ELBA-Talk mit Gregor Eisenmann
Shownotes
Gregor Eisenmann ist Licht- und Medienkünstler aus Wuppertal - und reist wie ein Zauberer durch die Republik, um Gebäude zum Leuchten zu bringen. Im ELBA-Talk erzählt er, wie er als VJ in den Clubs in NRW angefangen hat, was Projection Mapping bedeutet und warum er den Sparkassenturm aus einem „fast unmöglichen" Winkel bespielt hat. Außerdem: Wie verdient man mit Lichtkunst eigentlich Geld? Was hat ein 70-köpfiges Orchester damit zu tun? Und warum ist Lichtkunst eigentlich ein rußpartikelfreies Feuerwerk?
Gregor Eisenmann spricht über seine Arbeit im Schwebeodrom in Barmen, über die Frage, ob KI seiner Kunst gefährlich wird, und warum er überzeugt ist: Wir brauchen Kunst zum Überleben. - Mit Bonusfragen exklusiv für den Podcast.
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00:00:00: Der Elbertalk, das ist das ausführliche Interview bei Radio Wuppertal.
00:00:04: Jeden Freitag um fünfzehn Uhr live aus unserem Studio in der alten Elbafabrik in Elberfeld und hier als Podcast mit exklusiven Podcast-Bonusfragen für die in der Live Sendung keine Zeit mehr war.
00:00:17: ich bin Michael Brockort und heute isst mein Gast Gregor Eisenmann Medienkünstler Lichtkünstlern.
00:00:22: was klären wir auch später noch?
00:00:23: Was das genau ist?
00:00:25: Schönen guten Tag!
00:00:25: Hi
00:00:26: wie war denn die Woche?
00:00:28: Aufregend, wie immer.
00:00:28: Wie jede Woche!
00:00:30: Wo kommen Sie jetzt gerade her?
00:00:31: Ich komme jetzt gerade aus Matelier und ich arbeite gerade an einem Musical bzw.
00:00:35: ein Bühnenbild für eine Musical Und ich habe gerade technische Zeichnungen an Gewerke weitergegeben und das nochmal im Modell überprüft.
00:00:43: Was verbinden sie mit Radio Wuppertal?
00:00:46: Radio Wuppertal ist das zweite Mal, dass ich hier bin.
00:00:49: Einmal zum Szene-Talk mit Florian Franke.
00:00:52: und ja es ist natürlich toll!
00:00:54: Man hat das Gefühl man spricht mit Wuppertaal und man hört Wuppertoal und finde ich toll.
00:01:00: Danke für die Anladung.
00:01:01: Ja
00:01:01: sehr gerne schön, dass Sie da sind.
00:01:02: was erwarten wir jetzt vom Elba Talk?
00:01:05: Ich denke, ich kann einiges über meine ganzen Abenteuer in der Republik erzählen und natürlich die Aussicht Lichtkunst Freude bringen als Magier durch die Welt reisen.
00:01:16: Genau.
00:01:16: Ich freue mich sehr drauf, dann gehen wir rein in die Live-Sendung!
00:01:26: Das ist das große Interview zum Start ins Wochenende heute mein Gast Gregor Eisenmann Lichtkünstler.
00:01:32: Schönen guten Tag herzlich willkommen.
00:01:34: Hi
00:01:35: Was ist so Ihre Lieblingsfarbe in Ihren Lichtprojektionen?
00:01:39: Ihnen
00:01:39: meine Lichtprojekzion.
00:01:40: Ja es sollten kräftige Farben sein tatsächlich in die Lichtprojektion gelb, würde ich sagen.
00:01:47: Weil
00:01:47: es am meisten leuchtet einfach und Lichtkunst heißt sie malen mit Licht auf Holzfassaden kann man das so vereinfacht sagen.
00:01:56: Ja, also ganz genau genommen ist es Medienkunst tatsächlich.
00:01:59: Lichtkunst auch ein bisschen.
00:02:01: Das heißt ich arbeite mit Videoanimationen und Filmen und die projzehe ich auf Gebäude oder auf Bühnenbilder.
00:02:08: Und auf der anderen Seite Lichtkunsten sind dann LED-Installationen, Scheinwerferinstallationen das Arbeiten mit Leuchtmitteln Und genau das ist meine Hauptarbeit.
00:02:17: Also zwei Dinge gibt es, die arbeiten draußen mit ich sage noch mal Fassaden, sie arbeiten drin so als Bühnenbildkünstler.
00:02:24: Nehmen Sie uns mal mit wenn jetzt wir hatten das neulich am Stadion am Zoo, da gab's diese Vorbewerbung oder Bewerbung für die Olympia-Bewerbung wie läuft das dann?
00:02:32: Sagt seine Stadt so, da wollen wir was machen und wie geht das dann
00:02:35: Tatsächlich, ja genau so ist es.
00:02:37: Und ich sage dann halt halt halt ganz einfach ist das nicht?
00:02:40: Nein Quatsch!
00:02:41: Ich mache eine Vorortbegehung und schauen mir die Dimensionen an also das Stadion neunzig Meter breite irgendwie schon sehr sehr breit und trotzdem die Aufstellorte der Projektoren sind sehr nah am Gebäude weil die Wuppa eben da liegt und die Schwillbahn.
