ELBA-Talk mit Hagen Lippe-Weißenfeld

Shownotes

Dr. Hagen Lippe-Weißenfeld ist frisch gewählter Dezernent für Kultur, Sport, Ordnung und Sicherheit. Im ELBA-Talk spricht er über seine ungewöhnliche Karriere: Bankkaufmann, Doppelstudium, Stationen beim Klavierbauer, in der Porzellanmanufaktur, der Kunstsammlung NRW und bei einem Architekturbüro.

Was hat er mit Wuppertal vor? Wie steht es um das Pina-Bausch-Zentrum? Warum hält er Wuppertals Kulturszene für vergleichbar mit Berlin? Und was plant er für Sicherheit, Ordnung und den Sport in der Stadt?

Außerdem sprechen wir über Konzerte an der Bratsche, seine Leidenschaft fürs Rennradfahren, und was es bedeutet, aus einer Adelsfamilie zu stammen.
Diese Folge enthält exklusive Podcast-Bonusfragen, für die in der Live-Sendung keine Zeit war.

Transkript anzeigen

00:00:00: Der Elbertalk.

00:00:01: Das ist das ausführliche Interview bei Radio Wuppertal jeden Freitag um fünfzehn Uhr live aus unserem Studio in der alten Elberfabrik, in Wuppertaal-Elberfeld und hier als Podcast mit exklusiven Podcastbonusfragen.

00:00:13: für die In-der-Live-Sendung keine Zeit mehr war.

00:00:16: Ich bin Michael Brokkort und heute ist mein Gast.

00:00:18: Wuppertas neuer Ditzer nennt Dr.

00:00:20: Hagenlippe Weißenfeld.

00:00:22: Bevor es losgeht, in die Sendung.

00:00:23: erst mal herzlich willkommen!

00:00:24: Vielen Dank ich freue mich sehr.

00:00:26: Kurzer Checkin wie war Ihre Woche?

00:00:28: Ach, sehr intensiv.

00:00:29: Aber schön!

00:00:29: Ich habe viele nette Menschen kennengelernt.

00:00:31: Wo kommen Sie jetzt gerade her?

00:00:32: Gerade aus Düsseldorf?

00:00:34: Von zu Hause sozusagen.

00:00:36: Und was verbinden sie mit Radio Wuppertal?

00:00:39: Viel gute Musik und viel gute Unterhaltung.

00:00:43: Was erwarten wir jetzt vom Elbertalk?

00:00:44: Dass Sie mich vielleicht ein Stück weit kennenlernen als Person auch wie natürlich auch über die Aufgaben sprechen, die vor mir liegen... dass eine mutere Diskussion entsteht zwischen uns.

00:00:55: Genau, darauf freue ich mich!

00:00:56: Wir werden ganz viel erfahren...eine interessante Vita ein interessanter neuer Job.

00:01:00: jetzt einfach so.

00:01:02: für Wuppertale und Wuppertaaler fallen sie quasi vom Himmel.

00:01:05: noch gar nicht so bekannt in Wupperteil.

00:01:07: Sprechen wir drüber dann gehen wir rein in die Live Sendung

00:01:11: Der Radio-Wuppertal

00:01:13: Elba Talk

00:01:13: live aus unserem Studio in der ehemaligen Elba Fabrik.

00:01:19: Heute ist mein Gast, Hagenlippe Weißenfeld.

00:01:22: Guten Tag!

00:01:23: Frisch gewälter Dezennen für Kultursport, Sicherheit und Ordnung in Wuppertal.

00:01:28: Vier Tage nach der Wahl sind sie bei uns.

00:01:29: wie schön.

00:01:31: Wie waren denn die ersten Reaktionen, die reingekommen sind?

00:01:33: den letzten Tagen?

00:01:34: Sehr positiv also.

00:01:35: da habe ich mich wirklich sehr gefreut.

00:01:37: viele Menschen, die sich gemeldet haben, die mich beglückwünscht haben und die sich jetzt auf eine gute Zusammenarbeit freuen.

00:01:43: Dezernent, wie fühlt sich dieser neue Titel an?

00:01:46: Noch ein bisschen ungewohnt.

00:01:49: Was steht an im neuen Job als Kulturdezernant in Wuppertal?

00:01:52: dazu gehören eben wie gesagt auch die Bereiche Sport und Sicherheit und Ordnung.

00:01:55: besprechen über ihre abwechslungsreiche Vergangenheit in der Porzellanfabrik beim Klavierbauer oder in der Kunstsammlung.

00:02:02: wir haben eine Stunde Zeit hier ist der Elba Talk jetzt startet der Job demnächst.

00:02:07: warum wollten sie den unbedingt machen?

00:02:11: Ach, also diese Kombination aus Kultursport, Sicherheit und Ordnung ist schon hochattraktiv.

00:02:16: Weil sie ganz selten ist – ich habe das noch nirgendwo in dieser Kombination gesehen – weil diese vier Bereiche so unterschiedlich Sie im ersten Hinsehen auch wirken enorm viele Bezugspunkte zueinander haben.

00:02:30: Und das quasi zu orchestrieren als die jetzt hernimmt, das ist eine schöne Aufgabe.

00:02:34: Ist es eine schöne Aufgabe, die vor Ihnen steht?

00:02:38: Mit einundfünfzig, da sagen viele.

00:02:39: Nee, dann mache ich jetzt nichts mehr.

00:02:41: Da lehne ich mich zurück und mach Business as usual?

00:02:43: Wie kommt's denn dazu jetzt?

00:02:44: Das wäre ein bisschen früh!

00:02:45: Also mit einen Fünfzig ist man doch im besten Alter oder Best-Ager genannt.

00:02:49: Nein also ich bin mit einen fünfzig finde ich genau an dem Punkt wo ich Lust habe auf eine neue Herausforderung.

00:02:55: Ich hab jetzt fünf verschiedene Berufe schon gemachte oder Jobs und bringe fünfundzwanzig Jahre Berufserfahrungen, zwanzig jahre Führungserfahrungen mit Und jetzt kann ich das sozusagen voll in diesem Amt einbringen und hoffentlich aufgehen lassen.

