarfilm nie neutral oder objektiv das geht gar nicht.

00:17:28: Also es steckt auch immer ganz viel natürlich meinen Blick drin und meine Haltung.

00:17:31: Das ist mir schon sehr bewusst.

00:17:34: Du entschneidest

00:17:35: ja auch am Ende beim Schneiden.

00:17:36: also was reinkommt welches hin sind also wie die Geschichte erzählt wird?

00:17:40: Ganz viele Entscheidungen die ich dann ja treffe Genau.

00:17:45: Aber was natürlich geht, dass eine vertrauensvolle Atmosphäre geschaffen wird und das dann die Menschen sich wohlfinden?

00:17:54: Und ich mir ist es immer wichtig, dass sie sich als Mensch wieder finden – weil das ist ja auch immer nur ein Teil.

00:18:01: meistens, also eigentlich immer, weil jeder Mensch mehr ist als nur diesen Teil den ich dann im Film zeigen kann und dann vieles transparent mache.

00:18:13: Und manchmal erzähle ich auch ein bisschen was von mir, und dann öffnet sich die Person natürlich mehr.

00:18:20: Also es ist am schönsten wenn das wirklich aus anfühlt wie ein Austausch oder auch ein Austauch ist und ich auch etwas

00:18:26: mitnehme.".

00:18:27: Dann gehen wir noch einmal in den Podcasts!

00:18:28: Es gibt eine schöne Doku von dir, Inside Oberbarmen.

00:18:32: Was war da die Idee?

00:18:34: Die Idee war, Menschen aus Oberbahmen zu zeigen.

00:18:40: Die Nachbarschafts-Engagement zeigen und irgendwie auch mit dem Bob Campus verknüpft sind und dort mit anderen Menschen in Kontakt treten um das Viertel zu verschönern oder einfach Lebenswetter zu machen.

00:18:57: Was kommt denn raus am Ende?

00:18:58: Wie sind die Menschen in Oberbahmen?

00:19:01: Sehr sehr unterschiedlich sehr viele Menschen, die auch einfach sehr aktiv sind und viel ehrenamtlich arbeiten.

00:19:09: Und einfach Lust haben andere Kulturen und andere Menschen kennenzulernen.

00:19:15: Und warum ist es eigentlich oberbarmen geworden für diese Dokumentation?

00:19:19: Ja das ist tatsächlich hängt das sehr mit dem Wolf Campus zusammen.

00:19:23: also da war auch die Idee das mit reinzunehmen.

00:19:27: Da hatte ich sehr früh bevor das überhaupt begonnen hat mit den Bauarbeiten habe ich schon auch mit Menschen von der Montagstiftung gesprochen und die sind ja auch, also da ist die Miriam auf mich zugekommen und hat dann gesagt es ist nicht spannend für dich als Filmemacherin.

00:19:43: Und dann ist immer der Kontakt geblieben.

00:19:45: und ja, ich finde es immer noch sehr spannend wie ein Stadtteil sich so verändert auch in dem man gemeinsame Räume schafft.

00:19:54: Das ist so der Leitsatz Und Oberbaum wurde dort auch ausgesucht.

00:20:03: Das heißt dann ja oft, das ist ein Stadtteil mit viel Potenzial weil da einfach nicht so eine gute Infrastruktur vorhanden ist.

00:20:12: Weil da einfach auch nicht so viele Angebote für Kinder und Jugendliche.

00:20:18: Meine Protagonistinnen haben oft gesagt, Oberbaum ist super laut, Oberbarm ist schmutzig und wir fühlen es etwas abgehängt.

00:20:27: Und wie waren dann die Reaktionen auf diesen Film?

00:20:29: Oder gibt es ja zwei Teile mittlerweile.

00:20:32: Ja, genau!

00:20:32: Es gibt also zwei Reihen.

00:20:34: Das sind immer so kurze Filme, die kann man auch auf YouTube sehen und... Im

00:20:39: Zeit-Oberwärmen, guck mal nach.