00:02:54: also ich kann kaum Abstand nehmen und dementsprechend berechne ich dann welche Objektive brauche für die Videoprojektoren und wie viel kostet dass auch im Rental wenn ich dieses ganze Material und Personal alles einkomme Kauf, er sozusagen macht eine Kalkulation und dann eben noch ein künstlerisches Konzept.
00:03:09: Und dann gebe ich das künstlische Konzept ab und die Kalkulation und die Städte oder die Kunden können dann sozusagen entweder noch irgendwie zusätzliche Mittel generieren weil es vielleicht doch zu viel kostet.
00:03:21: Oder genau Sie sehen, boah es ist eigentlich gar nicht drin oder wie auch immer.
00:03:25: Also
00:03:25: sie sind also zwei Zweigen, einmal so der Geschäftsmann, einmal mal so der Künstler, geben wir mal auf das künstlerische oder vielleicht ist auch eher das technische, sondern bleiben nochmal beim Stadion bei der Fassade.
00:03:36: da sind ja zum Beispiel auch Fenster drinnen und Bögen.
00:03:38: die werden dann quasi in die Projektion integriert.
00:03:41: aber wie kriegen sie das genau passend?
00:03:43: Genau, das Ganze läuft eigentlich unter dem Beruf Projection Mapping.
00:03:46: Das heißt also wenn wir mit einem Projektor irgendwo an der Wand schräg drauf schießen dann haben wir ein totales Trapez als eine Verzerrung des Bildes und das kann gegen so einen drei-D-Gitter sozusagen wieder weggerechnet werden am Computer.
00:03:59: Also die Verzerren können weggenommen werden, also Trapezkorrektur quasi im einfachsten Sinne.
00:04:03: Klar!
00:04:04: Und ich mache eben wirklich einen Scan von dem Gebäude aus jeder Position der Videoprojektoren Und aus diesen Scans setze ich dann eine große Pixelmap zusammen, die ich als Schablone oder als Vorlage nutze um darauf hin künstlerische Animationen und Zeichnungen usw.
00:04:24: zu entwickeln.
00:04:25: Aber wie lernt man das denn?
00:04:26: Ich sag mal so Bilder malen, da weiß man nicht.
00:04:29: Da weiß man dann im Farbe auf einer Leinwand.
00:04:31: aber wie lerne man jetzt sowas!
00:04:34: Okay, also ich hab das... ...Sechs-Zweißen-Sechs-Zwei-Tausend-Acht angefangen.
00:04:37: Da war es noch sehr, sehr neu irgendwie.
00:04:39: Das war tatsächlich einfach nur ein Workshop irgendwie.
00:04:41: Ich habe Kommunikationsdesign studiert und habe das so nebenbei gemacht Und irgendwann habe ich halt in Clubs und Diskotheken Visuals gemacht.
00:04:48: Also als VJ bin ich hier Visual Jockey sozusagen durch die ganzen Clubs NRWs gegangen Und habe zu elektronischer Musik zutreibenden Beats wirklich Visuals gemacht So!
00:04:57: Und irgendwann... Ja, habe ich gemerkt, okay, ich werde zu alt Die ganze Dächte hier um die Uhr zu hauen Und dann habe ich angefangen mein bisschen Theater, ein bisschen Lesungen und so weiter.
00:05:07: Ein bisschen andere Formate noch zu bedienen.
00:05:10: So und da kam dann irgendwann auch... Ich bleibe nochmal beim Stadion am Zoo.
00:05:13: Da hat eine Fenster in der... Die müssen ja irgendwie rausgerechnet werden.
00:05:16: oder wie geht das denn?
00:05:18: Ja also wie gesagt, ich hab dann diesen Scan.
00:05:19: Das kann man sich vorstellen wie so ne Foto, ne Grundlage.
00:05:22: Ich habe tatsächlich das komplette Stadion von Hand auf dem iPad nachgezeichnet, also als eine Vektoren-Zeichnung.
00:05:29: Und die Fenster, die spare ich dann dementsprechend aus.
00:05:32: und aus diesen Zeichnungen, aus denen mache ich dann eben später Animationen und da müssen die Projektoren vor Ort, also eine Nacht vorher Suche eingerichtet werden, dass wirklich auch diese Animationen perfekt matchen mit dem was man sieht.
00:05:45: Ist das jetzt eher Kunst?
00:05:46: Was Sie machen oder eher Technik?
00:05:49: Na ja irgendwie, eigentlich ist es beides Kunst.
00:05:53: Also auch das was die technischen Dienstleister zum Teil machen ist große Kunst wenn man sieht wie kreative Lösungen die sich einverlassen müssen.
00:06:00: also nach Boys ist hier jeder Künstler und so bisschen sehe ich's auch irgendwie von daher.
00:06:05: aber es ist schon sehr dieses technische... Das geht nur rein spielerisch bei mir.
00:06:11: also das ist sehr intuitiv.
00:06:14: Ja, mittlerweile ist es zwar sehr komplex geworden.
00:06:17: Ich versuche das mal irgendwie weiterzugeben damit ich nicht immer diese technischen Einrichtungen komplett machen muss sondern dass dann eben auch andere machen können.
00:06:25: für mich und genau... Es ist sehr komplex tatsächlich das Thema.
00:06:31: Und die Frage ist ja auch noch, wie verdient man damit zum Beispiel Geld?