00:03:08: Das haben Sie für Vorstellungsgespräch gelernt!

00:03:13: Sie kommen von außerhalb nach Wuppertal, was ja vielleicht auch ein großer Vorteil ist.

00:03:16: noch so völlig unbeschrieben sage ich mal wie beobachten sie denn die Kulturszene erstmal in Wuppertaal?

00:03:22: Ja also die ist toll die ist großartig.

00:03:24: ganz voraus in der Hinsicht komme ich nicht weil ich mit wuppertaaler kultur schaffen den tatsächlich in den letzten jahren schon viel zu tun hatte von der kunstsammlung aus mit dem funderhalt museum ein regalei verkehr.

00:03:34: damals als Bundesvorstandsmitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft haben wir hier mit Andreas Pialas Podiumsdiskussion in der Börse gemacht.

00:03:42: Also es gibt ganz unterschiedliche Bezugspunkte.

00:03:44: Wuppertal hat, mit der Kulturszene beinig jetzt die freie Szene aber auch die Institute, die wirklich Weltrang haben einen unglaublichen Schatz und das ist beides derartig qualitativ auf hohem Niveau und auch vital in der Ausprägung und vielschichtig dass das total spannend ist.

00:04:02: Es gibt ja Leute, die behaupten sogar wo Partei wäre von der Kultur her attraktiver als Berlin?

00:04:06: Natürlich!

00:04:08: Also ich würde das auch sehr bald sicherlich unterschreiben zumal ich lange in Berlin gelebt habe und dann irgendwann auch den Vergleich sicherlich herstellen kann.

00:04:16: Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich hier ganz tolle Erlebnisse haben werde im Bereich der Kultur.

00:04:21: Kultur klingt ja für viele so ein bisschen weit weg, ein bisschen abgehoben.

00:04:24: Warum ist denn Kultur so

00:04:25: wichtig?!

00:04:27: Es ist am Ende der Mensch im Mittelpunkt bei der Kultur.

00:04:30: Also sozusagen arm an geistiger Nahrung, an künstlerischer Expressivität.

00:04:39: An all dem was uns Mensch ausmacht.

00:04:41: wenn wir nicht uns kulturell sozusagen ja in einem Kontext bewegen würden engagieren würden selbst kulturel-künstlerisch betätigen würden das ist der Mensch kriegt durch die Kunst und Kultur Ausdrucksformen und kann sein Ich sozusagen leben.

00:04:56: Das ist einfach großartig

00:04:58: in den nächsten acht Jahren Ihrer Amtszeit.

00:05:01: Was sollte da in der Kultur passieren, in Wuppertal?

00:05:05: Also das eine ist dass man das was da ist pflegt und hegt und guckt, dass es sozusagen weiter gedeiht und das andere ist, dass man natürlich Schwerpunkte auch setzen kann und mit den Akteuren zusammen zum Beispiel einen Kulturentwicklungsplan entwickelt aber nicht als Selbstzweck wenn man nichts besseres zu tun hat sondern tatsächlich ein strategisches Steuerungsinstrument Und so was zum Beispiel, um da nur einen Punkt rauszugreifen, finde ich sehr attraktiv.

00:05:32: Ich bin immer jemand der gerne motiviert aber auch aktiviert.

00:05:36: also sprich mitmachen ist angesagt und da brauche ich glaube die Kolleginnen und Kollegen gar nicht auffordern.

00:05:41: Die sind derartig aktiv.

00:05:43: wenn ich mich da einfädle in dieses Kulturteam, ich sage es mal so Teamkultur ja dann werden wir hoffentlich ganz schnell zu einem Nenner finden und sagen kommen!

00:05:52: Wir entwickeln eine gemeinsame Vision für die Kulturstadt Wuppertal.

00:05:55: der Zukunft

00:05:55: Team klingt immer gut, ja.

00:05:57: Großes Thema das Pina Bausch-Zentrum, das entstehen wird in Wuppertal?

00:06:01: Wo ist da die Herausforderung für Sie?

00:06:04: Ja, die ist zeitlich gesehen sogar sehr aktuell und auch kurzfristig... Im September noch, vermutlich Ende September einen Stadtratsbeschluss geben müssen auch.

00:06:15: Weil natürlich der Bund und das Land mit ihren Fördermitteln jetzt ein Signal aus Wuppertal erwarten.

00:06:21: Und diesen Stadtrats Beschluss vorzubereiten ist eine meiner allerersten Aufgaben.

00:06:26: Ich habe jetzt schon einige Gespräche dazu geführt.

00:06:32: das geht erst ab dem ersten neunten, da bitte ich um Verständnis.

00:06:35: Aber unabhängig davon ist dieses Pina Bauszentrum ein Leuchtturm von Weltrang für diese Stadt und eine riesen Chance für die Stadt auch, dass man wirklich über weltweit bekannte Institutionen, diese Kulturmarke.

00:06:53: Diesen Tanz als eine wunderbare Ausdrucksform und diese Figur-Pina-Bausche, die ja eine Ikone ist und weltweit mit Wuppertal verbunden wird also einen besseren Kulturbotschafter als dieses als diese Kompanie kann man sich ja gar nicht vorstellen.

00:07:07: und da was zu entwickeln daraus und das jetzt zu sichern.

00:07:10: ich meine geht es um Finanzen, da geht's um Baufragen.

00:07:13: Das ist jetzt einfach Handwerksarbeit für den Dezernenten.

00:07:16: Wir werden das auf jeden Fall bei Radio Wuppertal begleiten in dem nächsten Monat.

00:07:21: Der Elba Talk mit Hagenlippe Weißenfeld, der neu gewählte Dezenent.

00:07:25: Wir sprechen gleich mal über ihre spannende Vita was sie alle schon für verrückte oder unterschiedliche Jobs gemacht haben bis Radio Wupertaal.

00:07:33: Für den Podcast exklusiv dazwischen gefragt.

00:07:35: wir möchten Sie natürlich auch als Mensch so ein bisschen kennen lernen.

00:07:38: also wir wissen ein und fünfzig Jahre verheiratet vier Kinder nämlich zwei Mädchen zwei jungen.