00:20:41: Genau.

00:20:41: Und das konnten wir dann im Cinema zeigen dank Mustafa der den Kinos hier, also zwei Paramenkinos in Wuppertal führt und das war super.

00:20:54: Also ... Das Kino war sehr unterschiedlich gefühlt.

00:21:00: Also wirklich super.

00:21:01: unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Alter, unterschiedlichen Hintergründe und die waren alle auf der Bühne, die vor der Kamera standen so stolz.

00:21:11: also das hat mich am meisten erfüllt.

00:21:13: Gibt es irgendwann noch Insideroberbarmen Teil drei?

00:21:16: Das fände ich sehr schön hängt immer ein bisschen an der Finanzierung ab dass ich noch weitere Protagonisten finde, daran wird's nicht scheitern.

00:21:27: Aber Zeit und Geld!

00:21:30: Du hast gerade schon gesagt es gab auch ein Projekt in China und du bist ja überall unterwegs.

00:21:34: wie ist das dann in der Heimatstadt so was zu machen?

00:21:37: Sehr angenehm!

00:21:39: Also kurze Wege

00:21:40: und so.

00:21:40: ne genau!

00:21:40: Kurze wege also.

00:21:42: viele kenne ich ja in Wuppertal, da sind manche Zugänge einfach viel einfacher Und ich konnte ja auch da sehr spontan selber hin, auch wenn was ist.

00:21:55: In China war das eine sehr große Vorplanung und das war der Grund, warum mich nur auf die Produktion konzentriert hatte damals.

00:22:05: Dann war der hohe Anspruch in diesen kurzen Drehzeiträumen, die dann viel teurer sind alles hinzukriegen – alles zu schaffen, alles zu drehen, was man sich vorgenommen hat

00:22:17: Also wesentlich entspannter, wenn man zu Hause dreht.

00:22:19: Ja also man verliert sich dann natürlich auch dann vielleicht zeitlich aber auf einer schönen Art und Weise dass man dann doch länger bleibt.

00:22:27: die Kamera ist schon längst aus Und man sitzt da noch und ist zusammen wird da eingeladen.

00:22:32: und das also aber ich fand es schön.

00:22:35: Wie gehen zurück in die live Sendung?

00:22:36: Meine Gäste bringen ja immer einen Song mit den sie besonders mögen oder mit dem Sie was verbinden.

00:22:42: bei dir ist es Amy McDonald Mr.

00:22:44: Rock'n Roll.

00:22:44: warum?

00:22:46: Ja, das war jetzt so ganz... Also ich habe gar nicht den Lieblingssong.

00:22:49: Sondern das fiel mir jetzt so ein weil ich letzten Dienstag auch auf dem Konzert war von Amy McDonald.

00:22:55: Wo war das?

00:22:56: Und wie war's?

00:22:57: Das war das Zeltfestival und ich fand super!

00:23:01: Es war sehr warm in diesem Zelt aber sie auf der Bühne ist einfach echt total Energie geladen und es hat total Spaß gemacht.

00:23:08: Das heißt wer mit dem Song jetzt hören dann hast du quasi nochmal das Gefühl von letzter Woche In dir?

00:23:13: Ja, genau.

00:23:14: Okay bitte schön Amy Macdonalds Mr.

00:23:16: Rock'n'Rose Möchtest du eigentlich mit deinen Filmen irgendwas ja bewegen erreichen oder warum machst Du die ?

00:23:33: Ja ich mach die auch glaube ich oder hab das angefangen auch so ganz eignützig weil ich dann so Einblicke bekomme in andere Lebenswirklichkeiten und dass einfach sehr spannend finde auch Menschen kennenzulernen.

00:23:47: aber Mein großer Antrieb oder so eine Intention ist schon auch, Impulse zu geben.

00:23:52: Oder jemanden ein Sprachrohr zu sein oder auf Missstände hinzuweisen.