00:06:35: Darüber können wir gleich nochmal sprechen.
00:06:37: und wie funktioniert das überhaupt?
00:06:38: Wie viele Computer braucht man da?
00:06:40: Wo stellt man das Ganze zusammen?
00:06:42: also viel zu besprechen im Elba Talk mit Gregor Eisenmann Licht- und Medienkünstler Zwischenfrage für den Podcast.
00:06:49: Wir haben gerade darüber gesprochen technisch sehr aufwendig.
00:06:51: was?
00:06:51: welche Geräte brauchen Sie denn dafür?
00:06:54: Also natürlich als erstes computer einen bis zwei Computer und dann natürlich die Videoprojektoren, dann die ganze Kabelinfrastruktur.
00:07:07: Also Videokabel über lange Strecken Glasfaserkabel usw.
00:07:12: Und dann für draußen halt Outdoor-Gehäuse oder ein Wetterschutz.
00:07:16: Und dann aber um diesen ganzen Content quasi zu erstellen, brauche ich alle möglichen Kameras.
00:07:22: Also ich habe Drohnen, ich habe dreihundertsechzig Gratkameras, Action-Kameras also alle Typen an Kameras die man sich vorstellen kann.
00:07:30: und damit ziehe ich los und baue so pöpö mir ein riesiges Videoarchiv auf, auf das sich jederzeit zurückgreifen kann.
00:07:38: Und diese Geräte?
00:07:40: Die besitzen Sie alle?
00:07:41: Die gehören Ihnen alle?
00:07:42: Also ja, es hat tatsächlich von jetzt fast siebzehn Jahre gedauert um mir wirklich so einen Stock aufzubauen.
00:07:48: Dass ich das Gefühl habe damit kann ich komplett frei arbeiten und muss nicht groß was leihen sondern kann voll loslegen direkt irgendwie.
00:07:54: Und diese Projektoren sind die speziell besonders stark oder sind einfach standardmäßige Beamer?
00:08:01: Nee, das sind keine standardmäßigen Beamer tatsächlich genau.
00:08:04: Das ist kann man sich ja denken Ja, sehr kostspielige.
00:08:08: Sehr große Projektoren mit sehr viel Power so um die zwanzigtausend Anselumen also das ist schon genau.
00:08:14: Die wiegen auch schon um die dreißig Kilo.
00:08:16: also die kann man nicht mal eben irgendwo hinpacken.
00:08:18: und
00:08:19: ja... Also es wie Profiausstattung immer ist halt immer ein bisschen teurer auch alles?
00:08:23: Genau!
00:08:24: Und ich sag mal für große Dimension muss ich auch immer dazu leihen.
00:08:27: also so Riesenprojektoren davon kann man Autos kaufen oder Häuser.
00:08:32: also das sind Werte das kann man sich gar nicht vorstellen und das muss geliehen werden.
00:08:35: dann ne
00:08:36: Und die Computerprogramme mit denen Sie arbeiten, das sind doch auch keine Standardprogramme, die jeder so hat oder?
00:08:42: Also tatsächlich hat sich das über die Jahre hin entwickelt.
00:08:45: Da gibt es in der Eventbranche natürlich viele Standards.
00:08:48: Mit diesen Industriestandards habe ich mich aber selten gearbeitet weil sie sehr aufwendig kostspielig, man braucht Riesenkontroller und Hardware.
00:08:56: In Frankreich da gibt es schon sehr lange Bewegung, die sehr viel machen und da sind Sitzen wahnsinnig tolle Softwareentwickler.
00:09:04: Viele erinnern sich vielleicht daran vor, ich glaube zwei Jahren war es haben sie den Sparkassenturm unter anderem in Wuppertal da was draufprojektiert.
00:09:12: Da war das ja von allen vier Seiten.
00:09:14: wie aufwendig ist dann sowas?
00:09:17: Das war tatsächlich etwas aufwändiger weil die Aufstellorte waren kompliziert und wir haben die dann zum Teil mit so einem kleinen Dachteckerkran.
00:09:26: haben wir die dann auf den Dächern verteilt die Videoprojektoren oder eben auf dem Parkhausdeck aus kurzem Winkel Genau, das ist schon technisch sehr auffindig.
00:09:36: Weil man auch so lange Strecken zum Teil gar nicht verkabeln kann.
00:09:40: und da habe ich dann eben über Funk gemacht also die dann über Funk verbunden zum Teil.
00:09:45: Das
00:09:45: heißt damit die Projektoren noch alle parallel laufen.
00:09:48: oder was sind der Funkstrecken?
00:09:50: Genau dass sie parallel laufen.
00:09:52: Und dann kommen Sie mit einem Laptop hin schließen das einmal an und dann wird es projiziert?
00:09:56: Ja tatsächlich!
00:09:57: Ist doch ganz einfach
00:09:58: Genau.
00:10:00: Und was waren so die größten Herausforderungen dabei, diesem Sparkassenprojekt?
00:10:05: Ja tatsächlich also einfach natürlich die Dimensionen.
00:10:07: Fünf-Siebzig Meter hoch und dann eine extreme Verzerrung weil ich konnte wirklich nicht weit weggehen vom Gebäude.
00:10:12: Also ich musste aus einem sehr steilen Winkel das machen.