00:07:43: Verraten Sie uns wie alt die sind?

00:07:45: Die Jungs sind neunzehnt und siebzehn.

00:07:47: Und die Mädchen fünfzehn und dreizehn.

00:07:48: Wie oft sehen die ihren vielbeschäftigten Papa?

00:07:52: Oh, also wir sehen uns morgens bevor Sie in die Schule gehen!

00:07:57: oft auch in der Regel abends, manchmal sogar auch tagsüber.

00:08:00: Ich bin ja jetzt sozusagen nach Unternehmerisch frei und sehe dann auch zu, dass ich mittags dann mal da bin usw.

00:08:07: Also doch wir haben einen sehr guten intensiven Draht.

00:08:09: Und gibt es Dinge die Sie gerne unternehmen mit den Kindern?

00:08:12: Ja also Sport.

00:08:13: zum Beispiel machen gerne Sport.

00:08:15: Da gehen wir entweder zur Sportgeschichte, also fortun hattest du Dorf.

00:08:19: Auch auch jetzt im Abstiegs-Szenario bleiben wir Ihnen treu!

00:08:27: man nicht faltig Möglichkeiten und da machen wir gemeinsam was.

00:08:31: Und sind das auch so die Dinge bei denen sie dann quasi abschalten nach der Arbeit?

00:08:34: Ja,

00:08:35: genau.

00:08:35: Ausgleich so Sport ein bisschen bewegen?

00:08:37: Genau!

00:08:37: Das ist super.

00:08:38: Und ich weiß von Ihnen, Sie fahren Radrennen.

00:08:42: Wie gut sind sie da?

00:08:45: Man wird ja immer in Gruppen eingeteilt, welche Durchschnittgeschwindigkeit man schafft und ich bin dann irgendwo im hinteren Drittel, das haben wir so bei... ...fünfundzwanzig bis dreißig kmh-Durchschnittsgeschwindigkeiten.

00:08:56: Was

00:08:56: ist schon mal so ordentlich?

00:08:57: jetzt über eine längere

00:08:57: Verstrecke?

00:08:58: Ist okay!

00:08:59: Was mögen Sie an diesen Radrennenden?

00:09:03: Es ist einfach ein tolles Gemeinschaftserlebnis, wie es beim Sport ja oft der Fall ist.

00:09:07: Natürlich ist das die Challenge und man möchte natürlich jetzt nicht als Letzter ankommen.

00:09:10: Das ist natürlich auch ein Thema aber es ist der pure Knuss.

00:09:13: ich mache das mit einem Freund zusammen und das ist super.

00:09:16: wir fahren dann und allein das Fahren ist schon totaler Genuss in einer wunderschönen Umgebung meistens.

00:09:22: Und wann haben Sie sich denn das Rennrad zugelegt?

00:09:24: War da so ein Mitte-Fürzig, Midlife Crisis Ding oder doch bald vorher?

00:09:28: Ja.

00:09:29: Das war tatsächlich einen Tick vorher irgendwie Anfang Fürzig.

00:09:32: also von Mitlife Crisis war da nichts aber es war einfach so dieses...das ist ein cooler Sport.

00:09:37: ich möchte das einfach machen und ich weiß gar nicht glaube der Freund hat mich dazu auch motiviert und gesagt jetzt hol dir doch mal so eine Ratte fangen wir mal zusammen Ja, und seitdem läuft das.

00:09:46: Und es ist so eine quasi hochmoderne Maschine oder was?

00:09:49: Nein,

00:09:50: nein, nein!

00:09:50: Also das ist jetzt nicht das älteste Fahrrad mit Sicherheit nicht.

00:09:53: dann wird es auch irgendwann keinen Spaß machen.

00:09:55: da ist man braucht schon ein gewisse So.

00:09:57: aber es ist jetzt auch nicht dieses diese bolidenartigen Fahrer-Rennräder die also aufgemotzt sind mit etwas was ich weiß.

00:10:05: Nein ganz normal.

00:10:06: Also dass in der Freizeit Es hieß immer ja sie kommen aus einer Adelsfamilie.

00:10:11: Was heißen das eigentlich?

00:10:13: Das heißt eigentlich nur, dass man eine Familientradition quasi mitbringt in die man reingeboren ist.

00:10:20: Und das finde ich etwas...das ist ja unabänderlich.

00:10:23: Jeder wird in den Kontext geboren und in denen er geboren wird.

00:10:27: Die Frage ist einfach wie geht man damit um?

00:10:29: Meine Eltern haben tatsächlich uns das was man heute so als Tradition bezeichnet Werte mitgegeben.

00:10:35: Ich würde es einfach so fassen.

00:10:39: völlig zeitlos sind und die ich jetzt auch gerne mit meiner Frau an unsere Kinder weitergebe.

00:10:44: Und das ist gar nicht spektakuläres, deswegen isst diese ganze Glanz & Gloria Nummern, die manche Leute dann in den Kopf kriegen wenn sie so was hören.

00:10:51: Ja

00:10:51: Schlösser lädt da

00:10:52: rein sowas!

00:10:53: Das findet gar nicht statt.

00:10:54: wir sind aus Fleisch und Blut und wohnen auch ganz normal wie andere Menschen auch und verhalten uns hoffentlich ganz normal.

00:11:01: Aber

00:11:01: gibt es schon mal so Familien treffen wo dann quasi alle?

00:11:04: und kennen Sie alle Ihre Verwandten?

00:11:06: Also wir sind jetzt keine so riesige Familie.

00:11:09: Da kennt man sich, das stimmt so!

00:11:12: Der Kreis ist natürlich... Verwandtschaft wird da immer etwas anders definiert.

00:11:17: Das geht sehr viel weiter.

00:11:19: Dann geht es eben die Generationen zurück und dann im Stammbaum links und rechts und dann kommt's wieder runter.

00:11:24: Dann ist man also quasi zweite dritten Grad des vierten Grades verwandt.

00:11:28: Das ist immer noch ein Verwandtschaftsgefühl.

00:11:31: Die Zusammengehörigkeit gleichen Linie stammt, sondern das kann auch ein bisschen weiter entfernt sein.