00:23:58: das schon ja.

00:23:58: Und merkst du denn dass das irgendwann auch zurückgemeldet wird nach einem Film?

00:24:02: Also auf ganz unterschiedlichen Wege.

00:24:04: also was ich immer noch total gerne in der Änderung rufe, ist ein Jugendlicher, der einen Filmprojekt mitgemacht hat.

00:24:13: Das war ein Mockumentary über eine fiktive Jugendpartei und... Also

00:24:17: Mockmentary heißt man tut so als eine Dokumentation aber es ist alles gescriptet?

00:24:20: Ja das ist so tiles!

00:24:22: Die Partei gab's gar nicht.

00:24:24: also diese Jugendparteie die hat auch ganz absurde Sachen gefordert wie Mathe muss abgeschafft werden Parkplatz für jeden, damit alle auch ein bisschen ausgeglichener sind.

00:24:32: Gute

00:24:32: Ideen haben?

00:24:33: Wenn

00:24:33: jemand Tiere essen möchte muss man die selber töten.

00:24:35: also es wurde immer extremer so in diesem Film aber diese Jugendgruppe als Partei gab's nicht.

00:24:41: Aber alles was sie gemacht haben spielte halt tatsächlich auch ihr Entwurf-Parteil in der Innenstadt oder entfälbert Mitte Genau.

00:24:47: und dieser Junge der da mitgemacht hat und natürlich auch der war ja dann Darsteller der eine Figur.

00:24:52: ich habe ganz viel von denen selber genommen.

00:24:53: Er hat sich da eine Figur quasi gebaut und die gespielt, der war damals vierzehn.

00:25:01: Und er hat mich wirklich mehrere Jahre irgendwie so sechs, sieben Jahre später angeschrieben und sich nochmal sehr bedankt dass dieses Projekt sehr prägend für ihn war und er jetzt sich politisch sehr stark engagiert und auch überlegt es beruflich zu machen und vorher er sich gar nicht bewusst war was politisches Engagement alles bedeutet.

00:25:22: Wie schön aber eigentlich oder?

00:25:25: Ist es so, dass du mit deinen Protagonistinnen auch danach noch länger in Kontakt bist?

00:25:32: Ja, manchmal ist das so.

00:25:35: Manchmal ist dann der Wunsch von den Protagonisten da oder auch von mir und dann ist es aber gar nicht möglich.

00:25:41: Ich sage ganz oft, dass die gemeinsame Zeit bleibt.

00:25:49: Oder ich bin ja immer erreichbar Aber dass mir ist das schon bewusst, dass dann ja für mich es in anderen Projekte und Themen weitergeht mit anderen Menschen.

00:26:00: Und dass es nichts Persönliches ist.

00:26:03: Manchmal sage ich das wenn ich so merke, dass da irgendwie sowas extrem schwingt und da auch ein Wunsch da ist.

00:26:10: Und das eingeladen wird zum Geburtstag

00:26:12: z.B.,

00:26:12: und dann denke ich manchmal ist das aber dann ganz gut, es dann klar zu sagen, dass das jetzt auch mein Beruf ist?

00:26:18: Aber gerade weil die Themen ja auch so persönlich sind, denn du bist ja so nah dran an den Leuten dann.

00:26:22: Und die denken das ja auch, dass sie nah an dir sind.

00:26:25: Ja, das ist ganz natürlich, dass es passiert und das ist dann ja auch tatsächlich so.

00:26:29: Es ist ja auch nichts gefakedes.

00:26:30: nur ich könnte gar nicht von den Kapazitäten mit allen in Verbindung bleiben.

00:26:35: aber klar bei manchen ist reich also dass man immer weiß, dass man so voneinander mal so mitkriegt.

00:26:40: Das finde ich total schön!

00:26:42: Bei manchen entsteht hier auch eine Verbindung.