00:10:14: Viele haben gesagt es geht gar nicht aus dem Winkel mit allen möglichen Veranstaltungstechnikern, den ich geschworen habe.
00:10:19: Also aus dem Winkler ist eigentlich fast unmöglich aber gingen trotzdem.
00:10:25: Ich hab dran geglaubt.
00:10:27: Und dann ist das ja irgendwann vorbei.
00:10:28: Sie schalten die Projektoren wieder aus und das ganze Ding ist weg, was sind das für ein Gefühl in dem Moment?
00:10:35: Also es ist eigentlich das schönste Gefühl weil ich weiß nicht ok ich habe es geschafft irgendwie.
00:10:38: also der Druck ist dann weg irgendwie und die Aufregung ist erstmal weg.
00:10:41: da kommt erst mal tatsächlich Luft holen und dann schnappe ich mir erst mein Bier und komme erstmal runter.
00:10:46: Aber aber das Kunstwerk ist dann auch weg.
00:10:49: Das Kunstwerk ist eigentlich die Tage danach.
00:10:54: Es sind natürlich Tausende Fotos auf Insta und Co unterwegs, also das heißt da hat man dann auch noch viel irgendwie von Presseartikeln und Fotos und manchmal auch irgendwie hier... Videoaufnahmen und von daher.
00:11:08: Und natürlich die Erlebnisse, also zum Teil höre ich noch drei vier Jahre später von den Leuten immer wenn sie an dem Gebäude vorbei gehen wie am Sparkassenturm können sich an diesem Moment erinnern als der so knallbunt geleuchtet hat und kriegen das im Kopf nochmal irgendwie rein und das ist eigentlich total schön.
00:11:23: Krass!
00:11:23: Also ein bleibender Eindruck, den Sie hinterlassen bei den Leuten?
00:11:26: Ja, also im besten Fall schon
00:11:29: Zurück ins Live-Interview.
00:11:31: Wann haben Sie sich dann eigentlich entschieden, ich mache jetzt das nicht mehr mit dem Pinsel sondern ich arbeite mit Licht?
00:11:36: Das hat sich so eingeschlichen also tatsächlich.
00:11:38: Also das war während den Kommunikationsdesign Studium und da habe ich eigentlich relativ viel am Computer gearbeitet.
00:11:50: Jetzt kann man wenn man so ein Bild gemalt hat als Künstler... Verkaufen, irgendwie so.
00:11:55: da bekommt man dann Geld.
00:11:56: Je nachdem wie gut der Künstler ist gibt es dann auch mehr Geld.
00:11:59: jetzt mit zum Lichtkunstwerk.
00:12:01: Wie verdienen Sie da denn Geld?
00:12:03: Ja tatsächlich ist das etwas einfacher für mich damit durchzusetzen.
00:12:09: Zum einen werde ich wirklich als Spezialist gebucht und eingekauft von Opernhäusern um Musicals mit zu inszenieren, Bühnenbilder eben dann zu gestalten oder eben statt Jubiläen, also es ist oftmals ein Ersatz für einen Feuerwerk.
00:12:22: Ich sage immer das ist ein rußpartikelfreies Feuerwerk weil es belastet die Umwelt natürlich überhaupt nicht.
00:12:26: und gerade in denkmalgeschützten Bereichen Städten wo alte Dachstrukturen vorhanden sind ist das natürlich perfekt und von daher genauer sind es tatsächlich städtische Jubilänen die die oftmals auf mich zukommen oder aber eben auch andere Institutionen, also oder Bahnhöfe.
00:12:43: Und das Spektrum ist wirklich sehr, sehr groß.
00:12:46: Während gerade im Radio die Musik lief haben wir noch was aufgezeichnet für einen Podcast Teil.
00:12:50: da ging es um den Sparkastenturm, denen sie mal sehr schön bespielt haben sozusagen.
00:12:54: Also abonniert dem Podcast hört es euch an wie schade ist es eigentlich dass diese Lichtkunst so flüchtig ist?
00:13:00: Die ist ja dann irgendwann weg.
00:13:02: Also zum einen ist es natürlich toll, wenn man jahre später von den Menschen hört.
00:13:05: Sie können sich immer noch daran erinnern also weil das ein emotionaler Moment war und wenn sie an die Gebäude vorbei gehen dann... Triggert dieses Gebäude nochmal diesen Moment an und sie erinnert sich daran.
00:13:17: Vielleicht wird es jetzt auch im Wuppertaler Stadion einigen.
00:13:20: so gehen, wenn Sie mit der Schwebeband dran vorbeifahren?
00:13:23: Dann werden Sie vielleicht noch mal an diese Olympia Bewerbungsapplikationsshow erinnern können.
00:13:28: Viele
00:13:28: haben ja vielleicht auch Fotos gemacht oder Videos aber das ist ein bisschen wie so einen Sonnenaufgang fotografieren.
00:13:33: Der ist ja nie auf dem Foto so schön wie in echt.
00:13:36: Das hat bei Ihren Kunstwerken dann auch so.
00:13:38: Absolut, vor allem geht es primär tatsächlich um das gemeinsame Erleben.
00:13:42: Also dass die Menschen zusammenkommen und dass sie zusammen erleben irgendwie.
00:13:46: Und man teilt ja dann auch untereinander die Emotionen und ich mache die Shows komplett voll mit Details, dass die Leute nicht alles eigentlich auf einen Blick erhaschen können sondern dass sie sich wirklich bewegen müssen um alles zu entdecken.