00:11:38: Danke dass Sie uns noch mal so ein Stück mitgenommen haben.

00:11:40: zurück in die Live Sendung heute mit Hagenlippe Weißenfeld der Neugewählte-Dizernant mit einem krassen Lebenslauf.

00:11:47: lassen wir doch da mal reingucken.

00:11:48: es ging alles los nach dem Abi mit einer Bankkaufmannlehre So, dann sind sie aber gar nicht Bankkaufmann geworden oder geblieben sondern haben direkt ein Studium gestartet.

00:11:57: Warum das denn?

00:11:58: Ja ich wollte tatsächlich gerne BWL studieren um mir noch mehr Möglichkeiten offen zu halten.

00:12:03: also mit bwl können Sie ja letztlich alles machen.

00:12:05: Okay, BW L-Studien abgeschlossen da würden viele sagen ja super!

00:12:08: Die haben gesagt ne ich mache noch einen Studium Politikwissenschaften.

00:12:12: was ist denn

00:12:13: da los?

00:12:13: Das war Zufall.

00:12:14: Ich hatte meine Diplomarbeit über die Klavierbaufirma Bechstein geschrieben Und dann traf ich einen Professor vom Ottosu-Institut der Freien Universität.

00:12:21: Der sagte, ah das ist ja ein schönes Thema.

00:12:23: Wollen Sie es nicht noch zu einer Promotion ausweiten?

00:12:26: Sie können übrigens bei mir Politikwissenschaft studieren und das fand ich sowieso total spannend.

00:12:29: Dann habe ich eingeschlagen, hab gesagt super!

00:12:31: Könnten sie denn mein Doktorvater sein?

00:12:33: Jaa, das war doch das Ziel der Übung.

00:12:35: Und dann waren wir also beisammen und dann habe ich quasi die Diplomarbeit erweitert zu einem komparatistischen Arbeit.

00:12:41: Die haben die Klavierbauindustrie in England und Deutschland verglichen und dabei noch Politikw Wissenschaft studiert und das Ganze dann abgeschlossen.

00:12:47: Wie lange haben Sie da dran gesessen an der Doktorarbeit?

00:12:50: Das dauert ja immer so ewig.

00:12:51: Also gute zweieinhalb Jahre und habe dann aber währenddessen schon Angebot von Bechstein bekommen.

00:12:57: So, das ist nämlich der nächste, selbst in der Klavierfabrik.

00:13:00: Aber Bechstand ist eine renommierte Klaviermarken, die traditionelle auch in Berlin.

00:13:05: Da waren sie Assistent im Vorstand.

00:13:07: was war denn der Job?

00:13:09: Ja, als Vorstandsassistent, da sagte der Chef damals so auch.

00:13:11: Sie sind jetzt hier Mädchen oder Junge für alles wie sie wollen ja?

00:13:14: Sie kriegen jetzt alles von mir auf den Tisch geschaufelt.

00:13:16: also wir sind ja eine Aktiengesellschaft.

00:13:17: haben sich schon mal eine Kapitalerhöhung gemacht?

00:13:18: natürlich nicht.

00:13:19: Ja gut dann machen wir das jetzt.

00:13:20: Haben sie schonmal Flügel nach Moskau verkauft?

00:13:22: nein!

00:13:23: Dann machen wir es jetzt.

00:13:24: Also die hat mir eine Menge zugetraut und das war natürlich super.

00:13:27: Der hatte den Spruch übrigens geprägt geht nicht gibt's nicht.

00:13:29: Sehr

00:13:29: gut aber gut dass da BWL Studium und Bankkaufmann Lehre im Hintergrund waren.

00:13:35: So dann ging es weiter bei KPM die Königlich Porzellan-Manufaktur, ja auch so eine Traditionsfirma.

00:13:42: Was war da der Job?

00:13:43: Das ist tatsächlich die älteste Manufaktor, da war ich Vertriebs- und Marketingleiter, kam also von der Musik quasi ins Kunsthandwerk ein Kulturgut ersten Ranges eigentlich wie Bechstein auch.

00:13:54: im Grunde und da bin ich dann als Vertriebesleiter habe ich dann einen Porzellen verkauft.

00:13:58: Haben sie noch Porzellanen von denen zuhause?

00:14:00: Ja,

00:14:00: reichlich.

00:14:01: Natürlich!

00:14:02: Weil Sie nicht mit dem Mitarbeiter-Rabatt einkaufen konnten... Ja, exakt.

00:14:05: Genau.

00:14:05: ich habe übrigens aber auch einen Wegstellenvögel zu Hause.

00:14:07: Ach, das haben wir im

00:14:08: Mitarbeiter-Radat.

00:14:09: Nein, den gab's so anders.

00:14:11: Okay

00:14:11: und dann ging es mal weiter.

00:14:12: Dann ging es nach NRW zur Kunstsammlung in Düsseldorf.

00:14:15: also endlich mal so richtige Kunst sozusagen wobei sie künstlerisch gar nicht so viel getan haben.

00:14:21: Das stimmt da war ich der Kaufmanagerdirektor im Vorstand hatte allerdings bei KPM ein Museum in der Manufaktur eingerichtet und war dadurch auf den Geschmack gekommen, dass doch Museen sozusagen als Vermittlungshäuser von bildender Kunst was wunderschönes sind.

00:14:34: Wenn man die Vermittungsarbeit richtig participativ und interaktiv macht Dann dieser Job in Düsseldorf war neu geschaffen worden, diese Funktion des Kaufmenschendirektors.

00:14:44: Es gab bis dato immer nur einen künstlerischen... Genau und dann habe ich mich um die Finanzen gekümmert.

00:14:48: Also im Grunde um alles was nicht Künstlerisch ist.

00:14:50: ganz einfach gesagt Personal, Financen, Marketing, Technik Alles was da in so einem Museumsbetrieb notwendig ist mit hundert Mitarbeitern.

00:14:57: Wie nah kamen Sie da an Künstleren?

00:14:59: Ja ganz nah.

00:15:00: Also das war grandios.

00:15:01: Ich hab zum Beispiel noch einen Fax von Günther Uecker, ja?