00:26:46: Das ist immer noch ein anderes Projekt sprechen, sondern so ein Nebenprojekt hast du gemacht.

00:26:49: Hast Du was im Buch gemacht mit Deiner Schwester?

00:26:51: Er der Arbeit Leidenschaft.

00:26:54: Landwirtschaft haut nahe.

00:26:55: Worum geht's da?

00:26:56: Ja, Landwirtschaft!

00:26:58: Es ist tatsächlich ein Wuch, das die Veränderung in den landwirtschaftlichen Betrieben beleuchtet über die Menschen.

00:27:06: Also wir haben verschiedene Betriebe besucht und die Menschen befragt und es geht um die Transformationen... Und auch die Veränderung.

00:27:17: Es gibt einfach sehr viele Auflagen und Veränderungen oder auch Ziele, das ist in einer extremen Umbruchs-Situation.

00:27:29: Wir finden die Menschen auf den Betrieben mit Themen konfrontiert wie Generationswechsel was früher selbstverständlich war heute nicht mehr Mit Ansehen.

00:27:41: früher war das ein sehr angesehener Beruf und man hatte so einen ganz hohen Status, weil er einfach uns ernährt.

00:27:49: Und heute ist es fast ins Gegenteil geraten, dass sie auch sehr oft bestimmt

00:27:55: werden.".

00:27:55: Das heißt du hast aber auch viel gelernt über die Landwirtschaft bei diesem Projekt?

00:27:59: Definitiv.

00:28:00: Also das Thema und den Zugang, der kommt über meine Schwester Dr.

00:28:04: Pia Münster die auch in dem Bereich arbeitet und dann haben wir uns zusammengetan und da habe ich sicherlich viel mehr über die Landwirtschaft gelernt als sie.

00:28:15: aber sie meinte sie hat auch noch ein paar Dinge neu dazugehen.

00:28:17: also wenn euch das interessiert dann googles mal Erde Arbeit Leidenschaft landwirtschaft.

00:28:23: hautnah heißt das buch und exklusiv für den podcast gefragt treib sand film heißt deine Produktionsfirma.

00:28:30: erst mal, wie bist du überhaupt auf den Namen gekommen?

00:28:32: Ja.

00:28:33: Der Name ist entstanden mit... Wir haben ihn zusammen entwickelt.

00:28:42: also ich wollte von Anfang an auch so ein deutsches Wort und man sagt ja immer so Kofferwort oder das zwei Worte einen Wort ergeben und dass es schön klingt und schön geschrieben ist.

00:28:53: Und Luisa Maria Butner die wird mir auch dann in einem Starterprogramm war, um die aufzubauen.

00:29:02: Sie hat sich für einen sicheren Lehrerin-Job entschieden was sie sehr sicher gut macht und deswegen bin ich nicht mehr dabei.

00:29:11: aber bei der Namensfindung waren wir zu zweit und haben bei einer Flasche Wein uns darüber unterhalten.

00:29:18: das war ein lustiger Abend Und wir wollten etwas, weil wir zwei Frauen sind.

00:29:23: Etwas was nicht so lieblich klingt sondern auch vielleicht ein bisschen gefährlich sein darf als was man sich alles so da so rumspinnt.

00:29:30: und ich finde Treibsand jetzt sehr passend.

00:29:33: Weil ich ja sehr hoffe dass die Filme, die ich produziere, dich umsetze dann auch so'n Sokam das sie einen reinziehen, dass es eine treibende Kraft hat aber darin auch was ja drin steckt was schönes.

00:29:47: also wenn ich an Sand denke Ich denke auch an was Schönes, Meer, Urlaub.

00:29:52: Und Treibsand ist halt auch

00:29:54: gefährlich.

00:29:55: Genau das lernt man als Kind immer, dass es das Gefährliches gibt.

00:29:58: Was macht denn die Firma eigentlich genau?

00:30:02: Ja, Treib sand film produziert und entwickelt Filme und wertet aus.