00:13:59: Das ist eigentlich total spannend.
00:14:00: Wenn Sie sich an gegenseitig zugrufen hast du das gesehen?
00:14:02: Hast Du das
00:14:02: gesehen?!
00:14:03: Das ist ganz schön!
00:14:05: Der Inhalt dieser Lichtshow, sage ich jetzt mal, den bestimmen Sie aber selbst.
00:14:09: Also was jetzt dahin projiziert wird?
00:14:11: Zum Beispiel beim Stadion wenn man da nochmal sind.
00:14:13: Natürlich gibt es ein Grundthema irgendwie etwas vorgegebenes zu einem Jubiläum oder zu einer... zu einer Show irgendwie, da kann ich jetzt nicht ganz frei mehr etwas aus den Fingern saugen.
00:14:23: Aber tatsächlich das gestalterische, das fasse ich schon sehr frei und die Themen in denen mich bewege sind eigentlich immer Form-Rhythmusfarbe irgendwie.
00:14:32: also natürlich haben wir in der Stadt urbane Rhythmen durch die Gebäude, durch die Textur in der Gebäuse usw.
00:14:39: Und dann Musik spielt eine große Rolle.
00:14:41: und genau es ist ein Thema, die ich auch immer wieder nutze.
00:14:45: Und können Sie noch normal so durch die Städte gehen?
00:14:47: oder denken Sie mal auch, guck mal dieses Gebäude.
00:14:49: Das sieht super aus!
00:14:50: Da wäre eine Superleinwand für mich?
00:14:52: Es ging mir tatsächlich in der Zeit lang so, dass ich dann immer denke, das wär super, aber jetzt bin ich eigentlich ganz froh wenn nicht an Arbeit.
00:14:59: denke mal.
00:15:01: Lichtgünstler Gregor Eisenmann heute im Elber-Talk bei Radio Wuppertal und eine Zwischenfrage für den Podcast diese Lichtkunst funktioniert ja eigentlich nur im Dunkeln.
00:15:10: hätten sie es auch gerne mal tagsüber Wenn die Sonne scheint, dass man das dann erleben kann
00:15:15: Natürlich.
00:15:16: Klar würde sowas auch tagsüber auf LED-Screens gehen, also da kann man durchaus auch künstlerisch was machen Aber natürlich ist es eher was für die dunkle Jahreszeit.
00:15:27: Also deshalb ist auch meine Hauptsaison tatsächlich im Frühjahr und dem Herbst, so im Sommer sind das dann tatsächlich eher so.
00:15:33: Theater- und Opernproduktionen.
00:15:35: Genau, da sind sie andere Schiene, über die wir noch gar nicht so ausführlich gesprochen haben.
00:15:39: Bühnenbild nenne ich das jetzt mal in den Opern.
00:15:42: Was machen Sie da lieber?
00:15:43: Draußen Fassaden oder drinnen die Opern?
00:15:46: Oh, das ist so unterschiedlich dass ich es nicht vergleichen kann!
00:15:49: Das ist beides großartig.
00:15:51: wenn ein siebzigköpfiges Orchester Das war großartig.
00:16:02: Und das sind Erlebnisse, da krieg ich Gänsehaut und es ist einfach toll dieses Live-Erlebnis.
00:16:08: Der Urbahnraum hat halt den Reiz, dass es wirklich alle erreichen kann.
00:16:12: Und ich finde das ganz toll.
00:16:13: gerade im Urbahnraum werde ich oft angesprochen lassen und sagen, ey!
00:16:15: Ich habe keine Ahnung von Kunst aber mir gefällt das hier.
00:16:18: Dann sage ich ja genau darum geht's Ja?
00:16:20: Es geht nicht um dieses hochintellektualisierte und gespannene sondern es geht einfach nur um die direkte Emotion Dass einem irgendwie die eigene Stadt auch gefällt und man sich wohlfühlt.
00:16:31: Das ist dann auch wieder der Unterschied zu Wagner.
00:16:33: Das muss man dann ja wirklich wollen da müssen wir hin gehen wollen in die Oper
00:16:37: Genau, absolut.
00:16:38: Ja
00:16:39: und beschäftigen Sie sich dann vorher auch wirklich noch mal so mit Wagnam mit dem Stück wenn sie da was machen?
00:16:45: Ja natürlich das muss ich also da muss ich tatsächlich dann auch in die Tiefe gehen Tatsächlich ein Klavierauszug und all diese Sachen anschauen.
00:16:53: Und mich da auch viel absprechen mit den Regie-Teams, das ist noch mal eine ganz andere Arbeit in die ich wirklich so als Quereinsteiger komplett reingerutscht bin in dieser Welt.
00:17:02: also für mich ist es auch alles immer sehr aufregend dort.
00:17:06: Also das heißt wir haben einmal den Techniker und Computer Nerd Gregor Eisenmann Wir haben den der Malen kann auch mit Licht und auch noch den musikalischen Künstler.
00:17:17: Ja, ich hab zwölf Jahre Cello gespielt und von daher habe ich schon eine tiefe Verbindung zu Musik.
00:17:21: Zurück ins Live-Interview!
00:17:23: Und meine Gäste dürfen sich ja immer ein Lied wünschen... ...und sie haben uns mitgebracht Stackles von Jonas David.