00:15:04: Wir haben Günther Üecker ausgestellt und der schrieb immer nur Faxe mit seiner wahnsinns schönen Handschrift so malerisch quasi.

00:15:10: Und er hat sich bei mir, der ich ja nun wirklich nicht bedeutend war für seinen Hat er sich bedankt für diese wunderbare Zusammenarbeit.

00:15:17: oder Gerhard Richter hatte ich also ist ja nun richtig der Weltstar

00:15:21: Mit dem schönen Fenster im Kölner Dom Genau!

00:15:24: Oder wir hatten dann auch, haben dann auch Kraftwerk die berühmte Band aus Düsseldorf dort im K-twanzig auftreten lassen.

00:15:31: Also wir haben wirklich Brandiose Künstler, Weltstars kennengelernt.

00:15:35: Zwei Jobs gibt es noch bis zum dezidenten Job nämlich im Architekturbüro in Düsseldorf der kaufmännische Geschäftsführer.

00:15:41: wo kam jetzt auf einmal die Architek-Tour her?

00:15:45: Die kam durch einen Freund, nämlich den Eigentümer dieses Büros, der mir beim Karzwanzig das ist eines der Museumsgebäude in Düsseldorf als Architekkahäufen hatte.

00:15:54: und dann haben wir uns angefreundet und irgendwann sagte er du ich habe siebzig Mitarbeiter was für so ein Büro relativ viel ist.

00:15:59: schon Ich brauche einen kaufminischen Geschäftsführer könntest du dir das vorstellen?

00:16:02: Ich dachte super, noch der bildenden Kunstarchitektur ist ja auch wieder etwas ganz Spannendes.

00:16:06: Und dann haben wir die Kulturbausparte bei diesem Büro Meier Architekten aufgebaut und haben dann angefangen Konzerthäuser zu sanieren und haben uns da in dem Bereich jetzt durch meine Kontakte auch noch verstärkt

00:16:18: engagiert.".

00:16:19: Und mit der Kultur ging es ja weiter?

00:16:20: Die Selbstständigkeit sozusagen, Parallelia sogar, Projekt Schmied heißt die noch aktuelle Firma.

00:16:26: was machen Sie da?

00:16:27: Ja, der Name ist Programm.

00:16:28: Projekte schmieden.

00:16:29: Ganz einfach!

00:16:30: Genau und da sind wir Strategieberater und schmieten also für-und mit unseren Mandanten ganz tolle Projekten.

00:16:37: Das sind sehr oftmals für auch Kommunen wichtige Projektes wo wir tatsächlich immer schauen dass die Investoren, die wir damit reinbringen sich, wie nennt das Social Impact?

00:16:48: Auch für das soziale Wohl in einer Stadt engagieren und dann eben nicht nur die maximale Rendite davon tragen wollen sondern eben wirklich gucken, dass sie da eine Kita einbauen oder irgendwas was was gebraucht wird.

00:16:57: Und das war so unsere USP sag ich mal.

00:17:00: Da geht es ja bald zu Ende, da können Sie ja nicht mehr weitermachen.

00:17:03: wenn sie Dizendenz in den Wuppertal sprechen wir gleich einmal kurz drüber.

00:17:06: Wenn jetzt hier bei euch im Radio Musik läuft reden wir weiter.

00:17:08: Ich habe Fragen zu Dingen die Sie nebenbei noch machen.

00:17:12: Neben dem Beruf hat auch mit Musik zu tun.

00:17:14: Das hört ihr dann im Elbertalk Podcast.

00:17:16: Einfach abonnieren in jeder Podcast App.

00:17:19: Hier ist Radio Wuppertaale, hundred seven four.

00:17:21: Kurz zum Podcast.

00:17:22: Die machen nebenbei nochmal so viele Dinge.

00:17:24: Zum Beispiel Intendant und Direktor des Kammermusikfestivals Oberlausitz, was ist das für ein Festival?

00:17:29: Was machen Sie da?

00:17:30: Das ist entstanden aus einer Ehrenamtsinitiative in der Sächsischen Oberlausit.

00:17:34: Das ist tatsächlich einen Teil der Heimat meiner Familie und da sind wir vor dreihundert Jahren mal aufgeschlagen und haben uns dann bis jetzt seit fünfundvierzig dort gehalten und dann eben durch den Krieg vertrieben.

00:17:45: in den Westen aber da ist aus einem Benefizkonzert für die Glocken einer kleinen Dorfkirche ist ein Festival entstanden, was mittlerweile Relativ groß ist, dass es einen ganzen Kulturraum in Oberlausitz bespielt.

00:17:57: Der besteht aus den Landkreisen Bautzen und Görlitz.

00:17:59: Wir machen alle zwei Jahre acht Konzerte in einer Woche unter Zwischen.

00:18:02: Wechselt sich das ab im Biennale-Rhythmus gibt es eine Akademie für die jungen Kinder der Musikschule im Alter von zwölf bis achtzehn Jahren, die sich bewerben.

00:18:09: Und da ist dann der berühmte Niels Mönkemeier, der künstlerische Leiter der Bratschistin.

00:18:14: Das ist wirklich ein tolles Gemeinschaftswerk.

00:18:17: Da sind mittlerweile zweihundertfünfzig Ehrenamtliche.

00:18:19: Wir haben über zwei tausendranne Besucher letztens mal gehabt.

00:18:22: also das wächst und gedeiht.

00:18:23: Bratsche, gute Stichwort auch ihr Instrument.

00:18:25: Genau!

00:18:26: Das ist hier so ein bisschen größere Geige.

00:18:27: Wie kam es denn dazu?

00:18:28: Warum nicht eine Geige?

00:18:31: Weil meine Schwester schon Geige spielte und da kamen die Geigen hier und dann sagte du dein Bruder spielt Cello oder deine Schwester spielt Geige.

00:18:36: zu einem Trio braucht man eine Brace.

00:18:38: Perfekt!

00:18:40: Und wie oft sind sie aufgetreten?

00:18:41: als Trio, als Klassik-Trio?

00:18:42: Ziemlich oft eher tieferweise weil mein Vater Theologe war und auch sehr oft gepredigt hat.