00:30:08: so kann man das eigentlich beschreiben.

00:30:11: Mal habe ich da Hilfe mit anderen Firmen und mal nicht.

00:30:19: Ja, Filmproduktion bedeutet das erst mal auch Projektefilme.

00:30:26: Aber wenn ich Projekt meine dann gehört dazu ja auch die Entwicklung aber auch die Auswertung dass der Film auch immer gesehen wird auch Veranstaltungen organisiert werden Filmtouren und Dass das initiiert wird.

00:30:37: angeschoben wird, dass ein Team zusammengestellt wird Und natürlich das finanziert wird.

00:30:43: also Gelder werden mit Treibsern Filmen beantragt.

00:30:45: Ganz kurze Frage wie groß ist dein Team?

00:30:48: Also das ist von Projekt zu Projekt unabhängig und ich arbeite regelmäßig mit, ja da sind gar nicht so viele ne?

00:30:57: So eine Handvoll Autorin zusammen.

00:30:59: Mit denen ich Projekte entwickle.

00:31:01: dann kommen immer mal welche dazu und ich habe jemanden der regelmäßig Musik komponiert für die Filme und den Sound abmischt.

00:31:10: Das sind so ganz vertraute enge Preibsandfilmen Mitarbeiter, die aber frei sind.

00:31:17: Also es sind keine Angestellten.

00:31:20: Wir gehen noch mal in die Leitsänderung.

00:31:21: Kim Münster du bist auch im Vorstand des Filmbüro.

00:31:25: NW steht für Nordrhein-Westfalen.

00:31:26: was macht das film Büro?

00:31:28: Das Film Büro ist ein Verband was die freie Filmszene NRWs verbindet und auch Sprachrohr sein soll oder auch ist definitiv gegenüber der Politik, gegenüber den Förderstrukturen, gegenüber dem Sendern.

00:31:46: Und ganz einfach werden auch mit dem Filmbüro NW Veranstaltungen organisiert – Symposien, Filmscreenings und es gibt ein Beratungsprogramm für junge Menschen oder junge filmschaffende.

00:31:59: Mitjungen ist gemeint auch wenn man nicht also keinen kein menschliches Alter, sondern jung in die Branche reinkommt.

00:32:05: Dass man da auch Fragen stellen kann.

00:32:08: Was wahrscheinlich oft gefragt wird ist wie geht das eigentlich mit der Filmförderung?

00:32:12: Wie funktioniert die eigentlich grundsätzlich?

00:32:15: Ja manchmal frage ich mich das auch.

00:32:18: Also es ist tatsächlich dauerte das ein bisschen um das so durch zu dringen und es ändert sich ja auch immer mal wieder etwas.

00:32:25: deswegen ist das total wichtig In der Filmbranche sich immer weiter zu informieren, auszutauschen.

00:32:31: Zu vernetzen aber auch einfach... ...immer wieder mal die Richtlinien zu lesen.

00:32:37: Es gibt ja in Deutschland Landes- und Bundesfilmförderung was ich ein sehr großes Privileg empfinde.

00:32:45: Also es ist natürlich auch oft dann so wenig Geld oder natürlich ist das auch immer bedenklich wenn gekürzt wird.

00:32:53: Aber erstmal per se ist es ein großes Priviläge dass unsere Filmkultur subventioniert wird.

00:33:02: Da muss man dann Anträge stellen und manchmal ist das Jury basiert, und manchmal von der Institution der Entscheidung, dann guckt man sich die Projekte an und entweder kriegt man Geld oder nicht.

00:33:14: Und gibt es da bestimmte Kriterien, die man beachten muss?

00:33:16: Oder wie weiß man, wann man Geld beantragen kann?

00:33:20: War man Geld beantragen kann und wie?

00:33:21: Das steht immer sehr klar eigentlich dann in den Richtlinien.

00:33:24: Also es gibt Fristen, es gibt auch.