00:17:29: Warum?
00:17:31: Erst mal natürlich Support Your Local Artists und aber auch, weil tatsächlich nach großen Shows die ich gemacht habe.
00:17:38: Habe ich sein Album auf der Rückfahrt gehört um tatsächlich so ein bisschen runterzukommen zu entschleunigen.
00:17:44: Und jedes Mal wenn ich diese Musik gehört habe habe ich mich total erleichtert und freudig gefühlt.
00:17:50: und genau hab dann ja Wuppertal am Horizont gesehen und diesen die Events hinter mir gelassen.
00:17:57: das verbinde ich mit dieser Musik.
00:17:59: Stacles und Lichtkünstler Gregor Eisenmann hat auch mit ihm schon zusammengearbeitet, ne?
00:18:20: Genau.
00:18:20: Bei einem Release-Konzert habe ich Visuals gemacht.
00:18:25: Freulich dran erinnert gerade.
00:18:26: Der
00:18:27: Elba Talk bei Radio Wuppertal heute eben mit dem Wuppertaaler Lichtkünstler Gregor Eisenmann, wir haben schon darüber gesprochen dass die Kunstwerke so schnell wieder weg sind wenn die Projektoren ausgeschaltet werden.
00:18:37: aber es gibt eine Kunst die kann man sich eigentlich jeden Tag angucken.
00:18:40: mehrfach im Schwebo-Drom in Barmen ist auch von Ihnen direkt das quasi der erste Raum wenn man da reinkommt.
00:18:46: wie kam das zustande?
00:18:48: Tatsächlich war das eine Anfrage vom Stadtmarketing unter anderem Und ja, ich dachte okay, Mobilitätsgeschichte.
00:18:55: Also so diese, ich sag mal für mich scheinbar eher trockene Sache zu erzählen wird schwierig.
00:19:02: Ich habe dann schon vorgewarnt dass es doch auch eine küsserische Auseinandersetzung wird.
00:19:07: denn Emotion?
00:19:08: Ich möchte Emotion antriggern und genau das war ein unglaublich schwieriges Spiel die Waage dazu halten, dass es informativ ist und gleichzeitig irgendwie aber auch irgendwie anregend ist.
00:19:20: und ein Erlebnis.
00:19:21: Das sind dann noch alle Generationen, also von Kindern bis Großeltern.
00:19:27: Also ein Riesenspektrum und tatsächlich sind dadurch auch wahnsinnig viele Layer entstanden.
00:19:32: Und ich habe einen Riesen-Storyboard gemacht und mega recherchiert.
00:19:35: Es war eine Megaarbeit!
00:19:37: Aber hat ja funktioniert?
00:19:39: Welche Rückmeldung kriegen Sie da?
00:19:41: Tatsächlich wirklich sehr, sehr oft.
00:19:43: Sehr viel.
00:19:45: Also durchweg positiv und ja ist auch toll das es so eine Reichweite hat.
00:19:50: Und das ist jetzt relativ dauerhaft?
00:19:52: Wenn Sie das jetzt noch mal sehen denken sie oh das Detail hätte ich jetzt gerne nochmal verändert und das würde ich nochmal anders machen.
00:19:57: Gar nicht so.
00:19:58: also ich hätte es auch erwartet dass wenn ich ein Jahr später reingehe dass sich dann das sehr kritisch.
00:20:04: Aber tatsächlich ist dem gar nicht so.
00:20:05: Also ich bin immer noch eigentlich sehr heavy damit.
00:20:09: Ja, sehr schön!
00:20:10: Happy gute Stichwort.
00:20:10: Happy sind's ja offenbar auch mit Kunst also ziemlich happy sonst würden sie es ja nicht beruflich machen.
00:20:15: jetzt ist es ja so...also ich sag mal einen Maurer der mauert Mauern und Bauthäuser eine Bäckerin, Backtbroten IT-Mann der macht mein Ding noch Internetseiten.
00:20:24: Jetzt ist Kunst eigentlich Kunst.
00:20:26: die brauchen wir nicht zwingend zum überleben.
00:20:28: warum ist das trotzdem wichtig?
00:20:30: Ah, dem muss ich natürlich sofort widersprechen.
00:20:32: Wir brauchen Kunst zum Überleben!
00:20:34: Denn wenn wir uns fragen was wäre ohne Kunst?
00:20:36: Also was bleibt dann bleibt eigentlich nichts.
00:20:38: also aus den Kultur-Epochen wenn wir zurückblicken Was ist denn von den Kulturen übrig geblieben?
00:20:43: ja und vor allem wenn wir die Frage stellen was bleibt aus unserer Kultur eigentlich als Spur dann später vorhanden?
00:20:48: Ja wir leben in einer Zeit der absoluten Überinformation und Orientierungslosigkeit Und Kunst kann natürlich absolut die Sinne zum Schwingen bringen und da nochmal in der Abstraktion, die wesentlichen Werte und Dinge.
00:21:02: Also das was früher vielleicht auch mehr Kirche war und Glaube war und auch Werte waren Das kann heute natürlich Musik oder auch Kunst unmittelbar direkt zu den Menschen bringen und von daher ist es eine absolute Notwendigkeit.
00:21:16: Wir Künstler wir sollen immer für den Weltfrieden sorgen sag ich mal Aber dafür brauchen wir auch ein bisschen mehr Support.