00:18:48: Und dann hatte er immer gesagt, ich komme nicht ohne meine Kapelle!

00:18:51: Und dann waren die drei Kinder seine Kapellen und dann haben wir in der Kirche Trio gespielt und das war eigentlich immer ganz nett.

00:18:55: Und gibt es da Lieblingskomponisten, die sie besonders gerne gespielt haben oder spielen?

00:18:59: Beethoven – in der Tat.

00:19:00: Also Beethoven ist einfach toll für den Trio super aber es gab natürlich viele andere Stücke.

00:19:06: Wie gehen zurück in die

00:19:07: Live-Sendung?!

00:19:08: Meine Gäste dürfen sich ja immer einen Lied wünschen.

00:19:11: bei ihnen ist es Herbert Grönemeyer Mensch.

00:19:14: erzählen Sie kurz warum

00:19:16: Weil ich Herbert Grünemeyer großartig finde.

00:19:18: Er ist ein total authentischer Mensch, er ist ein vereint so viel Gutes in sich und dieses Lied Mensch steht im Grunde als große Überschrift.

00:19:27: auch über dem was ich hier tun werde nämlich ich nenne das auf Spaß immer das Dezernat für gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstehen die Menschen im Mittelpunkt und deswegen singt der Hörbe jetzt das was ich mir sozusagen in Zukunft unter der Gemeinschaft in diesem Dezertat vorstelle.

00:19:49: Sie haben jetzt die ersten Termine gemacht in Wuppertal als Neugewälter-Dizident, vor allem in der Politik.

00:19:54: Wie haben sie die Leute hier kennengelernt?

00:19:57: Also

00:19:58: einige Akteure kannte ich tatsächlich schon und das ist ja auch so.

00:20:01: völlig einfach finde ich, hier die Menschen kennenzulernen.

00:20:03: alle sind sehr offen, sehr kommunikativ man geht aufeinander zu.

00:20:09: also wir haben viele Themen zu besprechen.

00:20:10: logischerweise es ist alles sehr leichtgängig.

00:20:13: Für ihre Wahl mussten sie auch ein bisschen Wahlkampf machen in den Fraktionen des Stadtrates.

00:20:19: Wie waren da so die Erfahrungen?

00:20:21: Dass tatsächlich diesen Wahlkampf machen eher die Parteien, wenn ich das mal so, also das ist ja kein Wahlkumpf, derhin sich aber eine Werbe schleifelt nenne ich jetzt mal so.

00:20:28: Man als Kandidat stellt man sich praktisch rein sachbezogen vor in allen Fraktionen Und das ist ja auch gut und richtig, denn ich finde jeder Stadtrat oder Stadträtin muss hier die Chance haben, die Person mal gesehen zu haben.

00:20:40: Und auch ihr mal Fragen stellen zu können.

00:20:42: so insofern war mein Part quasi dieses sich vorstellen in den Fraktionen und natürlich sicherlich laufen dann noch weitere Gespräche auf der politischen Ebene.

00:20:50: Das ist klar!

00:20:51: Wir haben am Danach nach der Wahl eine Pressemitteilung bekommen von der Linkspartei.

00:20:56: Die habt sie nicht gewählt, weil die nicht zufrieden waren im Konzept für Ordnung und Sicherheit.

00:21:00: Wie können Sie die denn noch überzeugen?

00:21:03: Das werde ich hoffentlich tun indem ich die Dinge anpacke, die zu tun sind Und das im übrigen auch gemeinsam mache.

00:21:10: Ich bin ja kein Solist hier Ein Dezernent macht mal keinen Frühling Ja Sondern dass werden wir schön gemeinsam machen und da können wir in Dialog offen für alle sozusagen guten Ideen, werde ich auch auf die Linke zugehen und wir werden das sozusagen gute Ideen entwickeln.

00:21:27: Denn es gibt nicht die eine Lösung für diese ganzen Themen.

00:21:30: Ja, Ordnung, Sicherheit ist ein großes Thema, ein großes Feld.

00:21:33: auch da gehört das Ordnungsamt dazu, da gehört die Feuerwehr dazu.

00:21:37: zum Beispiel wie gehen Sie mit denen um?

00:21:40: Die Feuerwehr ist ein ganz unglaublich wichtige Einrichtung für diese Stadt.

00:21:44: Und die ist mit tausend einhundert, wenn man jetzt sozusagen die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige zusammennimmt, Mitgliedern einen ganz wichtiges, sozusagen Sicherheitspartner für dieser Stadt.

00:21:57: Ich habe auch mit Andreas Steinhardt dem Chef der BerufsFeuerwehr schon sprechen können.

00:22:01: Die machen eine extrem gute Arbeit.

00:22:03: Sie sind überall in den Stadtteilen präsent, sie sind einfach wichtig für diese Polizei und weitere Blaulichtdienste, die werde ich stärken ausbauen.

00:22:16: Denn wir brauchen im Bereich Sicherheit und Ordnung tatsächlich müssen wir in den Gang höher schalten.

00:22:22: Ich sage das mal ein bisschen salopp da gibt es einfach wahnsinnig viele Themen Die dulden auch keine Kompromisse, dass man sagt wir gucken darüber hinweg.

00:22:28: Das wird schon irgendwie das wird eben nicht irgendwie.

00:22:31: und da muss auch finde ich die öffentliche Hand klare Kante zeigen, dass Man wirklich sagt es gibt Regelwerke Es gibt Recht und Gesetz Und die müssen auch alle einhalten.

00:22:40: ist sind ja im Wesentlichen immer wenige die da sozusagen mal neben der Spur laufen aber die machen natürlich Stress und das wird dann für die Mehrheit belastend.

00:22:49: Und im Ordnungsbereich haben wir den kommunalen Ordnungsthins.

00:22:51: Das sind super Kollegen, die dort wirklich einen respektablen Dienst machen.

00:22:56: Da habe ich ganz großen Respekt davor.

00:22:58: und all diese Stakeholder – ich nenne die mal, da gibt es noch viele, viele mehr, die man gar nicht alle erwähnen kann.

00:23:02: Die werde ich stärken!