00:33:26: dann steht was dann verlangt wird ob's ein Treatment ist eine klare Kalkulation im Team Ob das Geld ob man das Geld bekommt dass weiß man dann oft erst viel später Ob sich die Mühe gelohnt hat Manchmal bekommt man eine Begründung manchmal nicht.

00:33:42: also das ist eine sehr große Vorleistung die man dann auch da so eingeht.

00:33:47: Zum Schluss noch eine Frage.

00:33:48: An welchen Projekten bist du gerade?

00:33:51: Ja, also ein Film kommt ja im Winter ins Kino über Kontaktabrunde Familie.

00:33:59: Stille zwischen uns!

00:34:00: Da gibt es auch einen Instagram-Kanal.

00:34:03: Das eure Aufgabe, den klick dir gleich mal an.

00:34:05: Das wär schön.

00:34:06: da kann man dann sehen wo der läuft und ich poste da auch immer ein bisschen was ich gerade auch schon hier erzählt hatte dass ja auch vieles an Material nicht im Film kam.

00:34:14: das werde ich dann.

00:34:15: das habe ich da jetzt auch genutzt für dieses Instagram-Control ist eigentlich ganz schön.

00:34:20: Und dann fasse ich grade so Fuß in die Co-Produktion wo ich aber noch gar nicht so viel erzählen kann weil ich da noch nichts sagen kann ob das ob die Finanzierung da jetzt angeschoben ist oder nicht.

00:34:32: Aber das finde ich sehr spannend auch mit Norwegen und Ungarn zusammen zu

00:34:37: arbeiten.".

00:34:53: Ja, das ist dann auf jeden Fall so mal auf der anderen Seite zu stehen.

00:34:59: Ist auch ganz spannend weil meistens stell ich ja die Fragen und dann warte ich und dann höre ich zu Jetzt war ich mal dran, aber du hast mir das sehr angenehm bereitet.

00:35:08: Und der Unterschied ist auch wir haben hier nicht unbegrenzt Zeit wie du wahrscheinlich wo den Leuten immer richtig Zeit lässt.

00:35:12: Wir sind immer ein bisschen in so einem Zeitkorset es muss immer alles so schnell nacheinander abgefragt werden.

00:35:17: Ich hoffe es war nicht zu schlimm.

00:35:18: Würdest Du... Ich wäre auf jeden Fall sehr gut gefallen.

00:35:20: Ich habe viele spannende Sachen erfahren über Dokumentarfilmen.

00:35:24: Würdest du denn Elbert Talk weiter empfehlen?

00:35:26: Ja, definitiv.

00:35:27: Also ich finde auch was man jetzt so erfahren hat über die verschiedenen Menschen natürlich in Wuppertal und was hier so passiert ist das total toll dass da man etwas in die Tiefe gehen kann.

00:35:39: Das finde ich auch.

00:35:39: das Schöne ist ja auch die einzige Sendung bei Radio Wupperteil wo wir uns so viel Zeit nehmen für einen Gast.

00:35:43: deswegen schön dass du da warst.

00:35:45: wo geht es jetzt für dich als nächstes hin?

00:35:47: Jetzt geht's zum Projekt.

00:35:49: Das ist das Cypher Lab Filmprojekt zwischen dem Medienprojekt Wuppertal, den Pina Bausch-Zentrum und dem Dance Complex.

00:35:56: Der Elba Talk ist eine Sendung von Radio Wuppertaal jeden Freitag um fünfzehn Uhr live aus unserem Sendestudio in der alten Elba Fabrik in Wupperteil-Elberfeld.

00:36:06: Wir wiederholen die Sendung sonntags um zwölf Uhr und jeden Montag um achtzehn Uhr.

00:36:11: Den kompletten Mitschnitt, inklusive Bundesmaterial findet ihr in unserer Mediathek auf radiowuppertal.de und als Podcast in jedem Podcastplayer.

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