00:21:21: Und ich sage mal, wenn wir so viel Energie wie wir in Rüstung stecken, im Kunststecken würden ja auch finanzieller Mittel dann würde die Bell doch ein bisschen besser aussehen
00:21:31: und vielleicht noch ein bisschen bunter?
00:21:33: Absolut!
00:21:35: Und ihre Kunst?
00:21:36: steckt da denn eigentlich eine Botschaft drin?
00:21:38: oder soll die eigentlich nur unterhalten den Anführungszeichen?
00:21:43: Ja natürlich, Kunst als solches ist natürlich es geht immer um Freiheit.
00:21:48: Es geht immer die großen Emotionen und von daher ist Kunst alleine schon ein Statement an sich und ich möchte sie politisch sehr frei halten weil ich möchte dass sie wirklich so offenporig ist und so frei bleibt.
00:22:02: auch Unabhängig von unserem zeitlichen Geschehen, wo wir uns doch immer wieder in den gleichen Mühlen bewegen kann Kunst wirklich da sinnstiftend sein.
00:22:16: Den Sinn des Lebens erfüllen sage ich mal weil der Sinn des Lebens ist alle Sinne zu nutzen.
00:22:22: Weil dann werden wir empathischer mehr Spaß und genau also ich denke auch die Dinge einfach positiv angehen.
00:22:30: Zwischenfrage für den Podcast.
00:22:32: Viel passiert ja auf Fassaden, wenn sie draußen arbeiten?
00:22:35: Gibt es auch Fassade die gar nicht funktionieren?
00:22:38: Ja tatsächlich also natürlich Fassadendie glatte Oberflächentexturen haben das heißt Metall und Glas.
00:22:45: Also das reflektiert das Licht einfach so weg der bleibt einfach nichts auf dem Gebäude hängen.
00:22:49: Das heißt also dass kann man ausschließen und natürlich also Gebäuden die sehr sehr dunkel gestrichen sind.
00:22:54: da funktioniert jetzt auch eher schlecht.
00:22:55: Das heisst sagen Sie dann geht nicht oder fangen gar nicht erst an.
00:22:59: Nee, gar nicht.
00:23:00: Sondern es gibt immer irgendwelche.
00:23:01: Ich
00:23:02: habe
00:23:02: ein ganz konkretes Beispiel.
00:23:04: Ich weiß gar nicht wie das teasern kann.
00:23:06: ich sage einfach mal irgendein Bahnhof in Deutschland da werde ich eine Glasfassade mit Folien bekleben und daraus quasi einen Art sakrale Kirchenfenster machen so was in der Art Und das arbeitet komplett ohne Strom und ohne, genau.
00:23:24: Weil tagsüber haben wir von innen dann eine wahnsinnig schöne farbige Kategorale und nachts dann andersrum von außen sehen wieder ein tolles Leuchtbild.
00:23:34: Das ja Wahnsinn auch!
00:23:35: Das ist ja Lichtkunst aber ganz anders.
00:23:38: Die geht halt auch tagsüber.
00:23:39: Genau, das geht auch Richtig
00:23:40: gut.
00:23:42: Sie haben früher mal mit so Farben gemalt vermissen sie manchmal so bisschen so dass das haptische, dass man auch mal farbigen Finger hat oder die Klamotten zugefarbt.
00:23:51: Tatsächlich ist es mit der Zeit etwas verloren gegangen und jetzt habe ich das für mich wieder entdeckt, denn ich baue die ganzen Gebäude.
00:24:00: oder aus anderen Materialien erstelle ich die mit dem Laser-Cutter und dann bemale ich sie wirklich, also haptisch.
00:24:06: Also ich kipp Farbe drüber und filme das mit irgendwie dreieinhalb Bildern pro Sekunde und mache daraus Slow-Motions wie dann wirklich die echte Farbe auf das Gebäude splasht.
00:24:15: Oder ich habe auch so ein Holzmodell letztes Jahr bei mir im Garten im Grill gestellt und angezündet... ...oder wer jetzt die Olympia Show gesehen hat ja am Stadion!
00:24:24: Das war auch super analog erstellt.
00:24:26: Also viele Elemente waren komplett analog erstelt So malig auch stop-motionartig.
00:24:31: Also das
00:24:32: heißt, es war dann quasi ein Modell abgefilmt und das wird dann wieder auf das richtige große Gebäude projiziert.
00:24:37: so?
00:24:38: Genau
00:24:38: richtig!
00:24:38: Zurück ins Liveinterview.
00:24:40: Wir haben jetzt schonmal das angedeutet.
00:24:42: wie verdient man damit eigentlich Geld?
00:24:44: aber wie denn jetzt?
00:24:45: Ja natürlich muss man erstmal einmal eine gute Arbeit geleistet haben damit sich das rumsprecht und dann wird das eben ja wie ich schon erwähnt habe als Ersatzfeuerwerk genommen.
00:24:54: oder Also es gibt ganz, ganz viele Anlässe wozu man so was nehmen kann für Stadtmarketing.
00:25:02: und ja um aber auch eben Städte oder Plätze zu revitalisieren.
00:25:08: Also wirklich Menschen wieder auf die Straße zu holen weg von den Tablets und Smartphones und all diesem Zeug hinzumächten.