00:23:04: Und Ordnungssamt, Bürgerservice, Einwundermeldeamt, diese Ämter, die so viel Service leisten für die Bürger sollen auch Wertschätzung zurückbekommen.

00:23:12: großes ungelöstes Thema, was viele oft sehen oder fast jeden Tag der Wuppa Park Ost und das Café Cosa direkt am Hauptbahnhof.

00:23:18: Damit haben sie sich schon so ein bisschen außen lang angesetzt.

00:23:20: wie könnte da denn eine Lösung aussehen?

00:23:22: Das kann ich jetzt noch nicht oder möchte ich hier noch nichts skizzieren?

00:23:26: es gibt verschiedene Ansätze gedanklicher Art die auch schon in der Vergangenheit vor- und hinter den Kulissen diskutiert wurden.

00:23:34: Ich würde das gerne einmal nochmal richtig analysieren mir auch wirklich von allen Beteiligten rundherum erzählen lassen, warum wir so weshalb es so jetzt ist wie's ist und dann Ideen einsammeln wie man das besser machen kann.

00:23:47: Natürlich entwickel ich parallel auch schon Ideen und ich hoffe sehr dass man wirklich für dieses sehr schwierige Thema was auch so prominent ist weil es eben wirklich mitten in der Stadt ist ja auch wieder gemeinschaftlich ein Lösungsansatz findet der dann auch politisch im Rat eine Mehrheit findet.

00:24:05: Außerdem gehört noch der Sport zu ihrem Dezernat.

00:24:08: Da sprechen wir dann gleich nochmal drüber, was da geplant ist wie der so in Wuppertal aufgestellt ist, wie Sie sich da schon reingefuchst haben besprechen im Elberthauk heute mit Hagenlippe Weißenfeld Für den Podcast dazwischen gefragt?

00:24:18: Sie kommen ja quasi aus der Wirtschaft gehen jetzt in die Politik.

00:24:22: Warum machen sie das?

00:24:24: Ja, formal gehe ich in die Verwaltung.

00:24:25: Das ist ganz wichtig.

00:24:27: Ich bin jetzt ein auf Zeit gewählter Wahlbeamter für acht Jahre Teil der Verwaltung.

00:24:35: Warum ich das mache, weil ich die Gestaltungsmöglichkeit in diesem Amt sehr zu schätzen weiß und diese Vielfalt der Themen einfach mag.

00:24:43: Das ist so ganz nah bei den Menschen wissen Sie?

00:24:45: Das sind alles Themen, die uns letztlich... Ich bin ja auch ein Bürger, die mich selber beschäftigen und da mithelfen können im Team mit den wirklich hervorragenden fachlich qualifizierten Kolleginnen und Kollegen.

00:24:56: Das macht einfach Spaß!

00:24:58: Jetzt stehen sie in dem Job aber auch ständig unter Beobachtung, ich sage mal eigentlich aus der ganzen Stadt Sie in Düsseldorf Kultur machen, nicht zwingend so?

00:25:06: Ist Ihnen das

00:25:07: klar?".

00:25:08: Das stimmt.

00:25:08: Da denke ich jetzt mal ehrlich gesagt gar nicht zu viel drüber nach mehr weil das vielleicht die Sache dann etwas ja würde man sich wahrscheinlich ein bisschen selber belasten sondern ich gehe da wirklich sozusagen sehr konzentriert zu Werke.

00:25:21: sicherlich und mir ist schon bewusst dass das Interesse vieler Menschen an diesen Themen sich dann auch auf meine Person kapriziert.

00:25:29: aber ich denke Ich werde versuchen, eine sehr transparente offene Kommunikation zu pflegen.

00:25:36: Die Dinge und Themen und Herausforderungen die vor uns liegen frühzeitig zu benennen alle einzuladen mit zu tun, an Lösungen zu arbeiten und wenn man dann Lösungen gefunden hat die dann sozusagen auch ja den Urhebern in die Ideen kommen nicht alle von mir zuzuschreiben.

00:25:50: Insofern glaube ich ist es ein gemeinsames Tun für diese Stadt.

00:25:54: Was ja auch immer schwierig ist, wenn jemand von außen reinkommt in so ein bestehendes Team da denkt ihr wie ist der wohl?

00:26:03: Wie geht das in Zukunft weiter?

00:26:05: Wie gehen Sie denn damit um?

00:26:06: Ja, diese Situation kenne ich.

00:26:08: Ich war in Berlin damals derjenige den keiner kannte und der neu dazu kam – ich war in Düsseldorf bei der Kunsthandlung derjenig aus Berlin kamen und plötzlich hundert Mitarbeiter hatte.

00:26:17: keiner kannt ihn.

00:26:18: Also dies kenne macht mir nichts.

00:26:21: Ich glaube, da ist vielleicht auch ein Vorteil drin, dass man als unbeschriebenes Blatt mit frischem Blick von außen unverstellt die Dinge vielleicht auch anders sieht.

00:26:29: Es ist ja manchmal so und ich glaube es kommt mehr darauf an, dass der Ton die Musik macht und man sich wirklich so einfädelt das alle Lust haben mit einem zu

00:26:38: arbeiten.".

00:26:39: Dann gehen wir zurück in die Live-Sendung!

00:26:40: Sport ist ja auch Thema ihres Dezernates des zukünftigen.

00:26:44: was ist denn unsere größte Stärke in Wuppertal?

00:26:48: Ach, also Sie haben eine unglaubliche Vielfalt und sie haben die beiden Pole des Breitensports und des Leistungssports.

00:26:54: Und das in einer wirklich außerordentlichen Dichte... Also breiten Sport.

00:26:59: denken wir an die ganzen Vereine in den einzelnen Stadtteilen.

00:27:02: Das ist gelebte Integrationsarbeit, das ist gelebtes Ehrenamt.

00:27:06: Da kommen auch schon die Schwierigkeiten.

00:27:08: Wir brauchen dringend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer?

00:27:10: Ja, das Thema Und im Leistungssport ist es natürlich, sind das dann die Aushängeschilder über die man international dann spricht.