00:25:15: Und weg vielleicht von der künstlichen Intelligenz?
00:25:17: Wie viel steckt denn das?
00:25:18: Kann ja eine KI auch was sie machen?
00:25:20: oder
00:25:21: Ja, tatsächlich ist es so.
00:25:23: Also in diesem medialen Rausch nehmen wir uns bewegen also gleiche sich die Sache natürlich immer mehr an weil letzten Endes ist das maschinelle Lernen auch davon abhängig.
00:25:30: die Kis wer sie trainiert diese Modelle so und wenn Sie anfangen sich selbst zu recitieren und dann irgendwie auf ich sag mal nur Disney Inhalte zurückgreifen ja Dann sieht halt alles nachher aus wie ein Comic Streifen oder eine Animation Und da fehlt natürlich schon ein bisschen Identität.
00:25:50: wie und deshalb genau ist es sehr schwierig, weil die Shows gleichen sich tatsächlich international immer mehr an.
00:25:57: Es sind einfach irgendwann nur noch einen Abfeuern von Effekten.
00:26:00: umso wichtiger ist es auch viel analog zu machen und eine persönliche Handschrift mit reinzubringen.
00:26:04: Also Analog heißt zum Beispiel Dinge abfilmen mit einer Kamera und die dann auf das Gebäude oder in das Bühnenbild zu projizieren?
00:26:12: Zum Beispiel oder tatsächlich ein Gebäude komplett aus Knitwachs, wirklich nachzuknieten und daraus eine Animation zu machen.
00:26:19: Stop-Motion Animationen zu machen oder zu bemalen und solche Sachen genau.
00:26:24: Wenn Sie jetzt in Wuppertal sich umgucken was würden sie dann mal gerne beleuchten?
00:26:31: Was würde ich gerne in Wappertal beleuchte... Natürlich auch ein präsenten Platz irgendwo in der Innenstadt, ein widerkehrendes Veranstaltungsformat.
00:26:41: Wir haben in ganz vielen Städten oder europaweit Medien- und Lichtkunstfestivals.
00:26:48: Und so etwas wünsche ich mir natürlich für unsere Stadt auch, dass sich eine Formate etabliert was eine Reichweite aber auch eine Qualität hat sodass wir es halt auch mit den größeren Metropolen, was das Thema Medienkunst angeht aufnehmen können.
00:27:02: Gibt es eigentlich so eine Lichtkünstlerinnen Szene?
00:27:05: Also gibt's da viele in Deutschland und im Umland?
00:27:09: Es gibt schon relativ viele mittlerweile.
00:27:12: In Köln kann man das auch Medienkunste studieren und also es gibt immer mehr Bereiche.
00:27:18: Als ich angefangen habe damit war das noch relativ fresh alles irgendwie learning by doing und mittlerweile kann man das sogar tatsächlich studieren.
00:27:27: Und gibt es ein Projekt, an dem Sie gerade sind über das wir sprechen können.
00:27:30: ganz kurz?
00:27:33: Zum einen mache ich Bad Hersfeld, festspiele eine riesige Ruine.
00:27:37: Also wirklich eine wahnsinnig kathedrale aber ohne Dache weil es eben eine Ruine ist und die habe ich schon gescannt.
00:27:42: und da arbeite ich gerade eben an den ersten Visuals.
00:27:46: und eben ein Musical in der Nähe von Stuttgart.
00:27:48: Da hab' ich eben grade am Modell gearbeitet tatsächlich und da entwickelte ich gerade so Miniatur-Filmsets.
00:27:55: also man muss sich das so vorstellen dass ich im Atelier wirklich Landschaften aufbaue an Szenerien Und dort dann irgendwie auch tatsächlich ein bisschen Pyrotechnik und Nebel, Scheinwerfern usw.
00:28:06: in diesen Miniaturmodellenfilme.
00:28:09: So genau das mache ich gerade.
00:28:10: Da kommt noch so ein Spielkind durch oder?
00:28:13: Sachen anzünden, sprengen, bemalen mit Wasserbergießen...
00:28:16: Absolut!
00:28:18: Und noch kurz für den Podcast Das war's der Elba Talk.
00:28:21: Wie war es denn?
00:28:22: Ja, sehr schön.
00:28:23: Also ging schneller um die Zeit als ich dachte!
00:28:25: Das
00:28:25: denken wir immer auch irgendwie schnell.
00:28:26: Ich hätte noch so viele Fragen gehabt... Wir müssen auf jeden Fall das Ganze nochmal wiederholen und ausweiten.
00:28:31: Mir hat es sehr gut gefallen.
00:28:32: Wir haben viele tolle Sachen erfahren über die spannende Arbeit.
00:28:35: Was ist so das Beste an Ihrer Arbeit?
00:28:37: Dass ich mir als Zauberkünstler wirklich einfach durch die Gegend reise und versuche Menschen zu zu begeistern.
00:28:42: Das sind eigentlich durchweg positive Emotionen, die da ausgelöst werden und das ist natürlich eine sehr dankbare Arbeit irgendwie an diesem Positionen Emotion zu arbeiten.
00:28:52: Direkt nach der Sendung?
00:28:53: Wo geht es jetzt hin?
00:28:55: Wahrscheinlich tatsächlich erst mit einer Kleinigkeit essen und dann wieder ins Atelier.
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