00:27:18: Also beides befruchtet sich, super dass es beides gibt und ich will nach Kräften mithelfen, dass wir die Infrastruktur, die es natürlich gibt, heilen Sportplätze

00:27:25: usw.,

00:27:26: dass wir den Inschuss halten.

00:27:27: Das braucht einen langen Atem, das braucht auch viel Kommunikation.

00:27:31: aber der Sport als solcher wenn Ganz von oben betrachten ist eben eine ganz tolle Integrationsmöglichkeit.

00:27:38: Es ist ein Teilhabe-Möglichkeit, jeder kann sich dort engagieren.

00:27:42: es tut am Ende dem Menschen gut und das schafft eine Gemeinschaft für die Stadt.

00:27:47: Die Ehrenamtlichen haben Sie gerade kurz angesprochen.

00:27:49: darüber haben wir lustigerweise im letzten Elbert Talk mit der Sportamtsleiterin Alexandra Schlagowski auch noch gesprochen dass viele Vereine ehrenamtliche gebrauchen können.

00:27:58: wie kriegt man die denn?

00:28:00: Ja ich glaube durch einen Attraktives menschliches Umfeld.

00:28:04: Sie haben ja keine Incentives, sie können hier nicht mit großen Geldsummen winken oder irgendwas... Es braucht eine tolle attraktive Gemeinschaft.

00:28:10: man möchte einfach mitmachen wollen und das da müssen dann schon so Zugpferde sein also attraktiven Personen mit denen man das gerne zusammen macht Und je mehr es davon gibt desto mehr potenziert sich das am Ende.

00:28:22: Das hängt immer von den einzelnen Menschen ab

00:28:24: Und Sie haben auch gerade angesprochen, die Sportstätten.

00:28:27: Da ist ja Wuppertal auch also da Bröckels an vielen Ecken und Enden marode Sporthallen geschlossene Schwimmbäder.

00:28:34: gibt es da auch ein Konzept?

00:28:35: Ja, dass die erwähnte Sport- und Bäderamtsleiterin hat da sicherliche Konzepte.

00:28:40: Davon gehe ich definitiv aus dieser Analyse der Manetasja Schadenskataster.

00:28:45: so etwas gibt es selbstverständlich davon gehe ich aus Und das werden wir uns gemeinsam anschauen und dann wird man sicherlich mit der Politik einen Dialog führen was man auf einer längerfristigen Zeitschiene gesehen wann machen kann und sollte Da muss man auch Prioritäten setzen.

00:28:59: Also es gibt viel zu tun, erster September wird der erste Arbeitstag sein.

00:29:03: Sie kommen dann morgens ins Rathaus.

00:29:05: haben sie im Büro schon gesehen eigentlich?

00:29:07: Nein, nein,

00:29:08: das wissen wir nicht.

00:29:09: Was wird da passieren am ersten Arbeitstag?

00:29:11: Ach ich denke ich werde erst mal bei der Oberbürgermeisterin einklopfen.

00:29:13: Ja So war das neulich auch und dann sprechen wir erstmal.

00:29:17: Und ja dann denke ich, werde ich das Team sozusagen kennen lernen.

00:29:23: Einige bin jetzt schon im Gespräch sozusagen Und dann wird es sicherlich vorher, bevor ich da angekommen bin schon eine Agenda gegeben haben.

00:29:30: Die mich dann erwartet.

00:29:30: und dann geht's los!

00:29:32: Gibt es einen Einstand?

00:29:34: Also so ne kleine Feier.

00:29:35: gibt's Snacks und Getränke für die Leute?

00:29:40: Das kann ich mir gut vorstellen.

00:29:41: Ich könnte ja Bier aus Düsseldorf mitbringen.

00:29:48: Dann starten erstmal die ersten hundert Tage.

00:29:50: Die sind ja so eine Schonfrist.

00:29:51: Da werden wir noch nicht so kritisch berichten wie beobachtet.

00:29:55: Ich habe nachgeguckt oder nachgerechnet, die sind dann am zehnten Dezember um.

00:30:00: Die ersten hundert Tage.

00:30:01: Was wollen Sie denn bis dahin geschafft

00:30:02: haben?

00:30:03: Ja also ich mache mir tatsächlich Gedanken darüber in jedem Bereich bestimmte Punkte sehr zügig anzupacken und werde aber diese kleine Agenda jetzt noch nicht verraten mit welcher am sehnten dezember was zu besprechen haben.

00:30:18: Also es ist in meinem Kopf schon einiges drin für die Hunderttage.

00:30:22: auf jeden Fall

00:30:23: Wir werden auf jeden Fall berichten.

00:30:25: Alles was passiert in Wuppertal hört ihr natürlich bei Radio Wuppertaal Hagenle Beweisenfeld.

00:30:30: ganz herzlichen Dank, dass Sie Zeit hatten für uns heute im Radio Wupertaal.

00:30:33: Elber Talk

00:30:34: Ich hoffe mich gefreut!

00:30:35: Vielen Dank für die Einladung.

00:30:37: Noch mal in den Podcast.

00:30:38: das war der Elber-Talk.

00:30:39: Wie wars?

00:30:40: Ach schön macht Spaß.

00:30:41: Ja, ich finde auch wir haben viel erfahren.

00:30:43: Wir haben einen sehr freundlichen, sehr zugewandten, sehr motivierten Dezernenten kennengelernt.

00:30:48: also ich freue mich auf die weitere Berichterstattung.

00:30:50: würden Sie den Elbertalk weiter empfehlen?

00:30:53: Ah

00:30:53: unbedingt!

00:30:54: Natürlich doch das macht wirklich Spaß.

00:30:56: ein schönes Format.

00:30:57: und wo geht es als nächstes hin?

00:30:58: Jetzt werde ich tatsächlich noch einmal in die Stadt fahren und dann werde ich nach Tüstedorf fahren.

00:31:12: Wir wiederholen die Sendung Sonntags um zwölf Uhr und jeden Montag um achtzehn Uhr.

00:31:18: Den kompletten Mitschnitt, inklusive Bundesmaterial findet ihr in unserer Mediathek auf radiovupatal.de und als Podcast in jedem Podcastplayer.

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